Manuela Kasper-Claridge

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Manuela Kasper-Claridge
Mit Kanzlerin Angela Merkel bei der Feier zum 65-jährigen Bestehen der DW
Diskussionsleitung Economic Forum, u. a. mit polnischem Präsident Andrzej Duda
Jurymitglied beim Ernst Schneider Preis 2017.
Interview mit Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz
Im Gespräch mit Lee Hsien Loong, Regierungschef Singapur

Manuela Kasper-Claridge (geb. Kasper; * 26. Oktober 1959 in Berlin) ist eine deutsche Journalistin. Sie ist Leiterin der Abteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt der Deutschen Welle (DW) mit den Standorten Berlin und Bonn (TV, Online, Radio). Seit Oktober 2017 ist Manuela Kasper-Claridge stellvertretende Chefredakteurin der Deutschen Welle.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manuela Kasper-Claridge wurde als Tochter von Dieter und Carmen Kasper 1959 in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte sie von 1979 bis 1984 Volkswirtschaft und Soziologie an der Freien Universität Berlin. Den Studiengang schloss sie 1984 mit Diplom ab. Anschließend folgte von 1985 bis 1986 ein Volontariat beim Sender Freies Berlin (SFB). Kasper-Claridge arbeitete bis 1988 als Trainerin für Fernsehredakteure und Regisseure. Danach wurde sie Redakteurin bei RIAS-TV. Schwerpunkte der Berichterstattung waren die Wiedervereinigung Deutschlands sowie Mittel- und Osteuropa. Zeitweise lebte und arbeitete Manuela Kasper-Claridge in Washington D.C., USA. Seit 1992 ist sie für die Deutsche Welle tätig.

Manuela Kasper-Claridge ist Mutter dreier Kinder. Sie lebt in Berlin.

Journalistische Karriere bei der DW[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1992 arbeitet Manuela Kasper-Claridge bei der Deutschen Welle (DW). Bis 1998 war sie Fernsehredakteurin im Bereich "Aktuelles und Wirtschaft". Schwerpunkte der Berichterstattung: Wirtschaft, Dokumentationen und Reportagen aus aller Welt. 1998 wurde sie Leiterin der Wirtschaftsredaktion von DW-TV und war zuständig für die aktuelle Wirtschaftsberichterstattung aus Asien, den USA, Lateinamerika und Europa. In diese Zeit fallen auch Sondersendungen zur Euro-Einführung und zur EU-Erweiterung, zudem Interviews mit Top-Entscheidern aus der Wirtschaft. Seit 2001 ist Kasper-Claridge zusätzlich verantwortlich für das Ressort Wissenschaft. Ab 2012 übernahm sie die Leitung der Hauptabteilung Wirtschaft mit den Standorten Berlin und Bonn (TV, Online, Radio). Seit 2014 leitet sie die neu geschaffene Hauptabteilung "Wirtschaft, Wissenschaft, Umwelt" der DW.

Manuela Kasper-Claridge ist stellvertretende Chefredakteurin der Deutschen Welle.

Projekte, Kooperationen und Mitgliedschaften in Jurys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Wissenschaftsmagazin PROJEKT ZUKUNFT / TOMORROW TODAY kooperierte Manuela Kasper-Claridge mit der Max-Planck-Gesellschaft und führenden deutschen Wissenschaftlern für das Sonderprojekt Einstein-Jahr.

Für das mehrfach ausgezeichnete Wirtschaftsmagazin MADE IN GERMANY von DW-TV (u. a. Ernst Schneider Preis) war Manuela Kasper-Claridge verantwortlich für die Reihe Volkswirte ins Volk und für die Einführung von mehrteiligen "Doku-Soaps" im Magazin (u. a. Manager von Morgen). Damit wurden für die Wirtschaftsberichterstattung neue Wege beschritten. Für das Wissenschaftsmagazin PROJEKT ZUKUNFT / TOMORROW TODAY von DW-TV verantwortete sie die Reihe Kluge Köpfe – Junge Wissenschaftler in Deutschland. Im April 2008 führte Kasper-Claridge zusätzlich das neue Globalisierungsmagazin GLOBAL 3000 ein. „Wir geben der Globalisierung ein Gesicht“ ist der Claim. Kooperationspartner sind die Vereinten Nationen (UN). Das Magazin wird von tausenden Rebroadcastern übernommen.

Ende 2009 startete Manuela Kasper-Claridge ein groß angelegtes multimediales Klimaprojekt für die Deutsche Welle. GLOBAL IDEAS stellt weltweit Klimaschutzprojekte mit Best Practice-Charakter vor. Das Projekt wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative unterstützt. Seit 2009 ist so die weltweit größte mehrsprachige und multimediale Klimaschutzplattform entstanden. Sie hat zahlreiche nationale und internationale Kooperationspartner (unter anderem das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, British Council, UN University Tokio-Our World 2.0).

Manuela Kasper-Claridge ist regelmäßiger Gast des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sie begründete Partnerschaften mit dem WEF und der Schwab-Stiftung. Außerdem arbeitet sie im Ausschuss für Kommunikation und Medien des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Sie ist Mitglied des Kuratoriums des ifo Instituts in München, war und ist Mitglied in diversen Jurys (Ernst Schneider Preis, Mittelstandspreis) und leitete Podiumsdiskussionen in deutscher und englischer Sprache.

Manuela Kasper Claridge initiierte auch eine Kooperation mit den Lindauer Nobelpreisträgertagungen.[1] In Sondersendungen und mit Interviews berichtet die DW über die Tagung für ihr weltweites Publikum.[2] Kasper-Claridge führte selbst zahlreiche Exklusivinterviews mit Nobelpreisträgern darunter Stephen Chu (Physik), Mario Molina (Chemie), Barry Marshall (Medizin) und Alvin Roth (Wirtschaft).[3]

In den letzten Jahren nahm Manuela Kasper-Claridge mehrfach an der Fortune-Konferenz „Most Powerful Women“ teil, bei der in London Frauen in Führungspositionen zusammenkommen – darunter Vertreterinnen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Kunst. Seit Juni 2016 ist sie Mitglied im Vorstand der Gesellschaft der Freunde und Förderer des HWWI gGmbH e.V.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manuela Kasper-Claridge gewann mit ihren Filmreportagen diverse Preise bei internationalen Veranstaltungen, unter anderem den UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie „Online“.[5]

Neben eigenen Beiträgen und Reportagen wurden auch viele Beiträge aus den von ihr geleiteten Ressorts ausgezeichnet, unter anderem die Beiträge: „Saigas in distress – The mystery of the dead antelopes“ bei den Cannes Corporate Media & TV Awards[6] oder der Beitrag „Passion & Profit – Sounddesigner Kling Klang Klong“ beim World Media Festival 2017[7] und viele mehr.

Beim New York Festival 2018 gewann die von Manuela Kasper-Claridge produzierte Dokumentarfilmserie „Founders Valley“ die Bronzemedaille.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Lindauer Tagung für Nobelpreisträger: http://www.lindau-nobel.org
  2. Sondersendung der DW: Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 18. Juli 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dw.de
  3. Interview mit Alvin Roth: http://www.dw.de/marktgestaltung-und-regulierung-in-der-wirtschaftskrise/av-17906521
  4. Gesellschaft der Freunde und Förderer des HWWI gGmbH e.V. : http://gdff.hwwi.org/
  5. Deutsche Umwelthilfe verleiht UmweltMedienpreis 2015. In: Pressemitteilung. 10. November 2015. Auf DUH.de, abgerufen am 31. Oktober 2019.
  6. Kategorie C27: Web Dokumentationen – Gold Gewinner: Saigas in distress – The mystery of the dead antelopes (DE). In: Preisträger 2017 – Hauptkategorie C: Corporate Online Medien. Auf CannesCorporate.com, abgerufen am 31. Oktober 2019.
  7. Hall of Fame – Winners 2017. Auf WorldMediaFestival.org, abgerufen am 31. Oktober 2019.
  8. Piece #1 – Founders' Valley: Hong Kong – Urban Visions. 2018. Auf NewYorkFestivals.com (englisch), abgerufen am 31. Oktober 2019.