Manufactum

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Manufactum
Logo Manufactum
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1987
Sitz Waltrop, Nordrhein-Westfalen
Leitung Christopher Heinemann, Max Heimann[1]
Mitarbeiter ca. 400
Umsatz ca. 75 Mio. Euro (2007)
Branche Einzelhandel mit Versand
Website www.manufactum.de

Die Manufactum GmbH & Co. KG (vormals Manufactum Hoof & Partner KG) mit Sitz in Waltrop, Nordrhein-Westfalen, ist ein Einzelhandelsunternehmen mit Versandhandel und stationärem Vertrieb. Es gehört mittlerweile zur Otto Group.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name findet sich bereits früher im Staatspreis Manufactum, der in Nordrhein-Westfalen eine Auszeichnung für das Kunsthandwerk ist. Dessen Namen griff Thomas Hoof für sein Versandgeschäft auf. Hoof war vormaliger Landesgeschäftsführer der Partei Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen. 2005 sah das Süddeutsche Zeitung Magazin die weitschweifigen Katalogtexte, die eine Geschichte zum Produkt erzählen, als entscheidend für den Erfolg des Unternehmens an.[2] 2007 erzielte das Unternehmen mit über 400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 75 Millionen Euro.[3] Zum 1. Januar 2008 übernahm das Versandhaus Heine, eine Tochterfirma der Otto-Gruppe, die noch ausstehenden Anteile der Manufactum Hoof & Partner KG für schätzungsweise 20 Millionen Euro,[4] nachdem es bereits seit 1998 – zuletzt mit 50 Prozent – an Manufactum beteiligt war.

Zum Sortiment zählen hauptsächlich Haushaltswaren; es umfasst daneben auch Möbel, Bekleidung, Bürobedarf, Lebensmittel, Bücher und Gartenzubehör u. a. Das Firmenmotto lautet „Es gibt sie noch, die guten Dinge“; dieser Werbespruch beschreibt die Firmenphilosophie, hochwertige und langlebige Waren zu verkaufen, die teils noch traditionell gefertigt werden.

Die Qualität der Produkte versucht der Warenkatalog von Manufactum auf eine sprachlich anspruchsvolle und kenntnisreiche Weise zu bewerben, teilweise auch mit verhaltenem Humor und Lakonie.[5] Ältere Ausgaben und die mittlerweile gesondert herausgegebenen Hausnachrichten[6] haben Sammlerwert erlangt, so dass auch mehrere Universitätsbibliotheken Bestände der Jahreskataloge aufweisen.

Neben dem Versandhandel betreibt Manufactum Warenhäuser in der alten Zeche Waltrop, im Alten Hof in München, im Hamburger Chilehaus, im Stuttgarter Magazin, im Berliner Haus Hardenberg, in der Steinstraße in Düsseldorf, im Disch-Haus (Köln), im Opernturm (Frankfurt am Main) und in der Bremer Bank (Bremen).

Zur Manufactum-Gruppe gehören auch Manufactum Brot & Butter mit Ladengeschäften in Berlin, Düsseldorf, Köln, München, Waltrop, Frankfurt/M., Stuttgart und Bremen, Gutes aus Klöstern, das Magazin mit Ladengeschäften in Stuttgart, Bonn und München sowie das Gasthaus Lohnhalle in Waltrop sowie Vertriebsgesellschaften in Österreich, in der Schweiz und in Großbritannien. 2009 soll der Umsatz rund 80 Millionen Euro betragen haben.[7]

Das Zentrallager von Manufactum befindet sich seit 2009 in Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen und wird von einem Unternehmen, der Rudolph Logistik Gruppe, betrieben.[8]

Geschäfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Filiale im Ausland soll Herbst 2018 in Wien mit dem Portal in der Irisgasse eröffnet werden – in den Räumen (auch) der ehemaligen Polizeidienststelle Am Hof.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Hoof: Nebenbei und obendrein: Eine Auswahl aus den Manufactum-Hausnachrichten 1988–2007. Manuscriptum, Waltrop 2008, ISBN 978-3-937801-25-4.
  • Uli Burchardt: Ausgegeizt! Wertvoll ist besser – Das Manufactum-Prinzip. Campus Verlag, Frankfurt/Main 2012, ISBN 978-3-593-39664-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manufactum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Textilwirtschaft 16. November 2016
  2. Manufactum. In: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 38/2005.
  3. Textilwirtschaft, 17. September 2007.
  4. Winand von Petersdorff: Otto kauft Manufactum. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 16. September 2007, S. 42 (faz.net).
  5. Rezension des „Manufactum Warenkatalogs Nr. 19“ von Wilhelm Ruprecht Frieling in Literaturzeitschrift.de.
  6. Thomas Hoof: Nebenbei und obendrein: Eine Auswahl aus den Manufactum-Hausnachrichten 1988–2007. Manuscriptum, Waltrop 2008, ISBN 978-3-937801-25-4.
  7. Das Angstsparen hört auf. In: Der Spiegel. Nr. 49, 2010 (online).
  8. Rudolph Logistik schafft über 800 neue Stellen. In: HNA, 7. November 2012.
  9. Polizeidienststelle wird Warenhaus orf.at, 13. April 2017, abgerufen 15. April 2017.