Maos letzter Tänzer

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Filmdaten
Deutscher Titel Maos letzter Tänzer
Originaltitel Mao’s Last Dancer
Produktionsland Australien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Bruce Beresford
Drehbuch Jan Sardi
Produktion Jane Scott
Musik Christopher Gordon
Kamera Peter James
Schnitt Mark Warner
Besetzung

Maos letzter Tänzer ist die Verfilmung der Geschichte des herausragenden Balletttänzers Li Cunxin. Diese Autobiografie in bewegenden Bildern zeigt den Weg eines unscheinbaren, ungewöhnlich talentierten Jungen von der chinesischen Provinz bis auf die Bühnen der hohen Kunst des Balletts.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 wird der damals elfjährige Li Cunxin aus der chinesischen Provinz von Talentsuchern entdeckt und an der Pekinger Ballettakademie aufgenommen. In den sieben Jahren seiner Ausbildung in der ihm fremden Umgebung und unter strengsten Trainingsbedingungen lernt Li, seine Gefühle im Tanz umzusetzen, und entwickelt eine tiefe Leidenschaft für das Ballett. Aufgrund seines herausragenden Talents erhält er die Chance, als einer der ersten Tänzer aus China an einem Kulturaustausch mit den Vereinigten Staaten teilzunehmen. Auch dort werden seine Fähigkeiten bemerkt und sein Aufstieg zum Weltstar beginnt. Gleichzeitig wächst seine Zerrissenheit zwischen der Sehnsucht nach seiner alten Heimat und den Verlockungen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Schnell verliebt sich Li auch in die Tänzerin Elizabeth. Weil er sich immer mehr mit Amerika anfreundet und die Freiheit schätzt die ihm hier geboten wird, fällt er die schwerwiegende Entscheidung nicht mehr in seine Heimat zurückkehren zu wollen. Mithilfe einer Ehe mit Elizabeth will er US-amerikanischer Staatsbürger werden. Als er dem chinesischen Botschafter davon berichtet, wird er jedoch plötzlich gegen seinen Willen im Konsulat festgehalten. Erst nachdem sein Anwalt Foster vermittelt und weitere rechtliche Schritte einleitet, wird Li am nächsten Tag wieder freigelassen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Heilwagen von Kultiversum.de meint: Das konventionelle Biopic setzt auf prächtig inszenierte Tanz-Szenen und große Gefühle, enthält sich aber rührseligen Kitsches. Und jeder Polit-Propaganda. Anstelle von Commie-Bashing zeichnet Regisseur Bruce Beresford ein differenziertes Bild des chinesischen Alltags im Spätmaoismus und danach. Ebenso wenig erscheinen die USA als Gelobtes Land: Lis Kulturschock bei der Ankunft wird ausgiebig dargestellt. So weitet sich seine Lebensgeschichte zum einfühlsamen Porträt einer ganzen Generation, die auf Chinas Achterbahnfahrt von der Kulturrevolution zum Manchester-Kapitalismus kräftig durchgeschüttelt wird.[1]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Li Cunxin veröffentlicht 2003 seine Erinnerungen unter dem Titel Mao’s Last Dancer: ein Rückblick auf seinen Lebensweg, der von Mut und Entschlossenheit zeugt und dem Willen, seinem Talent zu folgen:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oliver Heilwagen, Kultiversum.de 3. November 2010