Mapungubwe-Nationalpark

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Mapungubwe-Nationalpark
Mapungubwe Hill

Mapungubwe Hill

Lage Südafrika
Fläche 92.000 hadep1
Geographische Lage 22° 14′ S, 29° 13′ OKoordinaten: 22° 13′ 41″ S, 29° 12′ 45″ O
Markierung
Karte des südlichen Afrika
Einrichtungsdatum 1947
Verwaltung National Park Service
f6

Der Mapungubwe-Nationalpark ist ein Nationalpark im südlichen Afrika. Er gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe. Der Park zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt, markante Felsen und archäologische Stätten aus.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Parkgelände erstreckt sich auf Geländeteile in Südafrika, Botswana und Simbabwe.

In der damaligen Stadt Mapungubwe am Mapungubwe Hill erlebte eine hoch entwickelte Zivilisation zwischen 1200 und 1270 ihre Blütezeit. Beginnend um das Jahr 900 wurde die Gegend von einem Volk bewohnt, das bereits Eisen bearbeitete und durch den Handel mit Ägypten, Indien und China zu Wohlstand gelangte. Archäologen fanden hier das „Goldene Nashorn“ und andere Zeugnisse eines reichen Königreichs.

Sandsteinformationen, Mopane- und Auenwälder sowie Affenbrotbäume (Baobabs) prägen die Landschaft, die Heimat einer vielfältigen Tierwelt ist. Elefanten, Giraffen, Breitmaulnashörner (auch Weiße Nashörner), Elen- und Oryxantilopen sowie zahlreiche andere Antilopenarten haben hier ihren natürlichen Lebensraum. Löwen, Leoparden und Hyänen leben ebenfalls in dem Gebiet. Trappen, Flötenwürger (Southern Boubous) und Bindenfischeule gehören zu den mehr als 400 Arten von Vögeln, die hier beheimatet sind.

Die drei am Nationalpark beteiligten Staaten unterzeichneten ein Memorandum mit Richtlinien für das Limpopo-Shashe Transfrontier Conservation Area (TFCA). Es wird angestrebt, auf Grenzzäune innerhalb des Parkgeländes zu verzichten. Auf südafrikanischer sollte 2011 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parkgelände ein Steinkohlebergwerk errichtet werden.[1] Die Planungen wurden jedoch nach Protesten gestoppt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Claus Stäcker: Kohle statt Kultur, Südafrikas bedrohtes Weltkulturerbe Mapungubwe, Beitrag der Reihe Hintergrund, Deutschlandfunk, 7. November 2011