Maputo (Fluss)

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Maputo
Suthu, Usutu, Great Usutu, Lusutfu, Rio Maputo
Der Maputo in Mosambik

Der Maputo in Mosambik

Daten
Lage Südafrika, Swasiland, Mosambik
Flusssystem Maputo
Quellhöhe ca. 1680 m
Mündung Indischer OzeanKoordinaten: 26° 11′ 13″ S, 32° 41′ 17″ O
26° 11′ 13″ S, 32° 41′ 17″ O
Mündungshöhe m
Höhenunterschied ca. 1680 m
Sohlgefälle ca.  5,6 ‰
Länge rund 300 km
Einzugsgebiet 29.790 km²[1]
Linke Nebenflüsse Mtsindzekwa, Lusushwana (Little Usutu)
Rechte Nebenflüsse Ngwemasi, Nkondo (Mkhondo), Mhlathuzane, Pongola
Durchflossene Stauseen Westoe Dam
Kleinstädte Luyengo, Sidvokodvo, Siphofaneni, Big Bend, Catuane, Salamanga, Bela Vista
Schiffbar Unterlauf[2]

Der Maputo (auch Suthu, Great Usutu, Lusutfu oder Rio Maputo) ist ein Fluss in Südafrika, Swasiland und Mosambik. Er ist rund 300 Kilometer lang und mündet in den Indischen Ozean.

Teilweise werden Suthu/Great Usutu/Lusutfu und der südlich gelegene Pongola als Quellflüsse des Maputo betrachtet.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Quelle liegt in Mpumalanga, im weit östlich gelegenen Stufenland der Drakensberge (Drakensberg Escarpment) zwischen Ermelo und Amsterdam. Etwas westlicher davon entspringt der Vaal, der jedoch dem Oranje zufließt. Die Quelle des Suthu befindet sich auf einer Höhe von etwa 1680 Metern über dem Meeresspiegel. Der dortige Flussname Suthu soll sich auf früher dort lebende Basotho beziehen[3] oder „Dunkelbrauner Fluss“ heißen.[4] Im Oberlauf liegt bei Amsterdam die Talsperre Westoe Dam. Ihr Wasser wird unter anderem zur Kühlung in weiter westlich gelegenen Kohlekraftwerken genutzt.[5]

Der Fluss fließt ostwärts nach Swasiland, wo er meist als Lusutfu oder Great Usutu bezeichnet wird. Er ist der längste Fluss des Landes und teilt das Land in zwei etwa gleich große Teile. Durch den Lubowane Feeder Canal wird Wasser des Lusutfu in die Talsperre des Nebenflusses Mhlathuzane geleitet. Das Flusswasser wird unter anderem für eine Pulpefabrik genutzt. Im weiteren Verlauf passiert der Lusutfu die Stadt Big Bend, die nach einem Mäander des Flusses benannt ist. Mit 21 Metern über dem Meeresspiegel liegt der tiefste Punkt Swasilands am Lusutfu. Er fließt weiter in östlicher Richtung durch eine 13 Kilometer lange Schlucht in den Lebombobergen, wo er zugleich Grenzfluss von Südafrika und Swasiland ist. Anschließend bildet er auf 20 Kilometern die Staatsgrenze zwischen Südafrika und Mosambik. Am Ostende dieses Abschnitts mündet der größte Nebenfluss des Lusutfu, der Pongola. Dort befindet sich am Südufer das Ndumo Game Reserve. Schließlich fließt der Fluss als „Maputo“ weitere 80 Kilometer[2] in nordöstlicher, dann nördlicher Richtung bis zum Süden der Maputo-Bucht, wo er bei Bela Vista als Ästuar in den Indischen Ozean mündet. Der Maputo ist ab der Pongola-Mündung schiffbar.[2] Östlich des Unterlaufs liegt die Maputo Elephant Reserve.

An der Mündung beträgt die jährliche Abflussmenge 2,8 Millionen Kubikmeter.[1]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss Maputo war für die Umbenennung der mosambikanischen Stadt Lourenço Marques in Maputo namensgebend. Sie liegt jedoch rund 20 Kilometer nördlich des Flusses.

Das Einzugsgebiet des Maputo ist sehr wasserreich und besitzt deshalb in den drei Anliegerstaaten für deren Wasserbedarf eine hohe Bedeutung. Das führte am 17. Februar 1983 in Pretoria zur Unterzeichnung einer trilateralen Vereinbarung, auf deren Grundlage ein Arbeitsgremium zur Koordinierung und Aufsicht über die gemeinsame Wassernutzung geschaffen wurde. Diese Aufgabe erfüllt seitdem das Tripartite Permanent Technical Committee, abgekürzt TPTC (deutsch etwa: Ständige Trilaterale Technische Kommission).[6] Das Incomati and Maputo Agreement von 2002 stellte diese Vereinbarung und ihre Praxis auf eine aktualisierte Grundlage.[7]

Nach dem Flussnamen Usutu ist das Usutu-Virus benannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Beschreibung und Karte des Einzugsgebietes, abgerufen am 29. September 2014
  2. a b c d Maputo River bei britannica.com (englisch), abgerufen am 29. September 2014
  3. G. R. von Willig: Langs die Lebombo. J. L. van Schaik, Pretoria 1925, S. 175, 217.
  4. P. E. Raper: South African place names. Jonathan Ball, Johannesburg/Cape Town 2004, ISBN 1-86842-190-2.
  5. Beschreibung des Flusses (englisch), abgerufen am 29. September 2014
  6. Estudo Conjunto da Bacia do Rio Maputo. Joint Maputo River Basin Study (JMRBS). auf www.dwaf.gov.za (portugiesisch, englisch)
  7. Tripartite Interim Agreement for Co-Operation on the Protection and Substainable Utilisation of the Water Resources of the Incomati and Maputo Watercourses. S. 59. auf www.dwaf.gov.za (englisch)