Marathonlauf

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Medienmarathon 2005 in München, Startblock B
Jungfrau-Marathon in der Schweiz auf knapp 2100 Meter Höhe. (Der höchste Punkt wird bei Kilometer 41 auf 2.205 m erreicht.)
Hinter den Kulissen: Kleiderbeutelablage beim Hamburg-Marathon 2006 während des Rennens

Der Marathonlauf (kurz Marathon genannt) ist eine auf Straßen oder Wegen ausgetragene sportliche Laufveranstaltung und zugleich die längste olympische Laufdisziplin in der Leichtathletik, deren Streckenlänge 1921 auf 42,195 Kilometer festgelegt wurde. Manche Läufe, insbesondere bei leichtathletischen Jahreshöhepunkten, führen zum Zieleinlauf ins Stadion, wo abschließend noch etwa eine Runde zu laufen ist.

Bei Olympischen Spielen wird die Marathonstrecke seit 1896 von den Männern gelaufen – zunächst auf 25 Meilen, mithin etwa 40 Kilometer – und von Frauen seit 1984.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprung des modernen Marathonlaufs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet über den griechischen Hemerodromos (Laufboten) Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen (vergleiche hierzu Spartathlon). Daraus formten 500 Jahre danach Plutarch und Lukian unter Berufung auf Herakleides Pontikos die Legende, dass ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe, wo er nach Verkündung seiner Botschaft νενικήκαμεν (transkribiert: nenikékamen) „Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei.

Bei den ersten Langstreckenläufen der Neuzeit dachte niemand an diese Historie. Als Vergnügen für die Zuschauer und zur Befriedigung ihrer Wettleidenschaft wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert die ersten Langstreckenläufe in einer Art sportlichem Wettkampf ausgetragen. In England und den Vereinigten Staaten absolvierten die Pedestrianisten (Fußläufer) Strecken zwischen 20 Meilen (32,18 km) und 30 Meilen (48,27 km). Die Distanzen wurden überwiegend gegen die Uhr gelaufen, selten traten die Läufer gegeneinander an. Der Lauf führte von Meilenstein zu Meilenstein, was eine zuverlässige Zeitnahme garantierte. Beachtliche Zeiten wurden dabei erzielt. Im Jahr 1808 lief ein Mann mit dem Namen Blewet über 24 Meilen (38,62 km) eine Zeit von 2:34 Stunden. Auf die heute gültige Marathondistanz umgerechnet wäre dies eine Zeit von 2:48 Stunden.

Erst mit den Ausgrabungen an historischer Stelle in Marathon, bei denen 1890 ein Hügel mit den Gräbern der gefallenen Athener von der Schlacht von Marathon freigelegt wurde, kam die Legende über Pheidippides wieder in Erinnerung. Der Sprachwissenschaftler Michel Bréal hatte die Idee, den legendären Lauf des Pheidippides im Rahmen der für 1896 geplanten Olympischen Spiele von Athen als Wettkampf aufleben zu lassen. Mit einem Brief teilte er seinem Freund, Baron Pierre de Coubertin, dem Begründer des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), seine Idee mit. Der Sieger sollte einen von ihm gestifteten Pokal erhalten.

Der erste Marathonlauf fand 3 Wochen vor den Olympischen Spielen, am 22. März 1896 (gregorianischer Kalender) statt, der Lauf diente als Testlauf und gleichzeitig als Griechenland-Meisterschaft und nutzte dieselbe Strecke wie der spätere olympische Marathon, vom Dorf Marathon nach Athen (ca. 40 Kilometer). 11 Läufer nahmen teil, der Sieger war Charilaos Vasilakos. Zwei Wochen später, am 6. April 1896 (dem Eröffnungstag der Olympischen Sommerspiele 1896) wurde ein weiterer Test- und Qualifikationslauf mit 38 Läufern ausgetragen, bei dem der Sieger Ioannis Lavrentis eine Zeit von 3:11:27 h erreichte und der spätere Marathonolympiasieger, Spyridon Louis, in 3:18:27 h Fünfter wurde (Spyridon Louis war der ehemalige Laufbursche von Major Papadiamanopoulos, welcher im Vorbereitungskomitee damit betraut wurde, den Langstreckenlauf auszurichten). Der eigentliche olympische Marathon 1896 fand am 10. April 1896 statt. Gewinner war Spyridon Louis, in einer Zeit von 2:58:50 h.

Nach verschiedenen Medienberichten lief beim Olympischen Marathon 1896 eine Frau verbotenerweise die komplette Strecke (sie konnte lediglich nicht am Ziel ins Stadion einlaufen) in einer Zeit von 4,5 Stunden; ihr Name wurde mit Melpomene angegeben, ihr richtiger Name war wahrscheinlich Stamata Revithi[1]. Erst seit 1984 ist der Marathonlauf für Frauen eine olympische Disziplin.

Der erste deutsche Marathon war ein „40‑km‑Distanzlaufen“ am 5. September 1897. Die Strecke verlief von Paunsdorf (heute ein Stadtteil von Leipzig) nach Bennewitz und wieder nach Paunsdorf zurück. Von 26 gemeldeten Läufern gingen 18 an den Start und erreichten 13 das Ziel. Sieger wurde Theodor Schöffler vom VfB Leipzig in 3:35:31 Stunden.[2] Am 3. Juli 1898 fand auf derselben Strecke erneut ein „40‑km‑Distanzlaufen“ statt. Alle 13 Läufer erreichten das Ziel, erster wurde Arthur Techtow vom B.F.V. Arminia-Urania zu Berlin in 3:19:50 mit fast 15 Minuten Vorsprung. Lange Zeit hielt man diesen Lauf für den ersten in Deutschland ausgerichteten Marathon; erst 1998, anlässlich des vermeintlichen 100-jährigen Leipziger Marathon-Jubiläums, wurde man auf den im Vorjahr veranstalteten Lauf aufmerksam.[3]

Entwicklung der Laufdistanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele
Jahr Streckenlänge
Kilometer Meilen
1896 40 24,85
1900 40,26 25,02
1904 40 24,85
1906 41,86 26,01
1908 42,195 26,22
1912 40,2 24,98
1920 42,75 26,56
seit 1924 42,195 26,22

Im offiziellen Bulletin der Olympischen Spiele 1896 wurde die Laufstrecke von Marathon nach Athen mit exakt 40 Kilometer ausgeschrieben. Der heutige Erkenntnisstand besagt, dass dies jedoch vermutlich nicht mit der vom legendären Boten zurückgelegten Distanz übereinstimmt. Während der Läufer aus der Legende wohl den kürzesten Weg über das Pentelikon-Gebirge genommen und dabei höchstens 34 Kilometer zurückgelegt hätte, nahmen die Läufer bei den Olympischen Spielen den Straßenverlauf am Meer entlang und um das Gebirge herum.

Für die folgenden Olympischen Spiele war es dem IOC nicht wichtig, den Marathonlauf an eine bestimmte Distanz zu knüpfen, da die Läufer im direkten Kampf gegeneinander antraten. Die Länge des ersten olympischen Marathonlaufs 1896 diente zwar als Richtschnur, aber es war den Veranstaltern überlassen, die Distanz den örtlichen Verhältnissen anzupassen.

Bei den Olympischen Spielen 1908 in London betrug die Strecke gemäß einem Vermessungsprotokoll exakt 26 Meilen 385 Yards, was umgerechnet 42,195 km entsprach. Es gibt viele Erklärungen, wie es zu dieser Distanz kam. Das Vermessungsprotokoll gibt Auskunft. Ausgangspunkt der Vermessung war das neu erbaute Olympiastadion im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Der Start sollte beim Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, war man noch immer 1 Meile vom Schloss Windsor entfernt. An der Ostterrasse des Schlosses Windsor hatte man schließlich 26 Meilen vermessen. Es fehlte aber noch das Stück vom Stadionmesspunkt bis vor die königliche Loge, also mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Aus diesem Grund sollen noch angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein God Save the King ausstoßen.

Den dramatischen Ausgang im olympischen Marathon 1908 zwischen Dorando Pietri und John Hayes, bei dem Pietri nach mehrmaligen Stürzen kurz vor dem Ziel schließlich von Offiziellen über die Ziellinie geschoben und deshalb disqualifiziert wurde, nutzte man nach den Spielen dazu, in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Revanchekämpfen zwischen den beiden zu organisieren. Natürlich sollten die Bedingungen gleich sein, so dass man die Distanz stets auf eine Länge von 42,195 km festlegte. Neben Pietri, der im Jahr 1909 an 8 Marathonläufen teilnahm, beteiligten sich an den Wettkämpfen schließlich immer mehr Läufer, die bald wie ein Wanderzirkus durch die Lande und schließlich durch die Welt zogen. Meistens wurden die Läufe in einer Halle, wie etwa im Madison Square Garden, ausgetragen, wo man 262 Runden zu absolvieren hatte.

Trotz der inzwischen fast schon obligatorischen Distanz von 42,195 Kilometern bei den vielen professionellen Wettkämpfen sah das Internationale Olympische Komitee (IOC) es nicht für notwendig an, die Distanz für den Marathon bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm und auch noch bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen auf eine bestimmte Streckenlänge festzulegen. Erst 1921 hat der internationale Verband für Leichtathletik (IAAF) die Distanz von 42,195 Kilometern als offizielle Streckenlänge für einen Marathonlauf festgelegt.

Erfolgreichste Sportler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillengewinner bei internationalen Höhepunkten:

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marathon als Spitzensport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnehmermedaille des New-York-Marathons 1997

Einige Veranstalter der weltweit größten und angesehensten Marathons schreiben jährlich für Eliteläufer die World-Marathon-Majors-Serie aus. Eine solche Serie geht über die Dauer von einem Jahr (bis 2015: zwei Jahre). In die Wertung fließen die Läufe in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York sowie gegebenenfalls der Marathon bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften oder den Marathon bei den Olympischen Spielen ein. Dabei erhalten die jeweils besten fünf Männer und Frauen nach einem einfachen System Punkte. Das Preisgeld von 1,1 Million US-Dollar wird nach dem letzten Lauf auf die erfolgreichsten Athleten aufgeteilt (Stand: 2017). Seit 2016 gibt es parallel dazu einen Bewerb für Rollstuhlmarathon mit einem separaten Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar.[4]

Weitere Großveranstaltungen finden jährlich in Honolulu, Los Angeles, Paris, Seoul, Peking, Wien und Hamburg statt.

Regeln nach World Athletics[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics regelt alle Langstreckenläufe, die auf der Straße abgehalten werden, in einer gemeinsamen Norm. Die Regel 240 lautet, für Marathonläufe, zusammengefasst:

  • Die Rennstrecke muss über asphaltierte oder betonierte Straßen führen (engl. „made-up road“). Wenn notwendig, wird ein Rad- oder Fußweg entlang der Straße benutzt. Segmente aus Gras oder unbefestigten Wegen sind erlaubt, aber müssen auf ein Minimum reduziert werden. Die Strecke muss für den motorisierten Verkehr gesperrt sein.
  • Die Strecke wird entlang des kürzestmöglichen Pfades (d. h. Kurveninnenseite) gemessen. Die von World Athletics zugelassenen Prüfer vermessen die Strecke mit einem Fahrrad und einem Jones-Counter. Wegen der geforderten Toleranz von mindestens einem Promille ist eine Marathonstrecke stets geringfügig länger als 42,195 km.
  • Erfrischungen:
    • Am Start, am Ziel und etwa alle fünf Kilometer müssen durch den Organisator Wasser und andere Erfrischungen angeboten werden. Die Athleten dürfen ihre eigenen Getränke benutzen, falls sie im Vorfeld angeben, an welchen Erfrischungsstationen sie gelagert werden sollen. Die Annahme von Erfrischungen an anderen Orten ist erlaubt, falls medizinische Gründe vorliegen.
    • Erfrischungsstationen dürfen nicht am kürzesten Pfad liegen. Wer als Helfer eine Erfrischung übergibt, darf währenddessen weder gehen noch laufen oder fahren.
    • Wasser und andere Erfrischungen dürfen vom Athleten mitgeführt werden, wenn er sie seit dem Start trägt oder wenn er sie bei einer offiziellen Erfrischungsstation aufgenommen hat. Ein Athlet darf seine mitgeführten Erfrischungen jederzeit einem anderen Läufer übergeben. Eine ständige Unterstützung anderer Läufer ist jedoch verboten.
  • Läufer dürfen, unter Aufsicht, die Strecke verlassen, falls die Laufdistanz dabei nicht verkürzt wird.

Weiter die Regeln 143 und 144:

  • Laufschuhe müssen allgemein verfügbar sein. Modelle, die nur bestimmten Athleten zugänglich sind, sind verboten. Nach einer Entscheidung von World Athletics sind ab dem 30. April 2020 Schuhe mit einer mehr als 40 mm dicken Sohle oder mit mehr als einer festen, eingebetteten Platte verboten. Gleichzeitig wurde entschieden, dass nur Schuhe, die mindestens vier Monate lang öffentlich verkauft wurden, zulässig sind.[5]
  • Schrittmacher müssen vom Start an am Rennen teilnehmen. Sie dürfen, wenn sie überrundet wurden, nicht mehr als Schrittmacher dienen. Technische Geräte, welche die Funktion des Schrittmachers übernehmen, sind verboten.
  • Elektronische Geräte (wie Mobiltelefone oder MP3-Player) sind verboten.
  • Geräte, welche die Herzfrequenz, Schrittlänge, Pace oder ähnliche Daten anzeigen, sind erlaubt, falls sie vom Läufer selbst getragen werden und keine Daten an andere Personen übermitteln.

Für die Anerkennung von Weltrekorden gelten zusätzliche Regeln. So darf die Luftlinien-Distanz zwischen Start und Ziel höchstens 50 % der Laufdistanz betragen, um den Einfluss durch günstige Windverhältnisse auszugleichen. So beträgt die Luftlinie Start-Ziel beim New-York-City-Marathon 19,5 km, was knapp unter dem Limit ist. Ebenso darf das durchschnittliche Gefälle von Start bis zum Ziel höchstens ein Promille der Laufdistanz betragen – darum zählt der Boston Marathon mit 146 Höhenmetern Abstieg nicht zu den Weltrekord-tauglichen Strecken. Eine Rundstrecke mit Start und Ziel am selben Ort (z. B. Berlin-Marathon) erfüllt jedoch beide Bedingungen. Dass World Athletics erst seit 2004 Marathon-Weltrekorde registriert, liegt maßgeblich daran, dass erst spät eine weltweit gültige Vorschrift zur Vermessung der Rennstrecken beschlossen wurde.[6]

Marathon als Breitensport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend in den 1970er-Jahren (mit Aktionen wie „Trimm Dich!“ und „Laufen ohne zu Schnaufen“ des DSB) und dann im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends hat sich der Laufsport und parallel der Marathonlauf als Breitensport etabliert.

1979 wurde die Zahl der deutschen Marathonläufer auf 10.000 geschätzt und es fanden rund 50 Marathonläufe in Deutschland statt. 2005 wurden in Deutschland 153 Marathonveranstaltungen angeboten und der harte Kern der Marathonläufer wird vom Deutschen Leichtathletik-Verband auf rund 100.000 Aktive geschätzt. Das sind dennoch weniger als ein Prozent aller Laufsportler.[7]

2004 fanden in Europa 73 Marathonläufe mit mehr als 1000 Teilnehmern pro Lauf statt, davon 20 in Deutschland. In den Jahren zuvor gab es 65 (im Jahr 2003) bzw. 60 (im Jahr 2002) mit jeweils 18 Läufen in Deutschland.

Größte Veranstaltungen in deutschsprachigen Ländern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland
Veranstaltung Finisher Jahr
Berlin-Marathon 45.527 2022
Frankfurt-Marathon 10.500 2019
Hamburg-Marathon 10.000 2019
Köln-Marathon 4.000 2019
München-Marathon 4.000 2019
Rennsteiglauf 3.000 2019
Österreich
Veranstaltung Finisher Jahr
Vienna City Marathon 5.700 2019
Linz-Marathon 1.000 2019
Salzburg-Marathon 700 2019
Graz-Marathon 500 2019
Schweiz
Veranstaltung Finisher Jahr
Jungfrau-Marathon 3.700 2019
Zürich-Marathon 2.300 2019
Genf-Marathon 1.800 2017
Lausanne-Marathon 1.200 2019
Swiss City Marathon Lucerne (Luzern) 1.000 2019

Läufe weltweit mit mehr als 30.000 Finishern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Läufe hatten in ihrer Geschichte schon mindestens einmal mehr als 30.000 Finisher:[8]

Lauf Finisher-Rekord Finisher (letzte Ausgabe)
Jahr Finisher Jahr Finisher
New-York-City-Marathon 2019 53.517[9] 2022 47.743[10]
Paris-Marathon 2019 48.029 2022 34.355[11]
Chicago-Marathon 2019 45.956[12] 2022 39.345[13]
Berlin-Marathon 2019 44.065 2022 34.879[14]
London-Marathon 2019 42.485[15] 2022 40.621[16]
Boston-Marathon 1996 35.868 2022 24.908[17]
Tokio-Marathon 2019 35.460 2022 18.408[18]

Abstimmung von Training und Wettkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Training[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie auch bei allen anderen Laufstrecken hat sich das Training über die Jahrzehnte verändert. Während die Pedestrians im 19. Jahrhundert, falls erforderlich, auch 200 km am Tag liefen, wurde das Training nach dem Ersten Weltkrieg kürzer und schneller. Mit Woldemar Gerschler und Herbert Reindell zog das Intervalltraining ein (Emil Zátopek lief 50 × 400 m mit 200 m Trabpause), ehe Arthur Lydiard und Ernst van Aaken mit einem modernen Training heutiger Prägung begannen.[19] Viele Trainer sind der Ansicht, dass das wichtigste Element im Marathontraining neben dem langsamen Laufen langer Strecken ein Intervalltraining ist, um die Ausdauerhärte auszubilden. Freizeitläufer versuchen zum Beispiel während des Trainings eine maximale Einzelstrecke von 30 km und ein wöchentliches Pensum von 60 km zu erreichen. Dabei wird den langsamen Läufern häufig geraten, aus orthopädischen Gründen den langen Dauerlauf nach etwa drei Stunden zu beenden und die Streckenlänge erst mit höherer Leistungsfähigkeit auszubauen. Fortgeschrittene Marathonläufer laufen auch längere Strecken und mehr Kilometer pro Woche. Im Spitzenbereich sind 200 km und mehr keine Seltenheit. Neben den langen langsamen Läufen spielt in vielen Trainingsplänen erfolgreicher Trainer auch das Intervalltraining eine entscheidende Rolle, allerdings mit einem sehr geringen Anteil an der Gesamtkilometerleistung des Trainings (5 % bis 10 %).

Ein Trainingsplan gestaltet eine Zeitspanne von fünf oder sechs Monaten, wobei die geplanten Streckenlängen nach und nach alle zwei Wochen zunehmen. Die oft propagierten 10- bis 12-Wochenpläne sind nur das Aufbautraining für schon vorher geleistete Trainingsarbeit. Ein Läufer sollte mindestens ein Jahr, besser noch zwei Jahre regelmäßig gelaufen sein, bevor er sich an einem Marathon versucht. Wettkampferfahrungen auf Unterdistanzen, die in der Regel zwischen 5000 m und 25 km, seltener auch 30 km liegen, sind wünschens- und empfehlenswert. Während des Marathontrainings ist es wichtig, dem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zu geben. Laufen während einer Erkältung oder bei Fieber kann ernsthafte Erkrankungen (z. B. Myokarditis) nach sich ziehen.[20]

Rennvorbereitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der letzten zwei oder drei Wochen vor einem Marathonlauf reduzieren die Läufer üblicherweise ihr wöchentliches Pensum (typischerweise auf bis zu 50 bis 75 % der Maximalstrecke) und pausieren im Freizeitbereich manchmal mindestens zwei Tage lang völlig, damit sich der Körper vor der harten Belastung des Marathons noch einmal erholen kann. Diese Trainingsphase wird auch mit dem englischen Begriff „Tapering“ („Reduzierung“) bezeichnet.[21] Viele Marathonläufer nehmen auch in der Woche vor dem Marathon vermehrt Kohlenhydrate zu sich (sogenanntes „Carboloading“), damit der Körper mehr Glykogen aufnehmen kann. Dem gleichen Zweck dienen die von vielen Veranstaltern angebotenen Pastapartys am Tag vor dem Marathonlauf, bei denen den Teilnehmern vorwiegend kohlenhydratreiche Gerichte angeboten werden.

Direkt vor dem Rennen verzichten viele Läufer darauf, festes Essen zu sich zu nehmen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Weiterhin wird darauf geachtet, genug zu trinken, und die Toilette wird noch einmal aufgesucht. Leichte Streckübungen vor dem Rennen helfen, die Muskeln locker zu machen. Um bei großen Starterfeldern und besonders in der kalten Jahreszeit eine Auskühlung vor dem Start zu vermeiden, verwenden viele Marathonläufer aufgeschnittene Müllbeutel als Bekleidung („Ponchos“), derer sie sich kurz vor dem Start entledigen.

Während des Rennens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserausgabe beim Marathon

Trainer empfehlen, während eines Marathonlaufs ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu halten. Es gibt aber auch Empfehlungen, die Strecke in Phasen aufzuteilen. Es beginnt mit einer Anfangsphase, in der ein Tempo gehalten wird, das unter der angestrebten Durchschnittsgeschwindigkeit liegt. Dann folgt ein Mittelteil, in dem die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit gehalten wird. Im Endteil wird die Geschwindigkeit nochmals erhöht. Dies entspricht auch der allgemein gültigen Empfehlung, einen Marathon langsam anzugehen. Paul Tergat gelang es bei seiner Weltbestzeit im Jahr 2003 im Rahmen des Berlin-Marathons sogar, die zweite Hälfte gut eine Minute schneller zu absolvieren als die erste.

Isotonische Getränke werden oft entlang der Strecke angeboten. Zu viel reines Wasser kann zu Salzverlusten führen und bei starkem Schwitzen gesundheitsbedrohend sein (Hyperhydration). Deshalb wird an den Versorgungsstellen normalerweise auch Wasser angeboten, das in isotonischer Konzentration mit Kochsalz versetzt ist.[22] Bei nicht allzu hohen Außentemperaturen ist es möglich, einen Lauf ohne Trinkpausen zu absolvieren. Kohlenhydrat-Gele sind eine gute Energiequelle, aber sie sollten beim Verzehr mit Wasser verdünnt werden, da sie sonst zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Die Menge und Art der Getränke und Kohlenhydrate, die während des Laufs vom Körper aufgenommen werden können, hängt sehr stark von der Laufgeschwindigkeit ab. Je schneller der Lauf absolviert wird, desto weniger Blut fließt durch den Verdauungstrakt. Der Körper kann kaum noch Kohlenhydrate oder Wasser aufnehmen. Diese werden zur Belastung und führen leicht zu Übelkeit und Erbrechen.

Typischerweise gibt es eine zulässige Höchstzeit, nach deren Ablauf die Strecke zumeist durch den Besenwagen geschlossen wird. Je nach Zielgruppe und Art der Veranstaltung beträgt die Höchstzeit fünf Stunden und dreißig Minuten oder deutlich mehr. Insbesondere bei den großen und bedeutenden Jedermannmarathonen in den Großstädten bleibt die Strecke wesentlich länger offen. Wenn man sich ein zeitliches Ziel steckt, ist es einfacher, ein regelmäßiges Tempo zu halten. Hier ist es für Laufanfänger günstig, sich eine Tempotabelle (und Uhr) auf die Strecke mitzunehmen.

Gesundheitliche Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muskelschmerzen nach dem Lauf sind normal. Dieser Schmerz, der oft fälschlich als „Muskelkater“ empfunden wird, aber mit einem solchen einhergehen kann (Laufen beinhaltet kurze, exzentrische Muskelkontraktionen), kann bis zu einer Woche anhalten. Eine komplette Erholung vom Marathonlauf benötigt aber eine wesentlich längere Zeit. Trainer rechnen je nach Rennverlauf, äußeren Bedingungen und Trainingszustand mit mindestens zwei Wochen bis hin zu zwei Monaten bis zur vollständigen physischen wie psychischen Regeneration, die für den Wiederaufbau für ein neues Rennen wichtig sind. Aus diesen Gründen laufen erfolgreiche Athleten nur selten mehr als zwei Marathons im Jahr.

Wie bei fast allen Sportarten, die auch als Breitensportart betrieben werden, überwiegen die gesundheitlichen Vorteile des Marathonlauftrainings gegenüber etwaigen Risiken während des Wettkampfes bei weitem. Ein Problem stellt allerdings das kontinuierlich steigende Durchschnittsalter der Läufer bei großen Veranstaltungen wie dem New-York-City-Marathon dar.[23] Trotz beeindruckender Leistungen treten bei älteren Marathonläufern Probleme des Bewegungsapparates sowohl in der Trainingsphase als auch im Wettkampf gehäuft auf,[24] zum anderen steigt in dieser Altersgruppe aber auch das allgemeine Risiko von Herzerkrankungen an. Das Risiko, während eines Marathons einen plötzlichen Herztod zu erleiden, ist verschwindend gering und liegt zwischen 5:1.000.000[25] und 8:1.000.000 Teilnehmern.[26] Dennoch empfiehlt der Deutsche Sportärztebund Sportanfängern und Wiedereinsteigern, insbesondere bei Vorliegen von Vorerkrankungen, Beschwerden oder Risikofaktoren eine Gesundheitsprüfung durchführen zu lassen.[27] Andere akute gesundheitliche Probleme, die während des Laufs auftreten können, sind Elektrolytstörungen (insbesondere die Hyponatriämie)[28] und der Hitzschlag. Das erhöhte Hautkrebsrisiko von Marathonläufern[29] ist Mahnung zu konsequentem Sonnenschutz. Lästige Beschwerden sind durch Reibung an einem Kleidungsstück verursachte wunde Brustwarzen (Jogger’s nipple), Fußpilz und Blasenbildung.[30]

Bei Marathon- und Langstreckenläufern kommt es häufig zu einem Anstieg von körpereigenen Substanzen im Blut, die üblicherweise mit einer strukturellen Schädigung des Herzens (z. B. kardiales Troponin)[31] oder auch des Gehirns (S-100beta)[32] in Zusammenhang gebracht werden. Diese Anstiege spiegeln in vielen Fällen nicht eine echte Schädigung von Herz oder Gehirn wider, sondern es liegt überwiegend eine Freisetzung aus der Skelettmuskulatur vor.[33][34] Tatsächlich ergab sich kein Zusammenhang zwischen erhöhten Schadensmarkern und der Herzfunktion bei gesunden Marathonläufern.[35] Eine Studie konnte echokardiographische Veränderungen der Herzfunktion bei untrainierten Marathonläufern nachweisen;[36] die Ergebnisse dieser Studie werden kontrovers diskutiert.[37] Weiterhin werden in Medizinerkreisen Blutungen im Gastrointestinaltrakt beschrieben. Als Ursache für diese Blutungen werden Erschütterungen während des Laufens in Betracht gezogen, wie auch die Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) vor und während des Laufes, um Muskel- und Skelettschmerzen vorzubeugen. Diese NSAR (Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, …) beeinflussen die Blutgerinnung, indem die Thrombozytenfunktion beeinflusst wird. Diese Gefahr scheint vielen Läufern nicht bewusst zu sein. In medizinischer Fachliteratur werden Umfragen zitiert, die eine steigende Einnahmetendenz vermuten lassen.

Rollstuhlfahrer, Handbikes und Inlineskates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei vielen Stadtmarathons und bei den Paralympischen Spielen werden zusätzlich zu der normalen Laufdisziplin seit den 1970er Jahren Wettkämpfe für Rennrollstuhlfahrer und seit den 2000er Jahren auch für Handbikefahrer angeboten.[38] Während diese Disziplinen querschnittgelähmten Sportlern die Teilnahme an dem Marathonwettbewerb ermöglichen, wird als weitere Disziplin bei manchen Veranstaltungen auch ein Rennen für Inlineskater angeboten.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillengewinner der Olympischen Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1896 Königreich Griechenland Spyridon Louis Königreich Griechenland Charilaos Vasilakos Ungarn 1867 Gyula Kellner
1900 Luxemburg Michel Théato Dritte Französische Republik Émile Champion Schweden Ernst Fast
1904 Vereinigte Staaten 45 Thomas Hicks Dritte Französische Republik Albert Corey Vereinigte Staaten 45 Arthur Newton
1906 Kanada 1868 Billy Sherring Schweden John Svanberg Vereinigte Staaten 45 William Frank
1908 Vereinigte Staaten 46 John Hayes Sudafrika 1910 Charles Hefferon Vereinigte Staaten 46 Joseph Forshaw
1912 Sudafrika 1910 Ken McArthur Sudafrika 1910 Christopher Gitsham Vereinigte Staaten 48 Gaston Strobino
1920 Finnland Hannes Kolehmainen Estland Jüri Lossmann Italien 1861 Valerio Arri
1924 Finnland Albin Stenroos Italien 1861 Romeo Bertini Vereinigte Staaten 48 Clarence DeMar
1928 Dritte Französische Republik Boughera El-Ouafi Chile Manuel Plaza Finnland Martti Marttelin
1932 Argentinien Juan Carlos Zabala Vereinigtes Konigreich Sam Ferris Finnland Armas Toivonen
1936 Japan 1870 Son Kitei[39] Vereinigtes Konigreich Ernie Harper Japan 1870 Nan Shōryū[40]
1948 Argentinien Delfo Cabrera Vereinigtes Konigreich Tom Richards Belgien Étienne Gailly
1952 Tschechoslowakei Emil Zátopek Argentinien Reinaldo Gorno Schweden Gustaf Jansson
1956 Frankreich 1946 Alain Mimoun Jugoslawien Franjo Mihalić Finnland Veikko Karvonen
1960 Athiopien 1941 Abebe Bikila Marokko Rhadi Ben Abdesselam Neuseeland Barry Magee
1964 Athiopien 1941 Abebe Bikila Vereinigtes Konigreich Basil Heatley Japan 1870 Kōkichi Tsuburaya
1968 Athiopien 1941 Mamo Wolde Japan 1870 Kenji Kimihara Neuseeland Mike Ryan
1972 Vereinigte Staaten Frank Shorter Belgien Karel Lismont Athiopien 1941 Mamo Wolde
1976 Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski Vereinigte Staaten Frank Shorter Belgien Karel Lismont
1980 Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski Niederlande Gerard Nijboer Sowjetunion 1955 Satymkul Dschumanasarow
1984 Portugal Carlos Lopes Irland John Treacy Vereinigtes Konigreich Charlie Spedding
1988 Italien Gelindo Bordin Kenia Douglas Wakiihuri Dschibuti Ahmed Salah
1992 Korea Sud 1949 Hwang Young-cho Japan 1870 Kōichi Morishita Deutschland Stephan Freigang
1996 Sudafrika Josia Thugwane Korea Sud 1949 Lee Bong-ju Kenia Erick Wainaina
2000 Athiopien 1996 Gezahegne Abera Kenia Erick Wainaina Athiopien 1996 Tesfaye Tola
2004 Italien Stefano Baldini Vereinigte Staaten Meb Keflezighi Brasilien Vanderlei de Lima
2008 Kenia Samuel Kamau Wanjiru Marokko Jaouad Gharib Athiopien 1996 Tsegay Kebede
2012 Uganda Stephen Kiprotich Kenia Abel Kirui Kenia Wilson Kipsang
2016 Kenia Eliud Kipchoge Athiopien Feyisa Lilesa Vereinigte Staaten Galen Rupp
2020 Kenia Eliud Kipchoge Niederlande Abdi Nageeye Belgien Bashir Abdi

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1984 Vereinigte Staaten Joan Benoit Norwegen Grete Waitz Portugal Rosa Mota
1988 Portugal Rosa Mota Australien Lisa Martin Deutschland Demokratische Republik 1949 Katrin Dörre
1992 Vereintes Team Walentina Jegorowa Japan 1870 Yūko Arimori Neuseeland Lorraine Moller
1996 Athiopien 1996 Fatuma Roba Russland Walentina Jegorowa Japan 1870 Yūko Arimori
2000 Japan Naoko Takahashi Rumänien Lidia Șimon Kenia Joyce Chepchumba
2004 Japan Mizuki Noguchi Kenia Catherine Ndereba Vereinigte Staaten Deena Kastor
2008 Rumänien Constantina Tomescu Kenia Catherine Ndereba China Volksrepublik Zhou Chunxiu
2012 Athiopien Tiki Gelana Kenia Priscah Jeptoo Russland Tatjana Petrowa
2016 Kenia Jemima Jelagat Sumgong Bahrain Eunice Jepkirui Kirwa Athiopien Mare Dibaba
2020 Kenia Peres Jepchirchir Kenia Brigid Kosgei Vereinigte Staaten Molly Seidel

Medaillengewinner der Leichtathletik-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Australien Robert de Castella Athiopien 1975 Kebede Balcha Deutschland Demokratische Republik 1949 Waldemar Cierpinski
1987 Kenia Douglas Wakiihuri Dschibuti Ahmed Salah Italien Gelindo Bordin
1991 Japan 1870 Hiromi Taniguchi Dschibuti Ahmed Salah Vereinigte Staaten Steve Spence
1993 Vereinigte Staaten Mark Plaatjes Namibia Luketz Swartbooi Niederlande Bert van Vlaanderen
1995 Spanien Martín Fiz Mexiko Dionicio Cerón Brasilien Luíz Antônio dos Santos
1997 Spanien Abel Antón Spanien Martín Fiz Australien Steve Moneghetti
1999 Spanien Abel Antón Italien Vincenzo Modica Japan Nobuyuki Satō
2001 Athiopien 1996 Gezahegne Abera Kenia Simon Biwott Italien Stefano Baldini
2003 Marokko Jaouad Gharib Spanien Julio Rey Italien Stefano Baldini
2005 Marokko Jaouad Gharib Tansania Christopher Isengwe Japan Tsuyoshi Ogata
2007 Kenia Luke Kibet Bowen Katar Mubarak Hassan Shami Schweiz Viktor Röthlin
2009 Kenia Abel Kirui Kenia Emmanuel Mutai Athiopien 1996 Tsegay Kebede
2011 Kenia Abel Kirui Kenia Vincent Kipruto Athiopien Feyisa Lilesa
2013 Uganda Stephen Kiprotich Athiopien Lelisa Desisa Athiopien Tadese Tola
2015 Eritrea Ghirmay Ghebreslassie Athiopien Yemane Tsegay Uganda Munyo Solomon Mutai
2017 Kenia Geoffrey Kirui Athiopien Tamirat Tola Tansania Alphonce Simbu
2019 Athiopien Lelisa Desisa Athiopien Mosinet Geremew Kenia Amos Kipruto
2022 Athiopien Tamirat Tola Athiopien Mosinet Geremew Belgien Bashir Abdi

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Norwegen Grete Waitz Vereinigte Staaten Marianne Dickerson Sowjetunion Raissa Katjukowa-Smechnowa
1987 Portugal Rosa Mota Sowjetunion Soja Iwanowa Frankreich Jocelyne Villeton
1991 Polen Wanda Panfil Japan 1870 Sachiko Yamashita Deutschland Katrin Dörre
1993 Japan 1870 Junko Asari Portugal Maria Manuela Machado Japan 1870 Tomoe Abe
1995 Portugal Maria Manuela Machado Rumänien Anuța Cătună Italien Ornella Ferrara
1997 Japan 1870 Hiromi Suzuki Portugal Maria Manuela Machado Rumänien Lidia Șimon
1999 Korea Nord Jong Song-ok Japan Ari Ichihashi Rumänien Lidia Șimon
2001 Rumänien Lidia Șimon Japan Reiko Tosa Russland Swetlana Sacharowa
2003 Kenia Catherine Ndereba Japan Mizuki Noguchi Japan Masako Chiba
2005 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe Kenia Catherine Ndereba Rumänien Constantina Tomescu
2007 Kenia Catherine Ndereba China Volksrepublik Zhou Chunxiu Japan Reiko Tosa
2009 China Volksrepublik Bai Xue Japan Yoshimi Ozaki Athiopien 1996 Aselefech Mergia
2011 Kenia Edna Kiplagat Kenia Priscah Jeptoo Kenia Sharon Jemutai Cherop
2013 Kenia Edna Kiplagat Italien Valeria Straneo Japan Kayoko Fukushi
2015 Athiopien Mare Dibaba Kenia Helah Kiprop Bahrain Eunice Jepkirui Kirwa
2017 Bahrain Rose Chelimo Kenia Edna Kiplagat Vereinigte Staaten Amy Cragg
2019 Kenia Ruth Chepngetich Bahrain Rose Chelimo Namibia Helalia Johannes
2022 Athiopien Gotytom Gebreslase Kenia Judith Jeptum Korir Israel Lonah Chemtai Salpeter

Siehe auch

Entwicklung der Weltbestzeiten und Weltrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internationale Leichtathletik-Föderation, International Association of Athletics Federations (IAAF), führt als Dachverband aller nationalen Sportverbände für Leichtathletik die Listen aller offiziellen Leichtathletik-Weltrekorde. Bei Straßenläufen wie dem Marathonlauf werden Weltrekordlisten erst seit dem 1. Januar 2004 geführt, nachdem man beim 44. IAAF-Kongress 2003 spezielle Kriterien für dessen Anerkennung festgelegt hatte. Dies war erforderlich, da bestimmte Laufstrecken aufgrund von Naturgegebenheiten schnelle Zeiten begünstigten. Die wichtigsten Regeln der IAAF hierzu besagen:

  • Bei einer Trennung von Start und Ziel soll die Entfernung zwischen beiden Punkten auf einer theoretischen direkten Verbindungslinie gemessen nicht mehr als 50 % der Streckendistanz betragen (IAAF Regel 260.28.b). Bei einem Marathonlauf wären dies 21 km. Die Regel soll verhindern, dass überwiegend in eine Richtung gelaufen wird, was möglicherweise einen Nutzen durch Windunterstützung (Rückenwind) und durch Streckenabschnitte mit leichtem Gefälle hätte bedeuten können.
  • Zwischen Start und Ziel soll die Höhe nicht mehr als 0,1 % (1 m pro km) der Streckendistanz abnehmen (IAAF Regel 260.28.c). Bei einem Marathonlauf wären dies 42 m. Die Regel soll verhindern, dass die Strecke insgesamt ein Gefälle aufweist, was möglicherweise die Laufgeschwindigkeit hätte erhöhen können.

Der erste offizielle Weltrekord wurde von Paul Tergat bereits im Jahr 2003 gelaufen und erhielt rückwirkende Anerkennung von der IAAF, da der Kongress mit den Beschlüssen zu den Weltrekordkriterien einen Monat vor Tergats Lauf abgehalten wurde.

In der Zeit vor der Regulierung durch die IAAF wurden die schnellsten Laufzeiten mit den Begriffen Weltbestleistung oder Weltbestzeit umschrieben. Für diese Zeiten gab es unterschiedliche Listen. Die wichtigsten Listen veröffentlichte die IAAF und die Vereinigung der Straßenlauf-Statistiker, Association of Road Running Statisticians (ARRS). Mit Ausnahme der von Khalid Khannouchi im Jahr 2002 gelaufenen Zeit beim London-Marathon haben und hatten alle diese Zeiten jedoch keinen offiziellen Charakter.

Entwicklung Marathonweltbestzeit bzw. -weltrekord gemäß der nachfolgenden Tabelle

Bei den von der IAAF und von der ARRS als Weltbestleistungen veröffentlichten Zeiten ist auffällig, dass diese teilweise bei Läufen erzielt wurden, deren Laufstrecken für eine heutige Anerkennung als Bestleistung bzw. Rekord nicht mehr den Regularien der IAAF entsprechen. Im Gegensatz dazu haben IAAF und ARRS einstweilen erzielte Bestzeiten, die auf regulären Strecken gelaufen wurden, aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen nicht in ihre Listen aufgenommen.

Nachfolgend sind die von IAAF und ARRS veröffentlichten Weltbestzeiten und Weltrekorde in einer einheitlichen Liste mit unterschiedlicher Kennzeichnung dargestellt.

nur von der IAAF geführte Bestleistungen und Rekorde
nur von der ARRS geführte Bestleistungen und Rekorde
gemeinsam von IAAF und ARRS geführte Bestleistungen und Rekorde

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inoffizielle Weltbestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:55:18,4 Vereinigte Staaten 46 John Hayes 24.07.1908 London Erster Lauf über 42,195 km bei den IV. Olympischen Spielen 1908. Erster im Ziel, Dorando Pietri in 2:54:46, wegen Inanspruchnahme fremder Hilfeleistung disqualifiziert.
2:52:45,4 Vereinigte Staaten 46 Robert Fowler 01.01.1909 Yonkers Yonkers-Marathon, nach sieben Läufern im Ziel wegen undisziplinierter Zuschauer abgebrochen. Streckenlänge unklar.
2:46:52,8 Vereinigte Staaten 46 James Clark 12.02.1909 New York Brooklyn-Sea Gate Marathon, Wendepunktstrecke nach Coney Island und zurück
2:46:04,6 Vereinigte Staaten 46 Albert Raines 08.05.1909 New York Bronx-Marathon
2:42:31,0 Vereinigtes Konigreich 1801 Henry Barrett 26.05.1909 London Polytechnic-Marathon, auf der Strecke der Olympischen Spiele von 1908
2:40:34,2 Schweden Thure Johansson 31.08.1909 Stockholm Idrottsparken Velodrome Marathon, 368 m lange Runden in einem Radstadion.
2:38:16,2 Vereinigtes Konigreich 1801 Harry Green 12.05.1913 London Zwischenzeit bei einem Lauf im Stamford Bridge Stadion über 50 Meilen (80 km).
2:36:06,6 Schweden Alexis Ahlgren 31.05.1913 London Polytechnic-Marathon, auf der Strecke der Olympischen Sommerspiele von 1908
2:32:35,8 Finnland Hannes Kolehmainen 22.08.1920 Antwerpen Lauf bei den VII. Olympischen Spielen 1920, Streckenlänge offiziell 42,75 km, nach Schätzung tatsächlich 40 km.
2:29:01,8 Vereinigte Staaten 48 Albert Michelsen 12.10.1925 Port Chester Port Chester-Marathon
2:27:49,0 Japan 1870 Fusashige Suzuki 31.03.1935 Tokio Wendepunktstrecke im Stadtbezirk Shinjuku mit Start/Ziel im Jingū Stadion. Der Kurs wurde eigens für Rekordläufe handvermessen.
2:26:44,0 Japan 1870 Yasuo Ikenaka 03.04.1935 Tokio Die Bestleistung wurde nur drei Tage nach dem Lauf von Suzuki auf derselben Strecke erzielt.
2:26:42,0 Japan 1870 Son Kitei[39] 03.11.1935 Tokio Die Bestleistung wurde auf derselben Strecke erzielt, auf der Suzuki und Ikenaka ihre Zeiten zuvor erzielt hatten.
2:29:20 Japan 1870 Son Kitei[39] 09.08.1936 Berlin Lauf bei den XI. Olympischen Spielen 1936
2:25:39 Korea Sud 1945 Suh Yun-bok 19.04.1947 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b. Nach ARRS Streckenlänge 41,1 km.
2:25:15 Korea Sud 1949 Choi Yun-chil 28.10.1951 Pusan Nach ARRS Streckenlänge 41,834 km. Löschung von der Liste der ARRS angekündigt.
2:20:42,2 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 14.06.1952 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b. Streckenlänge 42,337 km.
2:18:40,4 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 13.06.1953 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b
2:18:34,8 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 04.10.1953 Turku Turku-Marathon, doppelte Wendepunktstrecke und zusätzlich 14 Stadionrunden
2:17:39,4 Vereinigtes Konigreich Jim Peters 26.06.1954 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b
2:18:04,8 Finnland Paavo Kotila 12.08.1956 Pieksämäki Lauf bei den 16. nationalen Finnischen Marathonmeisterschaften
2:15:17,0 Sowjetunion 1955 Sergei Popow 24.08.1958 Stockholm Lauf bei den VI. Leichtathletik-Europameisterschaften
2:15:16,2 Athiopien 1941 Abebe Bikila 10.09.1960 Rom Lauf bei den XVII. Olympischen Spielen 1960
2:15:15,8 Japan 1870 Tōru Terasawa 17.02.1963 Beppu Beppu-Ōita-Marathon
2:14:28 Vereinigte Staaten Buddy Edelen 15.06.1963 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b
2:13:55 Vereinigtes Konigreich Basil Heatley 13.06.1964 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b
2:14:43 Vereinigtes Konigreich Brian Kilby 06.07.1964 Port Talbot Lauf bei den offenen Walisischen Marathonmeisterschaften
2:12:11,2 Athiopien 1941 Abebe Bikila 21.10.1964 Tokio Lauf bei den XVIII. Olympischen Spielen 1964
2:12:00 Japan 1870 Morio Shigematsu 12.06.1965 London Polytechnic-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke von Windsor nach Chiswick entspricht nicht IAAF-Regel 260.28.b
2:09:36,4 Australien Derek Clayton 03.12.1967 Fukuoka Fukuoka-Marathon
2:08:33,6 Australien Derek Clayton 30.05.1969 Antwerpen Antwerpen-Marathon, Zwei-Runden-Strecke. Nach ARRS Streckenlänge 41,7 km.
2:09:28,8 Vereinigtes Konigreich Ron Hill 23.07.1970 Edinburgh Lauf bei den British Commonwealth Games 1970
2:09:12 Vereinigtes Konigreich Ian Thompson 31.01.1974 Christchurch Lauf bei den British Commonwealth Games 1974
2:09:05,6 Japan 1870 Shigeru Sō 05.02.1978 Beppu Beppu-Ōita-Marathon
2:09:01 Niederlande Gerard Nijboer 26.04.1980 Amsterdam Amsterdam-Marathon
2:08:18 Australien Robert de Castella 06.12.1981 Fukuoka Fukuoka-Marathon
2:08:05 Vereinigtes Konigreich Steve Jones 21.10.1984 Chicago Chicago-Marathon
2:07:12 Portugal Carlos Lopes 20.04.1985 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:06:50 Athiopien Demokratische Volksrepublik Belayneh Dinsamo 17.04.1988 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:06:05 Brasilien Ronaldo da Costa 20.09.1998 Berlin Berlin-Marathon
2:05:42 Marokko Khalid Khannouchi 24.10.1999 Chicago Chicago-Marathon
2:03:02 Kenia Geoffrey Kiprono Mutai 18.04.2011 Boston Die Laufstrecke des Boston-Marathons hat ein Gefälle von 136,29 Metern und ist deshalb für Rekordanerkennungen durch die IAAF nicht geeignet.
2:00:25 Kenia Eliud Kipchoge 06.05.2017 Monza Auf der Rennstrecke in Monza für „Breaking2“. Weltrekord wird nicht vom Leichtathletik-Weltverband IAAF offiziell anerkannt, da die Tempomacher regelmäßig gewechselt worden sind.
1:59:40 Kenia Eliud Kipchoge 12.10.2019 Wien „INEOS 1:59 Challenge“ in Wien. Weltrekord wird nicht vom Leichtathletik-Weltverband IAAF offiziell anerkannt, da die Tempomacher regelmäßig gewechselt worden sind.
Offizielle Weltbestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:05:38 Vereinigte Staaten Khalid Khannouchi 14.04.2002 London London-Marathon, erste offiziell anerkannte Weltbestzeit
Offizielle Weltrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:04:55 Kenia Paul Tergat 28.09.2003 Berlin Berlin-Marathon, erster offiziell anerkannter Weltrekord
2:04:26 Athiopien 1996 Haile Gebrselassie 30.09.2007 Berlin Berlin-Marathon
2:03:59 Athiopien 1996 Haile Gebrselassie 28.09.2008 Berlin Berlin-Marathon
2:03:38 Kenia Patrick Makau 25.09.2011 Berlin Berlin-Marathon
2:03:23 Kenia Wilson Kipsang 29.09.2013 Berlin Berlin-Marathon
2:02:57 Kenia Dennis Kimetto 28.09.2014 Berlin Berlin-Marathon
2:01:39 Kenia Eliud Kipchoge 16.09.2018 Berlin Berlin-Marathon
2:01:09 Kenia Eliud Kipchoge 25.09.2022 Berlin Berlin-Marathon

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inoffizielle Weltbestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
3:40:22 Vereinigtes Konigreich 1801 Violet Piercy 03.10.1926 London Allgemein wird dieser Lauf als erste offizielle Zeitnahme einer Frau im Marathonlauf angesehen, doch wegen Widersprüchen bei den historischen Fakten bestehen Zweifel an der Glaubwürdigkeit.
3:37:07 Vereinigte Staaten Merry Lepper 16.12.1963 Culver City Western Hemisphere Marathon, Lepper beteiligte sich wegen des Startverbots für Frauen heimlich, blieb aber unerkannt. Nach ARRS Strecke zu kurz.
3:27:45 Vereinigtes Konigreich Dale Greig 23.05.1964 Ryde Isle-of-Wight-Marathon, erste allgemein unumstrittene Weltbestzeit einer Frau. Trotz Startverbot für Frauen erlaubte man Greig die Teilnahme, sie musste jedoch 5 Minuten vor dem Feld starten und wurde ständig von Sanitätern begleitet.
3:19:33 Neuseeland Mildred Sampson 21.07.1964 Auckland Es bestehen Widersprüche bei den historischen Fakten hinsichtlich Datum (auch 16.08.1964) und Veranstaltung.
3:15:22,8 Kanada Maureen Wilton 06.05.1967 Toronto Canadian Eastern Championships (ostkanadische Meisterschaften), offiziell genehmigte Teilnahme der erst 13-jährigen Wilton, die hier ihren ersten Marathonlauf absolvierte.
3:07:26,2 Deutschland BR Anni Pede-Erdkamp 16.09.1967 Waldniel Der von Ernst van Aaken organisierte Marathonlauf sollte trotz allgemeinem Startverbot für Frauen den Beweis erbringen, dass der Langstreckenlauf auch für Frauen geeignet ist. Pede-Erdkamp musste 30 Meter hinter dem Feld starten und belegte im Gesamtergebnis den dritten Platz.
3:02:53 Vereinigte Staaten Caroline Walker 28.02.1970 Seaside Trail’s End Marathon. Für die erst 16-jährige Walker war es der erste und einzige Marathonlauf, von ihrer Weltbestzeit erfuhr sie erst Tage später.
3:01:42 Vereinigte Staaten Beth Bonner 09.05.1971 Philadelphia AAU Eastern Regional Championships (regionale Meisterschaften der Amerikanischen Amateursport-Vereinigung), die Meisterschaften waren für Frauen nicht ausgeschrieben, dennoch durfte die erst 18-jährige Bonner inoffiziell teilnehmen.
2:55:22 Vereinigte Staaten Beth Bonner 19.09.1971 New York City New-York-City-Marathon. 20 Tage zuvor lief die Australierin Adrienne Beames mit 2:46:30 in ihrer Heimat eine Zeit unter 3 Stunden, die jedoch wegen erheblicher Zweifel von keinem Verband anerkannt wurde.
2:49:40 Vereinigte Staaten Cheryl Bridges 05.12.1971 Culver City Western Hemisphere Marathon, im zweiten Jahr offiziell für Frauen zugänglich.
2:46:37 Vereinigte Staaten Miki Gorman 02.12.1973 Culver City Western Hemisphere Marathon, Gorman lief als 38-Jährige ihren ersten offiziellen Marathon.
2:46:24 Frankreich Chantal Langlacé 27.10.1974 Neuf-Brisach Neuf-Brisach-Marathon
2:43:54,5 Vereinigte Staaten Jacqueline Hansen 01.12.1974 Culver City Western Hemisphere Marathon
2:42:42 Deutschland BR Liane Winter 21.04.1975 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b.
2:40:15,8 Deutschland BR Christa Vahlensieck 03.05.1975 Dülmen Dülmen-Marathon, Vahlensieck hatte 35 Minuten Vorsprung auf die nächste Läuferin.
2:38:19 Vereinigte Staaten Jacqueline Hansen 12.10.1975 Eugene Oregon-Track-Club-Marathon
2:35:15,4 Frankreich Chantal Langlacé 01.05.1977 Oiartzun offene Spanische Marathonmeisterschaften
2:34:47,5 Deutschland BR Christa Vahlensieck 10.09.1977 Berlin Deutsche Marathonmeisterschaften, parallel zum Berlin-Marathon ausgetragen.
2:32:30 Norwegen Grete Waitz 22.10.1978 New York City New-York-City-Marathon 1978, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:27:33 Norwegen Grete Waitz 21.10.1979 New York City New-York-City-Marathon 1979, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:31:23 Vereinigte Staaten Joan Benoit 03.02.1980 Auckland Choysa International Marathon, die Zeit wird bis in die Gegenwart als Veranstaltungsrekord für den Auckland-Marathon geführt.
2:30:58 Vereinigte Staaten Patti Catalano 06.09.1980 Montreal Lauf der Elite einen Tag vor dem offiziellen Montreal-Marathon.
2:25:42 Norwegen Grete Waitz 26.10.1980 New York City New-York-City-Marathon, nach ARRS Streckenlänge 42,044 km.
2:30:27 Vereinigtes Konigreich Joyce Smith 16.11.1980 Tokio Tokyo International Women’s Marathon
2:29:57 Vereinigtes Konigreich Joyce Smith 29.03.1981 London London-Marathon 1981
2:29:02 Deutschland BR Charlotte Teske 16.01.1982 Miami Miami-Orange-Bowl-Marathon
2:26:12 Vereinigte Staaten Joan Benoit 12.09.1982 Eugene Oregon-Track-Club-Marathon
2:25:28 Norwegen Grete Waitz 17.04.1983 London London-Marathon 1983
2:22:43 Vereinigte Staaten Joan Benoit 18.04.1983 Boston Boston-Marathon, Punkt-zu-Punkt-Strecke entspricht nicht IAAF Regel 260.28.b.
2:24:26 Norwegen Ingrid Kristiansen 13.05.1984 London London-Marathon 1984
2:21:06 Norwegen Ingrid Kristiansen 21.04.1985 London London-Marathon 1985
2:20:47 Kenia Tegla Loroupe 19.04.1998 Rotterdam Rotterdam-Marathon
2:20:43 Kenia Tegla Loroupe 26.09.1999 Berlin Berlin-Marathon 1999
2:19:46 Japan Naoko Takahashi 30.09.2001 Berlin Berlin-Marathon 2001
2:18:47 Kenia Catherine Ndereba 07.10.2001 Chicago Chicago-Marathon 2001
Offizielle Weltrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zeit (h) Name Datum Ort Bemerkungen
2:17:18 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe 13.10.2002 Chicago Chicago-Marathon 2002, erster offiziell anerkannter Weltrekord
2:15:25 Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe 13.04.2003 London London-Marathon
2:14:04 Kenia Brigid Kosgei 13.10.2019 Chicago Chicago-Marathon 2019

Weltbestenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Läufer mit Bestzeiten von 2:04:43 h und schneller. Letzte Veränderung: 10. Oktober 2022

  1. 2:01:09 h Kenia Eliud Kipchoge, Berlin, 25. September 2022
  2. 2:01:41 h Athiopien Kenenisa Bekele, Berlin, 29. September 2019
  3. 2:02:48 h Athiopien Birhanu Legese, Berlin, 29. September 2019
  4. 2:02:55 h Athiopien Mosinet Geremew, London, 28. April 2019
  5. 2:02:57 h Kenia Dennis Kipruto Kimetto, Berlin, 28. September 2014
  6. 2:02:57 h Kenia Titus Ekiru, Mailand, 16. Mai 2021
  7. 2:03:00 h Kenia Evans Chebet, Valencia, 6. Dezember 2020
  8. 2:03:04 h Kenia Lawrence Cherono, Valencia, 6. Dezember 2020
  9. 2:03:13 h Kenia Emmanuel Kipchirchir Mutai, Berlin, 28. September 2014
  10. 2:03:13 h Kenia Amos Kipruto, Tokio, 6. März 2022
  11. 2:03:13 h Kenia Wilson Kipsang, Berlin, 25. September 2016
  12. 2:03:16 h Athiopien Mule Wasihun, London, 28. April 2019
  13. 2:03:34 h Athiopien Getaneh Molla, Dubai, 25. Januar 2019
  14. 2:03:36 h Athiopien Sisay Lemma, Berlin, 29. September 2019
  15. 2:03:36 h Belgien Bashir Abdi, Rotterdam, 24. Oktober 2021
  16. 2:03:38 h Kenia Patrick Makau Musyoki, Berlin, 25. September 2011
  17. 2:03:39 h Athiopien Tamirat Tola, Amsterdam, 17. Oktober 2021
  18. 2:03:40 h Athiopien Herpasa Negasa, Dubai, 25. Januar 2019
  19. 2:03:46 h Athiopien Guye Adola Idemo, Berlin, 24. September 2017
  20. 2:03:51 h Kenia Stanley Kipleting Biwott, London, 24. April 2016
  21. 2:03:51 h Athiopien Kinde Atanaw, Valencia, 1. Dezember 2019
  22. 2:03:55 h Kenia Reuben Kiprop Kipyego, Mailand, 16. Mai 2021
  23. 2:03:59 h Athiopien Haile Gebrselassie, Berlin, 28. September 2008
  24. 2:04:02 h Athiopien Leul Gebresilase, Dubai, 26. Januar 2018
  25. 2:04:04 h Kenia Marius Kipserem, Rotterdam, 24. Oktober 2021
  26. 2:04:06 h Athiopien Asefa Mengstu, Dubai, 26. Januar 2018
  27. 2:04:09 h Kenia Bernard Kiprop Koech, Amsterdam, 17. Oktober 2021
  28. 2:04:15 h Kenia Geoffrey Kiprono Mutai, Berlin, 30. September 2012
  29. 2:04:16 h Turkei Kaan Kigen Özbilen, Valencia, 1. Dezember 2019
  30. 2:04:17 h Kenia Barnabas Kiptum, Mailand, 16. Mai 2021
  31. 2:04:21 h Kenia Elisha Rotich, Paris, 17. Oktober 2021
  32. 2:04:23 h Athiopien Ayele Abshero, Dubai, 27. Januar 2012
  33. 2:04:24 h Athiopien Tesfaye Abera, Dubai, 22. Januar 2016
  34. 2:04:24 h Kenia Benson Kipruto, Chicago, 9. Oktober 2022
  35. 2:04:27 h Kenia Duncan Kibet Kirong, Rotterdam, 5. April 2009
  36. 2:04:27 h Kenia James Kipsang Kwambai, Rotterdam, 5. April 2009
  37. 2:04:27 h Athiopien Dawit Wolde, Rotterdam, 24. Oktober 2021
  38. 2:04:28 h Kenia Sammy Kirop Kitwara, Chicago, 12. Oktober 2014
  39. 2:04:28 h Kenia Vincent Kipchumba, London, 3. Oktober 2021
  40. 2:04:29 h Athiopien Seifu Tura, Mailand, 16. Mai 2021
  41. 2:04:32 h Athiopien Tsegaye Mekonnen, Dubai, 24. Januar 2014
  42. 2:04:32 h Kenia Dickson Kiptolo Chumba, Chicago, 12. Oktober 2014
  43. 2:04:32 h Kenia Jonathan Korir, Amsterdam, 17. Oktober 2021
  44. 2:04:33 h Athiopien Lemi Berhanu, Dubai, 22. Januar 2016
  45. 2:04:35 h Eritrea Hiskel Tewelde, Amsterdam, 17. Oktober 2021
  46. 2:04:38 h Athiopien Tsegay Kebede, Chicago, 7. Oktober 2012
  47. 2:04:40 h Athiopien Solomon Deksisa, Amsterdam, 21. Oktober 2018
  48. 2:04:41 h Athiopien Hailemaryam Kiros, Paris, 17. Oktober 2021
  49. 2:04:43 h Bahrain El Hassan el-Abbassi, Valencia, 2. Dezember 2018
  50. 2:04:43 h Athiopien Asrar Abderehman, Sevilla, 20. Februar 2022
Schnellste Zeiten auf nicht rekordkonformer Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Rekordanerkennungsregeln der IAAF darf ein Marathon ein maximales Gefälle von 42 Metern aufweisen. Des Weiteren dürfen Start und Ziel nicht weiter als 21,1 km auseinanderliegen. Die Laufstrecke des Boston-Marathons hat ein Gefälle von 136,29 Metern und ist deshalb für Rekordanerkennungen durch die IAAF nicht geeignet.

  1. 2:03:02 h Kenia Geoffrey Kiprono Mutai, Boston, 18. April 2011
  2. 2:03:06 h Kenia Moses Cheruiyot Mosop, Boston, 18. April 2011
Projekt „Breaking2“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Mai 2017 versuchten Eliud Kipchoge (Kenia), Zersenay Tadese (Eritrea) und Lelisa Desisa (Äthiopien) auf dem Autodromo Nazionale Monza in Italien erstmals die 2-Stunden-Marke im Marathon zu unterbieten. Das von Nike gesponserte Projekt[41] war nicht erfolgreich. Kipchoge erreichte das Ziel in 2:00:25 h. Die IAAF erkannte die erzielte Zeit nicht als offiziellen Weltrekord an, da wesentliche Punkte der Regularien nicht eingehalten wurden: So wurden 18 Schrittmacher in 6 Gruppen wiederholt ausgetauscht. Gemäß Regularien müssen die Schrittmacher von Beginn an mitlaufen, und überrundete Schrittmacher müssen alleine laufen. Ebenso ist die Verpflegung von Fahrzeugen aus nicht erlaubt, damit eine Bestzeit als Weltrekord anerkannt wird.[42]

INEOS 1:59 Challenge in Wien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem von INEOS gesponserten zweiten Versuch mit Eliud Kipchoge gelang es am 12. Oktober 2019 in Wien, die Marathondistanz in 1:59:41 zu laufen.[43] Aufgrund verschiedener, teils schon oben erwähnter Gründe (wechselnde Schrittmacher, nicht-öffentliche Veranstaltung) wird die Zeit wiederum nicht als Marathon-Weltrekord anerkannt.[44] Gestartet wurde auf der Reichsbrücke, wodurch ein Gefälle von 24 Metern entstand. In der geraden Praterhauptallee wurden 4,4 Runden mit insgesamt nur 12 m Steigung gelaufen; eine reine Bergab-Strecke mit durchschnittlich 1 m Gefälle pro Kilometer wäre für einen offiziellen Rekord erlaubt gewesen. Sportwissenschafter kalkulierten per Computersimulation 0,11 % Energiemehraufwand oder ca. 4,5 Sekunden extra Laufzeitaufwand – Aufwand für Kurvenlaufen beim Richtungswechsel gegen Gewinn durch Bergablaufen bilanzierend – gegenüber einer völlig geradlinigen und ebenen Strecke. Angestrebt wurde eine Temperatur von 7–14 °C bei weniger als 80 % Luftfeuchte.

Der Veranstalter asphaltierte die Laufstrecke teils neu, die Wendekurven an den Enden der Geraden wurden wie auf einer Radrennbahn nach innen geneigt, und wiederum sorgte ein Team aus Schrittmachern für ein ideales Tempo. Ebenso fuhr ein Auto voraus, welches die Zeit anzeigte und als Hilfe Linien auf den Boden projizierte. 35 Schrittmacher – Gruppen von jeweils sieben, die fünfmal ausgewechselt wurden – begleiteten Eliud Kipchoge.[45][46]

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Läuferinnen mit Bestzeiten von 2:19:44 h und schneller.[47] Letzte Veränderung: 16. Oktober 2022

  1. 2:14:04 h Kenia Brigid Kosgei, Chicago, 13. Oktober 2019
  2. 2:14:18 h Kenia Ruth Chepngetich, Chicago, 9. Oktober 2022
  3. 2:15:25 h Vereinigtes Konigreich Paula Radcliffe, London, 13. April 2003
  4. 2:15:37 h Athiopien Tigist Assefa, Berlin, 25. September 2022
  5. 2:17:01 h Kenia Mary Keitany, London, 23. April 2017
  6. 2:17:16 h Kenia Peres Jepchirchir, Valencia, 6. Dezember 2020
  7. 2:17:20 h Athiopien Almaz Ayana, Amsterdam, 16. Oktober 2022
  8. 2:17:23 h Athiopien Yalemzerf Yehualaw, Hamburg, 24. April 2022
  9. 2:17:41 h Athiopien Worknesh Degefa, Dubai, 25. Januar 2019
  10. 2:17:43 h Kenia Joyciline Jepkosgei, London, 3. Oktober 2021
  11. 2:17:45 h Israel Lonah Chemtai Salpeter, Tokio, 1. März 2020
  12. 2:17:56 h Athiopien Tirunesh Dibaba, London, 23. April 2017
  13. 2:17:57 h Kenia Angela Tanui, Amsterdam, 17. Oktober 2021
  14. 2:17:58 h Athiopien Ashete Bekere, Tokio, 6. März 2022
  15. 2:17:58 h Athiopien Degitu Azimeraw, London, 3. Oktober 2021
  16. 2:18:00 h Kenia Rosemary Wanjiru, Berlin, 25. September 2022
  17. 2:18:03 h Athiopien Tigist Abayechew, Berlin, 25. September 2022
  18. 2:18:04 h Rumänien Joan Chelimo Melly, Seoul, 17. April 2022
  19. 2:18:05 h Athiopien Genzebe Dibaba, Amsterdam, 16. Oktober 2022
  20. 2:18:11 h Kenia Gladys Cherono, Berlin, 16. September 2018
  21. 2:18:12 h Athiopien Sutume Asefa Kebede, Seoul, 17. April 2022
  22. 2:18:18 h Athiopien Gotytom Gebreslase, Tokio, 6. März 2022
  23. 2:18:29 h Vereinigte Staaten Emily Sisson, Chicago, 9. Oktober 2022
  24. 2:18:30 h Athiopien Roza Dereje, Valencia, 1. Dezember 2019
  25. 2:18:31 h Kenia Vivian Cheruiyot, London, 22. April 2018
  26. 2:18:32 h Athiopien Alemu Megertu, London, 2. Oktober 2022
  27. 2:18:33 h Athiopien Azmera Abreha, Valencia, 1. Dezember 2019
  28. 2:18:34 h Athiopien Ruti Aga, Berlin, 16. September 2018
  29. 2:18:35 h Athiopien Birhane Dibaba, Tokio, 1. März 2020
  30. 2:18:43 h Kenia Judith Jeptum Korir, London, 2. Oktober 2022
  31. 2:18:47 h Kenia Catherine Ndereba, Chicago, 7. Oktober 2001
  32. 2:18:51 h Athiopien Workenesh Edesa, Berlin, 25. September 2022
  33. 2:18:58 h Athiopien Tiki Gelana, Rotterdam, 15. April 2012
  34. 2:18:59 h Athiopien Tsehay Gemechu, Amsterdam, 16. Oktober 2022
  35. 2:19:10 h Kenia Valary Jemeli, Frankfurt am Main, 27. Oktober 2019
  36. 2:19:10 h Athiopien Hiwot Gebrekidan, Tokio, 6. März 2022
  37. 2:19:12 h Japan Mizuki Noguchi, Berlin, 25. September 2005
  38. 2:19:12 h Vereinigte Staaten Keira D'Amato, Houston, 16. Januar 2022
  39. 2:19:19 h Deutschland Irina Mikitenko, Berlin, 28. September 2008 (Deutscher Rekord)
  40. 2:19:28 h Athiopien Zeineba Yimer, Valencia, 1. Dezember 2019
  41. 2:19:30 h Athiopien Feyse Tadese, Dubai, 26. Januar 2018
  42. 2:19:30 h Kenia Nancy Jelagat, Valencia, 5. Dezember 2021
  43. 2:19:31 h Athiopien Aselefech Mergia, Dubai, 27. Januar 2012
  44. 2:19:34 h Kenia Lucy Wangui, Dubai, 27. Januar 2012
  45. 2:19:36 h Vereinigte Staaten Deena Kastor, London, 23. April 2006
  46. 2:19:36 h Athiopien Yebrgual Melese, Dubai, 26. Januar 2018
  47. 2:19:39 h China Volksrepublik Sun Yingjie, Peking, 19. Oktober 2003
  48. 2:19:41 h Japan Yōko Shibui, Berlin, 26. September 2004
  49. 2:19:41 h Athiopien Tirfi Tsegaye, Dubai, 22. Januar 2016
  50. 2:19:44 h Kenia Florence Jebet Kiplagat, Berlin, 25. September 2011
Schnellste Zeiten auf nicht rekordkonformer Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Rekordanerkennungsregeln der IAAF darf ein Marathon ein maximales Gefälle von 42 Metern aufweisen. Des Weiteren dürfen Start und Ziel nicht weiter als 21,1 km auseinanderliegen. Die Laufstrecke des Boston-Marathons hat ein Gefälle von 136,29 Metern und ist deshalb für Rekordanerkennungen durch die IAAF nicht geeignet.

  1. 2:18:57 h Kenia Rita Jeptoo, Boston, 21. April 2014
  2. 2:19:59 h Athiopien Bizunesh Deba, Boston, 21. April 2014

Marathon als Teil in kombinierenden Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Langdistanz-Triathlon schließt sich an 3,86 Kilometer Schwimmen und 180 Kilometer Radfahren ein Marathon an. Auch ein Duathlon kann Läufe über die Marathondistanz einschließen. Einige wenige Ultramarathon-Läufe haben als Laufdistanz ein ganzzahliges Vielfaches der Marathondistanz.

Superlative und wichtige Eckdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In mehreren Ländern haben sich „100 Marathon Clubs“ gegründet, die als Vollmitglieder nur solche Läufer aufnehmen, die mindestens 100 Marathonläufe absolviert haben, so der 100 MC U.K. & Ireland, Japan, Deutschland, Finnland, Norwegen, Tschechien, Australien, Niederlande, Nordamerika, Slowakei, (Süd-)Korea, Bosnien und Österreich (in chronologischer Reihenfolge ihrer Gründung). Irland hat zwischenzeitlich einen eigenen 100MC gegründet, wird also nicht mehr vom britischen 100MC mitvertreten. Weltweit jüngstes Mitglied ist Markus Korölus (Freiburg/Elbe), der dieses Beitrittskriterium bereits im Alter von 20 Jahren erreichte.[48]
  • Ende 2019 waren 35 Personen bekannt, die in ihrem Leben mehr als 1000 Marathonläufe gelaufen sind. Angeführt wird die Statistik von Christian Hottas (Hamburg) mit 2949 Marathons und Ultramarathons bei den Männern und von Sigrid Eichner (Berlin) mit 2250 Marathons und Ultramarathons bei den Frauen (Stand: 31. Dezember 2020).[48] Christian Hottas hatte am 3. August 2011 den Hamburger Horst Preisler als Weltranglistenersten abgelöst und lief am 5. Mai 2013 beim TUI Marathon Hannover als erster Mensch seinen 2000. Marathon, wobei ihn mehr als 80 Lauffreunde aus elf Nationen als „Eskorte 2000“ begleiteten, darunter acht Vorstandsmitglieder der 100 Marathon Clubs U.K., Nordamerika, Dänemark, Deutschland, Österreich (vertreten durch Anton Reiter) und Italien.[49] Am 4. Dezember 2016 lief er ebenfalls in Hannover in einem eigens zu diesem Jubiläum organisierten Marathon seinen 2500. Marathon. Am 6. Juni 2021 finishte er in Amelinghausen (Niedersachsen) (wiederum als erster Mensch überhaupt) seinen 3000. Marathon.[50] Horst Preisler, der die Weltrangliste seit 1995 angeführt hatte, wird mit 1806 Marathons und Ultras nur noch auf Rang 6 in der Welt geführt.
  • In Österreich liegt gegenwärtig (Stand: 31. Jänner 2020) Gerhard Wally mit 673 Marathons an der Spitze, gefolgt von Anton Reiter (412) und Ernst Fink (258). Reiter ist zudem österreichischer Marathonjahressammler-Rekordhalter mit 54 Marathons und einem Ultramarathon aus dem Jahre 2013.[51]
  • Zum „2500. Geburtstag“ des Marathonlaufs fand am 31. Oktober 2010 auf der klassischen Strecke Marathon–Athen ein Jubiläumslauf statt.[52]
  • Am 4. November 2016 fand in Bamiyan bis auf 3000 Meter Meereshöhe am Umkehrpunkt ein Marathonlauf mit internationaler Beteiligung statt, an dem erstmals für Afghanistan weibliche Sportler – rund 100 von 250 Teilnehmern – vertreten waren.[53]
  • Der seinerzeit höchstgelegene Bergmarathon Europas fand am 25. Juli 2015 als neue Variante S42 – Rundkurs Davos-Dischma-Sertig-Davos beim 30. Swissalpine Marathon Davos statt.[54]
  • Höhenmeter: Siehe Bergmarathon

Kulturelle Perspektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Spielfilme zeigen Hauptfiguren, die Marathonläufer sind, darunter:

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marathonlauf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Marathonlauf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. De eerste vrouw in een marathon werd bespuugd, uitgescholden en bekogeld. In: sportgeschiedenis.nl. 10. April 2021, abgerufen am 29. April 2021 (niederländisch).
  2. Frank Gottert: Marathonstadt Leipzig. Die Marathonläufe in Leipzig 1897-2018. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2019, ISBN 978-3-96023-232-2, S. 16–19.
  3. Frank Gottert: Marathonstadt Leipzig. Die Marathonläufe in Leipzig 1897-2018. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2019, ISBN 978-3-96023-232-2, S. 20–23.
  4. About the Abbott World Marathon Majors. (PDF; 78 KB) In: nyrr.org. 2017, abgerufen am 7. Juli 2018 (englisch).
  5. Rob Hodgetts: Eliud Kipchoge's record-breaking Nike shoes to be banned. In: CNN. 31. Januar 2020, abgerufen am 1. Februar 2020.
  6. Gina Kolata: Measuring Marathons, Right Down to Last Inch. In: New York Times. 15. August 2008, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  7. Analyse der Marathonszene in Deutschland 2005 (Memento vom 24. August 2010 im Internet Archive) auf laufreport.de.
  8. World’s Largest Marathons. In: aims-worldrunning.org. AIMS, abgerufen am 28. Juli 2017 (englisch).
  9. Ergebnisliste des New York City Marathon 2019. In: results.nyrr.org. Abgerufen am 18. Dezember 2019 (amerikanisches Englisch).
  10. New York Road Runners Official Race Results. Abgerufen am 7. November 2022.
  11. Schneider Electric Marathon de Paris 2022. Abgerufen am 7. November 2022.
  12. Chicago Marathon Race Results 2019. Unofficial Race Results. 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  13. Bank of America Chicago Marathon: Results. Abgerufen am 7. November 2022.
  14. Zahlen und Rekorde. 6. Oktober 2022, abgerufen am 7. November 2022.
  15. London Marathon Race Results 2019. Unofficial Race Results. 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  16. TCS London Marathon 2022: Results. Abgerufen am 7. November 2022.
  17. Participation | Boston Athletic Association. Abgerufen am 7. November 2022 (englisch).
  18. HDsports.at: Tokio Marathon / Tokyo-Marathon 2022 | 2023 :: Termin, Anmeldung, ERGEBNISSE, Fotos ::. 24. November 2016, abgerufen am 7. November 2022 (deutsch).
  19. Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.
  20. What's The Best Way To Train For A Marathon? (Memento vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)
  21. It's Taper Time (Memento vom 22. Oktober 2012 im Internet Archive)
  22. Water danger for marathon runners. In: BBC News. 21. April 2006, abgerufen am 11. Dezember 2017 (englisch).
  23. Jokl u. a.: Master’s performance in the New York City Marathon 1983–1999. In: British Journal of Sports Medicine. 38, 2004, PMID 15273172, S. 408–412 (Volltext verfügbar).
  24. Steinacker u. a.: Orthopädische Probleme bei älteren Marathonläufern. In: Sportverletzung Sportschaden. 15, 2001, PMID 11338658, S. 12–15.
  25. Maron u. a.: Risk for sudden cardiac death associated with marathon running. In: American College of Cardiology. 28, 1996, PMID 8800121, S. 428–431.
  26. Redelmeier, Greenwald: Competing risks of mortality with marathons: retrospective analysis. In: BMJ. 2007;335, S. 1275–1277, doi:10.1136/bmj.39384.551539.25.
  27. Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  28. Almond u. a.: Hyponatremia among runners in the Boston Marathon. In: The New England Journal of Medicine. 352, 2005, PMID 15829535, S. 1550–1556.
  29. Ambros-Rudolph u. a.: Malignant melanoma in marathon runners. In: Archives of Dermatology. 142, 2006, PMID 17116838, S. 1471–1474.
  30. Mailler, Adams: The wear and tear of 26.2: dermatological injuries reported on marathon day. In: British journal of Sports Medicine. 38, 2004, PMID 15273194, S. 498–501 (Volltext verfügbar).
  31. Fortescue u. a.: Cardiac troponin increases among runners in the Boston Marathon. In: Annals of Emergency Medicine. 49, 2007, PMID 17145114, S. 137–143.
  32. Otto u. a.: Boxing and running lead to a rise in serum levels of S-100B protein. In: International Journal of Sports Medicine. 21, 2000, PMID 11156273, S. 551–555.
  33. Siegel u. a.: Elevated skeletal muscle creatine kinase MB isoenzyme levels in marathon runners. In: JAMA. 250(20), 1983, PMID 6644963, S. 5–2837.
  34. Hasselblatt u. a.: Serum S100beta increases in marathon runners reflect extracranial release rather than glial damage. In: Neurology. 62, 2004, PMID 15136701, S. 1634–1636.
  35. Siegel u. a.: Normal post-race antimyosin myocardial scintigraphy in asymptomatic marathon runners with elevated serum creatine kinase MB isoenzyme and troponin T levels. Evidence against silent myocardial cell necrosis. In: Cardiology. 86, 1995, PMID 7585754, S. 451–456.
  36. Neilan u. a.: Myocardial injury and ventricular dysfunction related to training levels among nonelite participants in the Boston marathon. In: Circulation. 114, 2006, PMID 17101848, S. 2325–2333.
  37. Thompson u. a.: Marathoner’s Heart? In: Circulation. 114, 2006, PMID 17130353, S. 2306–2308.
  38. siehe beim Boston Marathon#Siegerliste (Rollstuhlfahrer) und Berlin-Marathon#Rollstuhl-Marathon
  39. a b c Der aus den japanisch besetzten Korea stammende Sportler Sohn Kee-chung musste unter seinem japanischen Namen Son Kitei starten.
  40. Der aus den japanisch besetzten Korea stammende Sportler Nan Sung Yong musste unter seinem japanischen Namen Nan Shōryū starten.
  41. Nike Introduces Breaking2 news.nike.com, 12. Dezember 2016, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  42. Kipchoge verpasst „Schallmauer“ knapp : 42,195 km in 2:00:25 Stunden orf.at, 6. Mai 2017, abgerufen am 6. Mai 2017.
  43. INEOS 1:59 Challenge: Why was Vienna chosen for the INEOS 1:59 Challenge? youtube.com, 7. Oktober 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019. - Video (2:24)
  44. https://www.reuters.com/article/us-athletics-kipchoge/kipchoge-compares-sub-two-hour-marathon-to-going-to-the-moon-idUSKBN1WP1UI
  45. Christian Brüngger: So will Kipchoge den Marathon in unter 2 Stunden schaffen. 12. Oktober 2019, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  46. Remo Geisser: Warum ein Marathon unter Laborbedingungen den Sport weiterbringt. 13. Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  47. Abgleich mit der IAAF-Bestenliste am 24. April 2022.
  48. a b Statistik des 100 Marathon Club Deutschland.
  49. 2000. Marathon von Christian Hottas – Mitglied der A-Eskorte (Memento vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)
  50. Eskorte 3000 für Christian Hottas - Video (06.06.2021) | 100MC. Abgerufen am 2. Juli 2021.
  51. 52 Marathon-Rennen in einem Jahr. In: derStandard.at. 6. Dezember 2013, abgerufen am 3. Dezember 2017.
  52. Webseite des Athens Classis Marathon (englisch) (Memento vom 5. November 2011 im Internet Archive)
  53. Dilli, Dilli #80 (Memento vom 14. November 2016 im Internet Archive) Die Videoblogs der ARD-Korrespondenten - Geschichten aus Delhi von Markus Spieker, 11. November 2016, 9:13 Uhr, 8:06 min, abgerufen am 14. November 2016
  54. Jubiläum: 30 Jahre Swissalpine Marathon Davos. Medienmitteilungen. In: swissalpine.ch. 21. November 2014, abgerufen am 4. Mai 2018.