Weidenhausen (Marburg)

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Weidenhausen
Stadt Marburg
Koordinaten: 50° 48′ 22″ N, 8° 46′ 32″ O
Höhe: 182 m ü. NN
Fläche: 3,42 km²[1]
Einwohner: 796 (31. Dez. 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner/km²
Postleitzahl: 35037
Vorwahl: 06421
Ansicht von Weidenhausen. Im Vordergrund Universitätsgebäude sowie Marktdreieck (Erlenring) an der B3, rechts die Lahn mit Weidenhäuser Brücke. Im Hintergrund das Südviertel.
Ansicht von Weidenhausen. Im Vordergrund Universitätsgebäude sowie Marktdreieck (Erlenring) an der B3, rechts die Lahn mit Weidenhäuser Brücke. Im Hintergrund das Südviertel.

Weidenhausen ist neben der Oberstadt der älteste Siedlungsbereich von Marburg an der Lahn (erste urkundliche Erwähnung 1235[3]) und gehört zur Inneren Kernstadt Marburgs. Der ehemalige Brückenvorort liegt am linken Lahnufer direkt gegenüber dem Stadtzentrum und ist mit diesem u. a. durch die seit ca. 1250 bestehende, zuletzt 1892 wieder errichtete Weidenhäuser Brücke verbunden. Das Stadtviertel wird heute umgrenzt durch den Erlenring im Norden, die Stadtautobahn (B 3) im Osten, eine Grünanlage im Süden und die Lahn mit dem Trojedamm im Westen.

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Topografische Karte von Marburg mit Weidenhausen von 1857.

Weidenhausen ist ursprünglich ein Straßendorf und besteht noch heute hauptsächlich aus den zwei Reihen dicht gedrängter, teilweise mit prächtigen Holzschnitzereien verzierten Fachwerkhäusern entlang der Weidenhäuser Straße, die auf die Brücke zuführt. Die anderen größeren Straßen neben dem Erlengraben im Norden sind ein Neubaugebiet aus den 1990ern und nach Marburger Partnerstädten benannt (Mariborer Straße, Sfaxer Straße, Poitiers-Straße) und laufen im Friedensplatz zusammen. Im Süden des Stadtteils verbindet der Hirsefeldsteg als eine weitere Brücke über die Lahn den entlang des Flusses führenden Lahntalradweg auf dem Hochwasserschutzdamm mit dem Südviertel. Im Süden steht auch die DJH-Jugendherberge der Stadt.

Schmale Gassen und Durchgänge führen auf die zahlreichen Weidenhäuser Innenhöfe, die im September unter anderem Schauplatz des größten Marburger Stadtteilfests, des Weidenhäuser Höfefests sind. In dem an der Lahn gelegenen Stadtteil findet alljährlich im September das Weidenhäuser Entenrennen statt. Der kleine Park mit Rasen und Kinderspielplatz am Trojedamm ist nach der seit 1992 bestehenden englischen Städtepartnerschaft Northampton-Park benannt.[4]

Das Grüner Wehr, auch Weidenhausen-Wehr genannt, ein Wasserbauwerk in der Lahn für gleichmäßigen Wasserstand, Bewässerung der Gärten und Mühlen mit Bausubstanz aus dem Jahr 1553 hat eine geschichtsprägende Bedeutung.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner von Weidenhausen als einem der Innenstadtbezirke der Kernstadt werden neben der Stadtverordnetenversammlung auch von einem Ortsbeirat vertreten.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wehr an Grüner Mühle
von der Trojedamm-Promenade
Commons: Weidenhausen (Marburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marburger zahlen von 2009-2010 auf der Website der Stadt Marburg (pdf; S. 4)@1@2Vorlage:Toter Link/www.marburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  2. Marburger zahlen von 2009-2010 auf der Website der Stadt Marburg (pdf; S. 10)@1@2Vorlage:Toter Link/www.marburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Marburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. Mai 2010). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Städtepartnerschaft mit Northampton in England, Website der Universitätsstadt Marburg, abgerufen am 21. März 2018.
  5. Denkmalschützer zum Grüner Wehr: Betonklotz über die Lahn bleibt übrig, Oberhessische Presse, 1. März 2018
  6. Stadtgesellschaft - Ortsbeiräte, Website der Universitätsstadt Marburg, abgerufen am 21. März 2018.