Marc-André Dalbavie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Marc-André Dalbavie (* 10. Februar 1961 in Neuilly-sur-Seine) ist ein französischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Marc-André Dalbavie studierte in Paris Komposition bei Michel Philippot, musikalische Analyse bei Betsy Jolas und Claude Ballif, Elektroakustik bei Guy Reibel, Orchestrierung bei Marius Constant, musikalische Informatik bei Tristan Murail sowie Dirigieren bei Pierre Boulez. In den Jahren zwischen 1985 und 1990 arbeitete er vornehmlich am IRCAM. Es folgte zwischen 1991 und 1992 ein Stipendiat des DAAD in Berlin sowie in den Jahren 1995 und 1996 ein Aufenthalt in der Villa Medici in Rom. Seit 1996 ist er Professor für Instrumentationslehre am Conservatoire de Paris.

Dalbavie gilt als Repräsentant der école de musique spectrale, die sich mit Spektralmusik beschäftigt. Anlässlich der Uraufführung seiner Oper Charlotte Salomon bei den Salzburger Festspielen 2014 beschrieb er seine Tonsprache wie folgt:

„Sie ist eine Befreiung, eine Expansion, man greift auf Harmonien der Vergangenheit, der Gegenwart und einer unbekannten Zukunft zu. Deshalb kann ich auch, ohne zu verzerren, andere Musik integrieren. Ich wechsle zwischen Tonalität, Meta- und Atonalität. Es ist eine Menge Arbeit. Es wäre viel leichter, mich immer nur innerhalb eines Systems zu bewegen.“

Marc-André Dalbavie[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1991: Seuils
  • 1994: Concertino
  • 1994: In advance of the broken time ...
  • 1996: Concerto pour violon
  • 1997: Correspondances, experimentelles Stück für Musiktheater
  • 2001: Color für Orchester
  • 2002: Ciaconna für Orchester
  • 2005: Konzert für Klavier und Orchester
  • 2010: Gesualdo, Oper in drei Akten
  • 2014: Charlotte Salomon, Oper - U Salzburger Festspiele

Literatur[Bearbeiten]

  • Jean-Noel von der Weid: Die Musik des 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main, Leipzig 2001, ISBN 345817068-5, S. 665.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andrea Schurian: Von der Notwendigkeit zu singen, Der Standard, 26. Juli 2014, 2