Marc Birkigt

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Marc Birkigt um 1900
MarcBirkigt.jpg

Marc Birkigt (* 8. März 1878 in Genf; † 15. März 1953 in Versoix) war ein Schweizer Konstrukteur. Er wurde durch die Gründung der Firma Hispano-Suiza bekannt. Birkigt war Sohn des Deutschen Ernst Ludwig Birkigt und der Louise Annen.

Birkigt verlor früh seine Eltern und wurde von der Großmutter großgezogen. 1898 wurde er in Genf eingebürgert. Er machte an der Ecole de mécanique in Genf sein Diplom. Als seine Großmutter starb, hielt ihn nichts mehr in der Schweiz, und er ging 1899 nach Barcelona, wo er für den LKW-Hersteller La Cuadra zunächst einen elektrischen Autobus entwarf. Dort begann er mit der Konstruktion eines Verbrennungsmotors und entwickelte schließlich einen komplett neuen PKW-Typen, für den er Fahrgestell, Motor und Kraftübertragung konstruierte. Trotzdem ging dieses Unternehmen in Konkurs, worauf er zurück nach Genf zog. Dort heiratete er am 23. November 1901 Eugénie Maria Brachet, mit der er einen Sohn und eine Tochter hatte.

Der Hauptgläubiger von La Cuadra, der Bankier Juan Castro, bat Birkigt im November 1902, zurück nach Spanien zu kommen, um dort eine spanische Automobilfertigung aufzubauen. Das Unternehmen mit dem Namen J. Castro Fabrica Hispano-Suiza de automoviles wurde gegründet. Birkigt entwickelte die Kardanwelle und setzte sie in seinen Fahrzeugen ein. Allerdings ging Juan Castro im Frühjahr 1904 selbst in Konkurs.

Daraufhin sprangen Damian Mateu und Francisco Seix ein und gründeten am 14. Juni 1904 in Barcelona das Unternehmen Hispano-Suiza, Fabrica de automoviles S.A.. Birkigt wurde Mitinhaber und Chefkonstrukteur. Die hergestellten Fahrzeuge waren außerordentlich teuer, und so stagnierte der Absatz. Man errichtete Verkaufsbüros in Paris und Genf, um an wohlhabende Kundschaft zu kommen. Der Automobilsalon von Paris 1906 wurde der Durchbruch für Birkigt.

1911 eröffnete er in Levallois-Perret ein Fertigungswerk. Er beschäftigte sich insbesondere mit der Konstruktion von Fahrzeugen und Motoren, die zum Teil Weltruf erlangten. 1938 gründete er in Genf die Hispano Suiza (Suisse) SA. die sich mit Waffen und Werkzeugen beschäftigte.

Für sein Lebenswerk wurde Birkigt unter anderem zum Großoffizier der französischen Ehrenlegion (1939) und zum Ehrendoktor der ETH Zürich ernannt. Er reichte über 150 Patente ein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manuel Lage, S. J. Sanchez-Peredo, M. Viejo: Hispano-Suiza in Aeronautics: men, companies, engines & aircrafts. Ed. Society of Automotive Engineers, 11, 2003, USA.

Weblinks[Bearbeiten]