Marc Fascher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marc Fascher
Personalia
Geburtstag 4. August 1968
Geburtsort HamburgDeutschland
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
HT 16
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
FC Süderelbe
FTSV Komet Blankenese
SC Victoria Hamburg
Concordia Hamburg
SV Lurup
Stationen als Trainer
Jahre Station
2000–2004 Concordia Hamburg
2004–2007 Kickers Emden
2007–2008 Sportfreunde Siegen
2009 FC Carl Zeiss Jena
2010–2012 Preußen Münster
2012–2013 Hansa Rostock
2014–2015 Rot-Weiss Essen
2015–2016 al Salmiya Club (Co-Trainer)
2017 Sportfreunde Lotte
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Marc Fascher (* 4. August 1968 in Hamburg) ist ein deutscher Fußballtrainer. Er ist der Neffe des Musikmanagers Horst Fascher.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während seiner aktiven Fußballerkarriere erreichte Fascher 1987 mit der A-Jugend der Hamburger Turnerschaft von 1816 (HT16) unter seinem Vater Fred als Trainer das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft.[1] Zu seinen Mannschaftskameraden bei der HT16 gehörten Elard Ostermann und Kreso Kovacec.[2] Im Herrenbereich spielte er als Verteidiger ab 1987 für den FC Süderelbe,[3] 1990 wechselte er zu FTSV Komet Blankenese,[4] spielte dann beim SC Victoria Hamburg, den er 1992 in Richtung Concordia Hamburg verließ.[5] Er spielte ebenfalls beim SV Lurup. Mit 25 Jahren beendete er seine Spielerkarriere und begann die Trainerlaufbahn. In seiner Heimatstadt war er zunächst unter anderem in der Jugendabteilung des Hamburger SV tätig.

Mitte Oktober 1994 stieg er beim Regionalligisten SV Lurup nach der Entlassung von Dietmar Demuth vom Assistenz- zum Übergangscheftrainer auf.[6] Diese Tätigkeit endete rund eine Woche später, als Lurup Willi Reimann als neuen Trainer einstellte. Reimann verzichtete auf Fascher als Co-Trainer.[7]

Fascher war beim TSV Pansdorf tätig,[8] ehe er im Juli 2000 die Trainerstelle beim Fünftligisten Concordia Hamburg annahm, für den er bis April 2004 tätig war. Trotz sportlicher Qualifikation entschied sich das Präsidium von Concordia, aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die Oberliga zu verzichten.

Zur Saison 2004/05 wechselte Fascher zu Kickers Emden. Mit Kickers wurde er auf Anhieb Meister. Das taktische Konzept Faschers war vor allem von einer sicheren Defensive geprägt. Emden holte damit aus 34 Spielen 84 Punkte und ging mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf den Zweitplatzierten SV Wilhelmshaven ins Ziel. In den 34 Spielen kassierte Kickers lediglich 18 Gegentreffer. In der ersten Saison in der Regionalliga Nord wurde Emden mit demselben Konzept Tabellenneunter, in der darauffolgenden Saison spielte Kickers sogar bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mit, wurde letztlich aber Vierter. Fascher erlebte das letzte Saisonspiel beim Wuppertaler SV jedoch schon nicht mehr auf der Trainerbank mit: Nach Differenzen mit dem Präsidium und der Ankündigung, den Verein verlassen zu wollen, entließen ihn die Kickers-Verantwortlichen vor dem letzten Spieltag.

Marc Fascher als Trainer der Sportfreunde Siegen

In der Saison 2007/08 war er kurzzeitig für die Sportfreunde Siegen tätig, verpasste mit ihnen jedoch die Qualifikation zur neuen 3. Liga. Am 23. März 2009 wurde er Trainer des Drittligisten FC Carl Zeiss Jena. Er trat die Nachfolge von René van Eck an, der nach einer Serie siegloser Spiele und dem Abrutschen in die Abstiegszone entlassen worden war. Fascher war bereits zu Saisonbeginn als Trainer in Jena im Gespräch, die Verantwortlichen hatten sich jedoch für van Eck entschieden. Trotz erreichtem Klassenerhalt wurde Fascher am 29. Mai 2009 entlassen.

Am 21. März 2010 wurde Fascher neuer Trainer des SC Preußen Münster, bei dem er zunächst einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010 erhielt. Dieser wurde am 30. April 2010 bis zum Ende der Saison 2010/11 verlängert. Am 6. Mai 2011 stieg Marc Fascher mit Preußen Münster bereits am 31. Spieltag der Regionalliga West in die 3. Liga auf. Damit verlängerte sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr. Am 23. Januar 2012 trennte sich Preußen Münster mit sofortiger Wirkung von Fascher.[9] Er hatte zuvor angekündigt, den Verein zum Saisonende 2011/12 verlassen zu wollen.[10]

Am 5. September 2012 verpflichtete Hansa Rostock Marc Fascher als Nachfolger des tags zuvor freigestellten Wolfgang Wolf. Er wurde bis zum Saisonende 2012/13 als Trainer unter Vertrag genommen.[11] Nachdem unter Fascher kein eindeutiger sportlicher Aufschwung stattfand, wurde der Vertrag von Seiten des Vereins im Sommer 2013 nicht verlängert.

Marc Fascher und Schiedsrichter Michael Kempter

Mitte März 2014 übernahm Fascher als Nachfolger von Waldemar Wrobel das Traineramt bei Rot-Weiss Essen.[12] 2014/2015 spielte die Mannschaft von Rot-Weiss Essen lange um die Aufstiegsplätze der Regionalliga West mit, rutschte jedoch im Frühjahr 2015 nach vier Niederlagen in sechs Spielen in der Tabelle ab. Das nahm der Verein Ende März 2015 zum Anlass, die Trennung von Marc Fascher anzukündigen.

Anschließend war Fascher ab dem 1. August 2015 für rund zehn Monate[13] in Kuwait als Co-Trainer von Wolfgang Rolff beim Erstligisten al Salmiya Club tätig. Am 27. Juli 2017 übernahm er als Nachfolger von Oscar Corrochano die Drittliga-Mannschaft der Sportfreunde Lotte.[14] Nach einer 0:2-Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach wurde er am 31. Oktober 2017, ebenso wie sein Co-Trainer André Trulsen, von seinen Aufgaben freigestellt.[15] Später wurde Fascher als Spielersichter für den SV Darmstadt 98 tätig.[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das war ein Abschied mit Wehmut. In: Hamburger Abendblatt. 29. Juni 1987, abgerufen am 12. Januar 2021.
  2. Tränen zum Abschied. In: Hamburger Abendblatt. 21. Mai 1987, abgerufen am 12. Januar 2021.
  3. Spielerwechsel in der Verbandsliga. In: Hamburger Abendblatt. 16. Juli 1987, abgerufen am 12. Januar 2021.
  4. Pokal - da spielt die DDR sofort mit. In: Hamburger Abendblatt. 7. Mai 1990, abgerufen am 5. Februar 2021.
  5. Eine Klasse für sich: Alle Spieler der Verbandsliga Hamburg. (PDF) In: Hamburger Abendblatt. 13. August 1992, abgerufen am 24. November 2021.
  6. Kurz notiert. In: Hamburger Abendblatt. 12. Oktober 1994, abgerufen am 18. Februar 2021.
  7. Kurz notiert. In: Hamburger Abendblatt. 19. Oktober 1994, abgerufen am 18. Februar 2021.
  8. Hamburger Abendblatt - Hamburg: VERBANDSLIGA HAMBURG - ALLE WECHSEL, ALLE KADER. 8. August 2000, abgerufen am 5. Februar 2021 (deutsch).
  9. Preußen wirft Trainer raus. Fascher und Schlösser müssen gehen auf wn.de, abgerufen am 15. September 2018.
  10. Fascher verlässt die Preußen. (Memento vom 15. Januar 2012 im Internet Archive) westline.de (Januar 2012)
  11. fc-hansa.de: Marc Fascher ist neuer Cheftrainer beim F.C. Hansa Rostock, 5. September 2012, abgerufen am 5. September 2012
  12. Marc Fascher wird neuer Trainer von Rot-Weiss Essen. Mitteilung auf der Internetpräsenz von Rot-Weiss Essen vom 19. März 2014. Abgerufen am 19. März 2014.
  13. vgl. Preußen-Aufschwung endet gegen Magdeburg am Tabellenende, Westfälische Nachrichten, 18. September 2016, abgerufen am 27. Juli 2017.
  14. Überraschung in Lotte: Oscar Corrochano geht, Marc Fascher übernimmt (Memento vom 30. Juli 2017 im Internet Archive), westline.de, 27. Juli 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.
  15. kicker.de: Fascher wieder weg: Golombek übernimmt in Lotte (31. Okt. 2017), abgerufen am 31. Oktober 2017
  16. Preußen Münster vs Hansa: Marc Fascher über seine Ex-Klubs. 29. Februar 2020, abgerufen am 12. Januar 2021.