Marc Kirschner

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Marc Kirschner

Marc W. Kirschner (* 1945) ist ein US-amerikanischer Biologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirschner graduierte 1966 an der Northwestern University und erreichte 1971 seinen Doktor an der University of California, Berkeley. 1972 wurde er Assistant Professor an der Princeton University. 1993 wechselte er an die Harvard Medical School.

Die Theorie der erleichterten Variation (engl: Theory of Facilitated Variation) ist ein Erklärungsmodell, das sich als Ergänzung der Evolutionstheorie versteht und sich mit der Beschaffenheit der Variation in der Evolution befasst. Diese Theorie wurde im Jahr 2005 von Marc Kirschner, Gründer und Vorsitzender des Fachbereichs Systems Biology der Harvard Medical School, und John Gerhart, Professor an der University of California, Berkeley, in ihrem Buch „The Plausibility of Life“ veröffentlicht (deutscher Titel: Die Lösung von Darwins Dilemma).

1988 hielt Kirschner die Keith R. Porter Lecture. 1991 erhielt er den Richard Lounsbery Award, 2001 einen Gairdner Foundation International Award und 2003 den Dickson Prize in Science und die E. B. Wilson Medal. Für 2015 wurde ihm der Harvey-Preis des Technion Institute in Haifa zuerkannt.[1] 2016 wurde er als assoziiertes Mitglied in die European Molecular Biology Organization gewählt.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cells, Embryos, and Evolution: Toward a Cellular and Developmental Understanding of Phenotypic Variation and Evolutionary Adaptability, (gemeinsam mit John Gerhart), Blackwell's, 1997, ISBN 0-86542-574-4
  • The Plausibility of Life:Resolving Darwin's Dilemma, 2005, (gemeinsam mit John Gerhart), Yale University Press, ISBN 0-300-10865-6

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Axel Lange: Die Theorie der erleichterten Variation von Kirschner/Gerhard, in: Darwins Erbe im Umbau - Die Säulen der Erweiterten Synthese in der Evolutionstheorie. Königshausen & Neumann, 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harvey Prize winners for 2015. Technion, abgerufen am 25. Mai 2016.