Marc Nicolas Louis Pécheux

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Marc Nicolas Louis Pécheux (* 28. Januar 1769 in Bucilly (Département Aisne); † 1. November 1831 in Paris) war ein französischer General.

Pécheux trat am 17. August 1792 als Freiwilliger eines Grenadier-Bataillons des Departements Aisne bei der 41. Halbbrigade ein und diente zuerst bei der Nordarmee unter General Dumouriez. Zwischen 1793 und 1798 diente er nacheinander bei der Ardennen-, der Sambre- und Maasarmee. 1799 wechselte er zur Italienarmee, wo er bis 1801 in Ligurien stand. Nachdem seine Brigade in Italien fast aufgerieben worden war, wechselte er 1803 zur Batavischen Armee. Mit dem 95. Linien-Regiment wurde er zur Besetzung von Hannover herangezogen. Als Befehlshaber einer eigenen Halbbrigade stand er ab 1804 im Feldlager von Boulogne.

1805 nahm er am Feldzug gegen die Östreicher nach Ulm teil und zeichnete sich im Dezember 1805 in der Schlacht bei Austerlitz aus. Im Feldzug von 1806 kämpfte er bei Jena und Halle, besetzte Spandau und nahm 1807 mit seinem Regiment an der Schlacht von Friedland teil.

1808 wechselte er nach Spanien und erlangte bereits im November das Komturkreuz der Ehrenlegion. Seine Truppen kämpften in der Schlacht bei Tudela (23. November 1808) gegen eine spanische Armee unter General Castaños und nahmen an der Eroberung von Madrid teil. Im Jahr 1809 standen seine Truppen bei Velez (13. Jänner), bei Almaras (18. März) und Medellin (28. März) im Kampf. Nach der Teilnahme an der Schlacht von Talavera (27. Juli bis 28. Juli) trug er entscheidend zum Siege in der Schlacht bei Ocaña (19. November 1809) bei, wodurch den Franzosen der Vormarsch nach Cádiz ermöglicht wurde. Während der Belagerung dieser Stadt (1810) erhielt Pécheux die Beförderung zum Brigadegeneral. Darauf blieb er bis 1811 Kommandant von Xeres und führte seine Truppen bei Belagerung von Tarifa. 1812 zurück nach Cadiz beordert wurde ihm die Führung der 12. Infanteriedivision des IV. Infanteriekorps unter General Gérard übertragen. 1813 verstärkte er die Truppen des Marschall Davout in Norddeutschland. Am 16. September 1813 wurde er beim Vorstoß in Richtung auf Magdeburg von einem alliierten Korps unter General Ludwig von Wallmoden-Gimborn in der Schlacht an der Göhrde geschlagen.

Während der Herrschaft der Hundert Tage 1815 befehligte Pécheux eine Division bei der Armee des Marschall Grouchy. Nach Napoleons Niederlage in der Schlacht bei Waterloo kehrte er in seine Heimatstadt zurück. 1818 erhielt er das Kommando über die 12. Militärdivision in Nantes. Nachdem er als Inspekteur der Infanterie tätig war wurde er längere Zeit in Disposition gestellt. Erst 1823 erhielt er durch Intervention des Kriegsministers, des Herzog von Belluno, seiner Erfahrungen in Spanien von 1810 gedenkend, ein Kommando während der Invasion in Spanien. Unter dem Oberbefehl des Marschalls Lauriston nahm Pecheux an der Einnahme von Pamplona teil. Nach diesem Feldzug zog sich Pecheux endgültig auf seine Güter zurück.

Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 37. Spalte eingetragen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850, Paris 1852