Marcel Witeczek

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Marcel Witeczek
Spielerinformationen
Geburtstag 18. Oktober 1968
Geburtsort TychyPolen
Größe 178 cm
Position Abwehr, Mittelfeld, Angriff
Vereine in der Jugend
0000–1984
1984–1985
1985–1986
Post-SV Oberhausen
Rot-Weiß Oberhausen
Bayer 05 Uerdingen
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1986–1991
1991–1993
1993–1997
1997–2003
2003–2005
2005–2007
Bayer 05 Uerdingen
1. FC Kaiserslautern
FC Bayern München
Borussia Mönchengladbach
SG Wattenscheid 09
FC 07 Albstadt
142 (22)
68 (15)
97 0(9)
167 (13)
62 0(6)
0
Nationalmannschaft
1983–1984
1984–1985
1985–1986
1986–1987
1987–1988
1988–1990
Deutschland U-15
Deutschland U-16
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-20
Deutschland U-21
7 0(6)
9 0(7)
8 (11)
1 0(0)
8 0(7)
9 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Marcel Witeczek (* 18. Oktober 1968 in Tychy, Polen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler polnischer Herkunft.

Karriere[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Marcel Witeczek wurde in Tychy geboren und spielte in seiner Geburtsstadt auf der Straße Fußball.[1] Im Alter von 13 Jahren wurde er von seinen Freunden überredet, dem örtichen Fußballklub beizutreten, doch kurze Zeit später kehrte er mit seinen Eltern aus einem Urlaub in Deutschland nicht zurück.[1] Witeczek, dessen Eltern den Aussiedlerstatus erhielten,[2] begann daraufhin in der C-Jugend[3] des Postsportverein Oberhausen 1931 e.V. mit dem Fußballspielen. Nach eineinhalb Jahren bei Rot-Weiß Oberhausen wechselte er 1985 im Alter von 16 Jahren in die Jugendabteilung von Bayer 05 Uerdingen, die ihn mit einem Ausbildungsvertrag zum Einzelhandelskaufmann ausstatteten. Seine Familie zog in eine Werkswohnung der Bayer AG um; sein Vater erhielt eine neue Anstellung.[2] Von 1986 bis 1991 gehörte er der ersten Mannschaft der Uerdinger an, für die er 142 Spiele bestritt und 22 Tore erzielte. Sein Debüt gab er am 8. August 1986 (1. Spieltag) – in der 81. Minute für Werner Buttgereit eingewechselt – beim 2:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den FC 08 Homburg; sein erstes Tor bedeutete am 8. November (13. Spieltag) beim 3:1-Heimsieg über den VfL Bochum auch den Endstand. In seiner ersten Saison kam er zu einem Spiel im DFB-Pokal und drei Spielen im UEFA-Pokal. Nach einem Weltturnier mit der deutschen U-20-Nationalmannschaft im Jahr 1987, bei dem er Torschützenkönig wurde, hatte er ein Angebot der AS Monaco vorliegen, das er nicht annahm.[2]

1991 wechselte Witeczek zum 1. FC Kaiserslautern, für den er zwei nationale und zehn internationale Pokalspiele bestritt. 1993 ging er zum FC Bayern München, mit dem er 1994 und 1997 Deutscher Meister wurde. 1997 wechselte Witeczek zu Borussia Mönchengladbach; mit dem Verein stieg er 1999 in die 2. Bundesliga ab und 2001 wieder auf. Nach zwei weiteren Spielzeiten wechselte er Verein und Spielklasse: Für die SG Wattenscheid 09 war er zunächst in der Regionalliga Nord und eine Saison in der Oberliga Westfalen (4. Liga) aktiv. Seine Fußballerkarriere ließ er nach Abschluss der Saison 2006/07 in Baden-Württemberg beim Landesligisten FC 07 Albstadt ausklingen.

Insgesamt bestritt Witeczek 410 Bundesliga- (50 Tore), 64 Zweitliga- (9 Tore) und 29 Regionalligaspiele (3 Tore)[4] sowie 23 nationale (1 Tor) und 32 internationale Pokalspiele (9 Tore).

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Witeczek spielte in seiner Jugend in der Schülernationalmannschaft als Stürmer. Mit der U-17-Mannschaft wurde er 1985 und mit der U-20-Mannschaft 1987 jeweils Zweiter der Weltmeisterschaft, dazu wurde er bei beiden Turnieren Torschützenkönig (1985: 6 Spiele, 8 Tore / 1987: 6 Spiele, 7 Tore).

Für die U-21-Nationalmannschaft wurde er neunmal berufen. Sein Debüt gab er am 26. April 1988 in Kreuzlingen beim 8:0-Sieg gegen die Schweizer Auswahl, zu dem er zwei Tore - zum 1:0 und 4:0 - beisteuerte. Sein letztes Spiel für diese Auswahlmannschaft bestritt er im Viertelfinal-Hinspiel der U-21-Europameisterschaft am 14. März 1990 in Simferopol beim 1:1 gegen die Sowjetunion.

Erfolge[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Witeczek spielt seit 2006 in der Betriebssportgemeinschaft AOK Rheinland/Hamburg, deren Ziel es ist, über den Sport Kontakt zu Partnerunternehmen aufzubauen und zu pflegen. Für die Betriebssportgemeinschaft absolvierte Witeczek bislang 45 Spiele und erzielte 38 Tore und wurde in den Jahren 2006, 2008, 2009 und 2010 AOK-Bundespokalsieger. Des Weiteren gewann er 2006 und 2008 den AOK-Krankenhaus-Cup.[5]

Witeczek ist seit einigen Jahren auch als Triathlet aktiv. Nach seiner Fußballkarriere lief er seinen ersten Marathon.[6]

Derzeit organisiert er gemeinsam mit Michael Klinkert im Auftrag des AOK-Bildungszentrums Turniere, Trainingseinheiten und Lehrgänge für Kinder und Jugendliche.[7]

Privates[Bearbeiten]

Witeczek lebt in Krefeld.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Marcel Witeczek. In: Munzinger. Munzinger Archiv Online, abgerufen am 3. Juni 2015.
  2. a b c  Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG (Hrsg.): Ganz große Zukunft. In: Der Spiegel. 25 Auflage. Nr. 25, Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 19. Juni 1989, S. 147 und 150 (Artikel auch als PDF-Datei abrufbar, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494859.html, abgerufen am 3. Juni 2015).
  3. Jochen Tittmar: Witeczek: "Da lagen tote Hunde herum". In: spox.com. 30. Juni 2011, abgerufen am 5. Juli 2014.
  4. Matthias Arnhold: Marcel Witeczek - Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 31. Oktober 2013. Abgerufen am 1. November 2013.
  5. AOK-Spielerportrait: Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.team-aok.de[1]
  6. Laufen war für mich die Hölle (Memento vom 17. Juni 2011 im Internet Archive)
  7. Der verrückte Piplica und sein irrer Patzer
  8. Ex-Bundesliga-Profis trainierten mit der Fußball-AG. 17. Dezember 2014, abgerufen am 29. März 2015.