Marchegger Ostbahn

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Wien Stadlau–Bratislava hl.st.
Streckennummer (ÖBB): 117 01
Kursbuchstrecke (ÖBB): 910
Kursbuchstrecke (ZSSK): 100
Streckenlänge: 54 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: Wien Stadlau-Wien Hausfeldstraße
15 kV 16,7 Hz
Devínska Nová Ves–Bratislava:
25 kV, 50 Hz ~
Maximale Neigung:
Minimaler Radius: 360 m
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Zweigleisigkeit: Stadlau Frachtenbahnhof
– Wien Erzherzog-Karl-Straße
Strecke – geradeaus
Laaer Ostbahn von Wien Hauptbahnhof
   
0,000 Wien Stadlau Frachtenbahnhof
   
0,725 Wien Erzherzog-Karl-Straße S 80
   
Laaer Ostbahn nach Laa an der Thaya
Haltepunkt, Haltestelle
1,872 Wien Hirschstetten S 80
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
2,236 Anschlussbahn (Awanst) DZH
Haltepunkt, Haltestelle
3,100 Wien Hausfeldstraße (vssl. bis 2017)
   
4,467 Wien Aspern Nord (vssl. ab 2017)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
4,887 Anschlussbahn (Awanst) Opel Austria
Kilometer-Wechsel
7,050 HOA/FOA/SOA-Anlage
   
Landesgrenze Wien / Niederösterreich
Bahnhof, Station
10,326 Raasdorf
Haltepunkt, Haltestelle
14,604 Glinzendorf
   
von Engelhartstetten
Bahnhof, Station
19,487 Siebenbrunn-Leopoldsdorf
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Anschluss Zuckerfabrik Agrana
Haltepunkt, Haltestelle
22,676 Untersiebenbrunn
Bahnhof, Station
27,120 Schönfeld-Lassee
Kilometer-Wechsel
30,760 HOA/FOA/SOA-Anlage
Haltepunkt, Haltestelle
32,453 Breitensee N.Ö.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Gänserndorf
Bahnhof, Station
35,606 Marchegg 146 m ü. A.
Grenze auf Brücke mit Wasserlauf
37,910 Marchviadukt (Staatsgrenze Österreich-Slowakei)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Skalica/Břeclav
Bahnhof, Station
41,530 Devínska Nová Ves
   
Devínska Nová Ves zastávka
Haltepunkt, Haltestelle
49,210 Bratislava-Lamač
Haltepunkt, Haltestelle
51,179 Železná studienka
Tunnel
53,098 Tunnel Lamač
Bahnhof, Station
54,364 Bratislava hl.st.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Žilina, nach Budapest und nach Hegyeshalom

Koordinaten: 48° 13′ 22,8″ N, 16° 27′ 0″ O Die Marchegger Ostbahn, auch Ostbahn (östliche Linie), ist eine Hauptbahn in Österreich und der Slowakei. Die Strecke von Wien nach Marchegg wurde von der k.k. priv. österreichisch-ungarische Staatseisenbahn-Gesellschaft errichtet und im Jahr 1870 eröffnet. Über sie verlief jahrzehntelang die Hauptverbindung Wien–Bratislava–Budapest; auch der Orient-Express benützte daher diese Strecke, die damals zweigleisig war.

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie zweigt nach dem Bahnhof Wien Stadlau von der von Wien Hauptbahnhof kommenden Laaer Ostbahn ab und führt durch das Marchfeld nach Marchegg, wo sie mit der Lokalbahn Gänserndorf–Marchegg zusammentrifft. Nach dem Grenzbahnhof Marchegg überquert die Bahn die March, welche die Grenze zur Slowakei bildet. Im Bahnhof Devínska Nová Ves (Theben Neudorf) mündet die zweigleisige elektrifizierte Bahnstrecke Devínska Nová Ves–Skalica na Slovensku in die Marchegger Ostbahn, welche ab hier ebenfalls zweigleisig und elektrifiziert ist.

Der Marchegger Ast verläuft wie mit dem Lineal gezogen durch das Marchfeld und weist den längsten völlig geraden Schienenweg Österreichs auf. An der Bahnlinie liegen viele Getreidespeicher und Ladeplätze für Feldfrüchte. Im Bahnhof Siebenbrunn-Leopoldsdorf mündet die Anschlussbahn zur Zuckerfabrik der Firma AGRANA.

Von Wien Stadlau bis Wien Hirschstetten ist die Strecke elektrifiziert. Zwischen Stadlau und Erzherzog-Karl-Straße ist die Strecke außerdem zweigleisig ausgebaut. Mit 10. Jänner 2012 wurde die Strecke zur Hochleistungsstrecke erklärt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Teil der Strecke von Marchegg nach Bratislava wurde bereits 1848 durch die Ungarische Zentralbahn als Teil der in Bau befindlichen Verbindung Wien–Budapest in Betrieb genommen. Der erste Zug von Wien nach Pressburg fuhr am 10. August und wurde von der Lokomotive Bihár gezogen. Nach dem Konkurs der Ungarischen Zentralbahn wurde die Strecke von der k.k. Südöstlichen Staatsbahn betrieben, die 1850 die durchgehende Strecke bis Budapest fertigstellte. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63 km/h dauerte die Fahrt Wien–Budapest 6 Stunden und 10 Minuten.[2]

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 und der damit verbundenen Teileröffnung des Wiener Hauptbahnhofes verkehren die Züge der Marchegger Ostbahn nun ab bzw. bis Wien Hauptbahnhof.

Die Bahn soll nach der Erklärung zur Hochleistungsstrecke zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden. Seit August 2014 liegt der Genehmigungsbescheid vor.[3] Der Baubeginn im Wiener Bereich ist für 2015 vorgesehen.[4] Die Elektrifizierung zwischen Marchegg und der Staatsgrenze ist im Rahmenplan der ÖBB-Infrastruktur AG 2014–2019 und ASFINAG 2015–2020 ab 2019 geplant.[5]

Zweigbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marchegger Ostbahn hatte eine Zweigbahn mit zwei Ästen. 1909 wurden die Strecken der Niederösterreichischen Landesbahnen von Siebenbrunn nach Engelhartstetten und, von dieser abzweigend, von Breitstetten nach Orth an der Donau eröffnet. 1937 wurde der Personenverkehr auf der Strecke Breitstetten–Orth eingestellt. Die Strecke Siebenbrunn-Leopoldsdorf–Engelhartstetten wurde noch bis 2003 planmäßig von Personenzügen befahren. Im Dezember 2013 wurden die zuletzt wegen Unbefahrbarkeit gesperrten Gleisanlagen schließlich abgetragen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erklärung zur Hochleistungsstrecke (PDF; 49 kB)
  2. Eisenbahnmuseum Bratislava (Memento vom 30. November 2011 im Internet Archive)
  3. ÖBB-Strecke 117 Stadlau – Staatsgrenze nächst Marchegg – Ausbau und Elektrifizierung, Bescheid des BMVIT: UVP und teilkonzentriertes Genehmigungsverfahren, abgerufen am 27.November 2015
  4. BMVIT: Rahmenplan 2011–2016 ÖBB-Infrastruktur AG – Eisenbahninfrastruktur (PDF; 829 kB) (Memento vom 10. Februar 2015 im Internet Archive)
  5. BMVIT: Rahmenplan der ÖBB-Infrastruktur AG 2014–2019 und ASFINAG 2015–2020 (PDF), abgerufen am 10. April 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marchegger Ostbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien