Marco Bülow

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Marco Bülow, MdB

Marco Bülow (* 14. Juni 1971 in Dortmund) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 2002 gehört er als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestagswahlkreis Dortmund I dem Deutschen Bundestag an. Seine politischen Schwerpunkte sind Transparenz und Lobbyismus[1] sowie Bau- und Umweltpolitik.[2]

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1992 ist er Mitglied der SPD und engagierte sich zunächst bei den Jusos und in der Juso-Hochschulgruppe.

Nach dem Abitur an der Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund studierte Bülow Journalistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Dortmund (ohne Abschluss). Er bezeichnet sich selbst als Freier Journalist und Publizist.[3] Marco Bülow gründete 1992 die Juso-Hochschulgruppe neu und war von 1992 bis 1995 Mitglied des Studentenparlaments sowie von 1992 bis 1994 Mitglied im AStA, u. a. als stellvertretender Vorsitzender. Von 1992 bis 1999 war Bülow Mitglied im Juso-Vorstand Dortmund, zeitweise auch als Vorsitzender; 1996 wurde er Mitglied im SPD-Vorstand Dortmund.

Bundestag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 2002 bis 2005 stellvertretender Sprecher der Gruppe der jungen Abgeordneten „Youngsters“ in der SPD-Bundestagsfraktion. Von 2005 bis 2009 war Bülow Sprecher der Fraktionsarbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Diese Funktion gab er 2009 ab und wurde bis zur Bundestagswahl 2013 stellvertretender Energiepolitischer Sprecher.[4] Innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion gehört er der Parlamentarischen Linken an.

In Dortmund engagiert er sich vor allem als Leiter des von ihm gestarteten Projektes Zukunft der Arbeit der örtlichen SPD sowie in den Kuratorien des Instituts Solidarische Moderne[5] und der Dortmunder Aidshilfe. Darüber hinaus ist er Mitglied bei der Parlamentariergruppe von Eurosolar. Schließlich ist er nach eigenen Angaben Mitglied bei Amnesty International, der Arbeiterwohlfahrt, Borussia Dortmund, Greenpeace, dem Kunst- und Literaturverein für Gefangene Dortmund, den Naturfreunden Deutschlands, dem VCD und bei ver.di.[6]

Bei der namentlichen Abstimmung über das sogenannte dritte Hilfspaket für Griechenland am 17. Juli 2015 im Rahmen der griechischen Staatsschuldenkrise stimmte Bülow als einer von fünf SPD-Abgeordneten (von 179 anwesenden) dagegen.[7]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marco Bülow ist geschieden und ist Vater zweier Kinder.[8] Im Jahre 2010 starb ein Zwillingssohn kurz nach der Geburt; Bülow nahm daraufhin eine politische Auszeit.[9]

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Generation Zukunft. Ein Plädoyer für verantwortungsbewusstes Handeln. Riemann, München 2004, ISBN 3-570-50058-6.
  • Wir Abnicker. Über Macht und Ohnmacht der Volksvertreter. Econ, Berlin 2010, ISBN 978-3-430-30042-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marco Bülow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Marco Bülow" - Demokratie und Transparenz. Website von Marco Bülow, MdB. Abgerufen am 11. Februar 2014.
  2. "Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit" - Mitglieder. Website des Deutschen Bundestages. Abgerufen am 11. Februar 2014.
  3. Marco Bülow: Selbstbiografie. Abgerufen am 23. Mai 2013.
  4. "Marco Bülow, SPD" - Biografie. Website von Marco Bülow, MdB. Abgerufen am 11. Februar 2014.
  5. Institut Solidarische Moderne: Kuratorium. Abgerufen am 24. Januar 2014.
  6. Marco Bülow: Mitgliedschaften. Abgerufen am 24. Januar 2014.
  7. 17.07.2015: Stabilitätshilfe zugunsten Griechenlands. Deutscher Bundestag, abgerufen am 17. Juli 2015.
  8. "Deutscher Bundestag" - Marco Bülow. Abgerufen am 13. Februar 2014.
  9. Bülow (SPD) muss Tod des Sohnes verarbeiten. Abgerufen am 25. Mai 2013.