Marco di Carli

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Marco di Carli Schwimmen
Persönliche Informationen
Name: Marco di Carli
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Schwimmstil(e): Freistil, Rücken
Verein: SV Sigiltra Sögel
Geburtstag: 12. April 1985
Geburtsort: Löningen
Medaillenspiegel

Marco di Carli (* 12. April 1985 in Löningen/Niedersachsen) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer. Di Carli war sehr vielseitig und trat auf internationalen Wettkämpfen in den Disziplinen Rücken, Freistil und Lagen an.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marco di Carli ist Polizeioberkommissar und war in der Sportfördergruppe bei der Hessischen Landespolizei. Er trainierte lange bei seinem Heimatverein, SV Sigiltra Sögel. 2001 wechselte er an den OSP Hamburg, um dort unter Leitung von Dirk Lange zu trainieren. Er feierte damals seine ersten nationalen und internationalen Erfolge. Die Zusammenarbeit wurde mit der Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen von Athen 2004 gekrönt. Hier belegte di Carli mit 19 Jahren über 100 Meter Rücken im Finale den 8. Platz. 2005 folgte der Schwimmer seinem Trainer Dirk Lange nach Pretoria (Südafrika). 2006 wechselte di Carli an den OSP Hessen, um in Frankfurt/Main sein Training zu absolvieren. Erstmals wechselte der Schwimmer auch den Verein und startete fortan für die SG Frankfurt. Die betreuenden Trainer in Frankfurt waren Stefan Döbler (2006–2007), Michael Ulmer (2007), Jörg Bügner (2007–2008) und Martin Grabowski (2008–2011).

Nach sportlichen und persönlichen Rückschlägen gelang dem Sportler das Comeback im Jahr 2011. Unter der sportlichen Regie von Michael Ulmer (2011–2013) gelang dem Athleten der Rückgewinn seines früheren Deutschen Rekordes aus 2007 über 100 Meter Freistil in 48,24 s, sowie die kurzzeitige Führung in der Weltjahresbestenliste über diese Strecke. 2012 nahm di Carli an den Olympischen Spielen von London teil und erreichte hier einen 6. Platz mit der 4×100-m-Freistilstaffel, die zudem bereits im Vorlauf einen neuen Deutschen Rekord aufstellte. 2013 wechselte di Carli nach München an den OSP Bayern. Unter der Leitung von Olaf Bünde bereitete er sich dort auf seine dritte Teilnahme an Olympischen Spielen vor. Die Qualifikation für das Staffelrennen über 4×100 Meter Freistil verpasste er mit einer Zeit von 48,89 s nur um 9 Hundertstel.

Im Februar 2017 gab di Carli seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marco di Carli beendet seine Schwimmkarriere. Neue OZ, 2. Februar 2017.