Marcopolo

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Dieser Artikel behandelt den Bushersteller Marcopolo SA. Für die Marcopolo-Satelliten siehe: Marcopolo (Satellit).
Marcopolo
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Rechtsform S.A.
ISIN BRPOMOACNOR0
BRPOMOACNPR7 (Vorzugsaktie)
Gründung 1949
Sitz Caxias do Sul, Rio Grande do Sul, BrasilienBrasilien Brasilien
Leitung Francisco Gomes Neto (CEO)[1]
Mitarbeiter 12.471[2]
Umsatz 2,739 Mrd. Reais (679 Mio. Euro)[2]
Branche Omnibusse
Website www.marcopolo.com.br
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Marcopolo S.A. ist ein brasilianischer Hersteller von Omnibussen und Oberleitungsbussen.

Volvo-Oberleitungsbus mit Marcopolo-Aufbau in São Paulo

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde die Marcopolo S.A. am 6. August 1949 in Caxias do Sul als Firma Nicola & Cia Ltda mit 8 Partnern und 15 Mitarbeitern. Produziert wurde ausschließlich in Handarbeit. 1971 wurde die Firma in Marcopolo S.A. Carrocierias e onibus umbenannt.

1978 ging die Omnibusfirma an die Börse. 13 Jahre später wird im portugiesischen Coimbra ein Zweigwerk für den europäischen Markt eröffnet, welches im September 2009 wieder geschlossen wurde. 1998 führt Marcopolo einen Minibus unter der Marke Volare ein. Inzwischen besitzt das Unternehmen Zweigwerke in Argentinien, Australien, Kolumbien, Ägypten, Indien, China, Mexiko und Südafrika. Verkauft werden die Busse in über 60 Länder.

1999 wurde der brasilianische Bushersteller Ciferal aufgekauft.

Die Marcopolo S.A. ist der führende Bushersteller in Südamerika und war auch schon Marktführer, bevor der größte Konkurrent Busscar Ônibus S.A. 2010 Insolvenz anmelden musste.

Das Unternehmen fertigt bis auf die Motoren und Fahrgestelle, die von Scania und Volvo bezogen werden, die Busse selbst, d. h. insbesondere die gesamten Aufbauten und die Innenausstattung.

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MVC – startete seine Aktivitäten in der Automobilindustrie und erweiterte nach und nach seine Produktionen im Bereich Kunststoff, Licht, Infrastruktur und andere.
  • Moneo – Finanzservice der Marcopolo.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcopolo Paradiso 1800 DD mit Scania-Chassis in Viña del Mar, Chile

Das bekannteste Produkt ist der Doppeldeckerbus Marcopolo Paradiso 1800 DD. Es handelt sich um eines der verbreitetsten und bekanntesten Busmodelle in Südamerika. Er wird häufig auf Fernverkehrsstrecken, so auch auf der Panamericana eingesetzt. Der Marcopolo Paradiso 1800 DD wird normalerweise als dreiachsige Version hergestellt. Für Bergstrecken gibt es ihn jedoch auch mit vier Achsen. Die zweite Vorderachse sorgt für bessere Bodenhaftung (Traktion) bei steilen Strecken. Dieser Doppeldeckerbus ist mit unterschiedlichen Ausstattungen zu erwerben. Viele südamerikanische Busgesellschaften schaffen ihn für nächtliche Überlandfahrten im Fernverkehr als Bus mit hohem Komfort an. Er wird dann u. a. mit zwei Sanitärräumen, Küche und auf volle horizontale Liegefläche umstellbare Liegesitze ausgestattet. Der Doppeldeckerbus verfügt dann über 9 Plätze im Unterdeck und 40 Plätze im Oberdeck (Schlafsitze). Fernseher für das Onboard-Entertainment sind auf beiden Decks serienmäßig, ebenso eine leistungsfähige Klimaanlage und Heizung. Marcopolo bietet für diesen Bus auch High-Tech-Ausstattung wie Notbremsassistent mit Active Brake Assist (ABA) und Adaptive Cruise Control (ACC), d. h. Abstandsregeltempomat auf Radarbasis an. Auch eine GPS-Überwachung wird angeboten.

Reisebusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ideale 770
  • Allegro
  • Andare Klasse
  • Viaggio Serie
  • Paradiso Serie
  • Multego

Stadtbusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Viale Serie
  • Torino
  • Boxer

Midibus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ideale 600
  • Senior
  • Temple

Minibus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fratello
  • Listo
  • Vicino

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marcopolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Francisco Gomes Neto será o novo CEO da Marcopolo, 25. Juni 2015
  2. a b Management Report 2015