Marcus Willaschek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Marcus Willaschek (* 1962 in Arnsberg) ist ein deutscher Philosoph. Er beschäftigt sich vor allem mit Kant, Willensfreiheit und Verantwortung und Metaphysik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Gymnasium Laurentianum in Arnsberg legte er 1982 sein Abitur ab, machte Zivildienst[1] und studierte anschließend von 1984 bis 1991 Philosophie mit den Nebenfächern Biologie, Rechtswissenschaft und Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Zur Philosophie kam er durch die Lektüre Nietzsches während seines Zivildienstes.[2] Von 1988 bis 1991 erhielt er ein Stipendium durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.[3] 1991 promovierte er an der Universität Münster bei Peter Rohs im Fach Philosophie. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Praktische Vernunft Handlungstheorie und Moralbegründung bei Kant.

Danach war Willaschek zwei Jahre Visiting Scholar an der Harvard University. Im selben Zeitraum erhielt er auch ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Außerdem war er zwischen 2009 und 2010 auch Gastprofessor an der University of California, Berkeley. 2012 und 2014 besuchte er die University of California, San Diego; ebenfalls als Gastprofessor. Im Jahr 2015 hatte er dann eine Gastprofessur an der Keiō-Universität inne. Nach der Habilitation in Münster im Jahr 1999 folgten zwischen 2001 und 2003 Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Essen, Frankfurt und Siegen.

Seit 2003 hat Willaschek den Lehrstuhl für Philosophie der Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne.

An der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main war er von 2005 bis 2006 geschäftsführender Direktor des Instituts für Philosophie. Diesen Posten hatte zwischen 2010 und 2011 abermals inne. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied des Fachbereichsrat, welcher die Schwerpunkte Geschichte und Philosophie hatte. In diesen Fachgebieten vertrat er zwischen 2011 und 2013 den Dekan. Er war damit Prodekan. Seit 2012 gehört er der Kommission zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten an.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willaschek gehört einer Reihe von Fachgesellschaften an. Dazu gehört die Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Gesellschaft für Analytische Philosophie und die in der Kant-Gesellschaft Zudem ist er Ehrenmitglied der Sociedade Brasileira de Estudos Jurídicos Kantianos.

Seit 2008 gehört er außerdem des Fachkollegiums Philosophie der Deutschen Forschungsgemeinschaft an und seit dem Jahr 2012 gehört er dem erweiterten Vorstand Der Deutschen Gesellschaft für Philosophie und der Kant-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) an. Die BBAW wählte ihn 2016 zum Mitglied.[4] Er ist stellvertretender Vorsitzender in entsprechender Kommission.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Praktische Vernunft Handlungstheorie und Moralbegründung bei Kant, Weimar Metzler, Stuttgart 1991, ISBN 978-3-476-00864-0 (Münster, Universität, Dissertation, 1991) (Online).
  • Praktische Vernunft: Handlungstheorie und Moralbegründung bei Kant, Verlag J.B. Metzler, Stuttgart 1992, ISBN 978-3-476-00864-0.
  • Ernst Tugendhat: Moralbegründung und Gerechtigkeit: Vortrag und Kolloquium in Münster 1997, Lit, Münster 1997, ISBN 978-3-8258-3496-8.
  • Realismus, Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 978-3-506-99511-7.
  • Der mentale Zugang zur Welt: Realismus, Skeptizismus und Intentionalität, Klostermann, Frankfurt am Main 2003, ISBN 978-3-465-03247-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22564&key=standard_podcasting_hr2_doppelkopf&mediakey=podcast/hr2_doppelkopf/hr2_doppelkopf_20170112_72600142&type=a
  2. http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=22564&key=standard_podcasting_hr2_doppelkopf&mediakey=podcast/hr2_doppelkopf/hr2_doppelkopf_20170112_72600142&type=a
  3. Praktische Vernunft Handlungstheorie und Moralbegründung bei Kant. In: uni-frankfurt.de. Abgerufen am 5. August 2015 (PDF).
  4. Frankfurter Philosophie-Professor ausgezeichnet. Auf: muk.uni-frankfurt.de vom 30. November 2016
  5. Akamdemischer Lebenslauf von Marcus Willaschek. In: uni-frankfurt.de. Abgerufen am 1. Dezember 2016 (PDF).