Marga Köhler

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Marga Köhler auf der Porträt-Postkarte K. 1602 des Ross-Verlags, fotografiert von Wilhelm Willinger, Berlin

Marga Köhler (* 13. Juli 1867 als Bertha Margarethe Süßkind in Leipzig; † Ende 1921 auf dem Atlantik) war eine deutsche Theater- und Stummfilmschauspielerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die geborene Margarethe Süßkind kam als Tochter des Gastwirts Friedrich Hermann Süßkind und seiner Frau Amalie Bertha, geb. Häder, in Leipzig zur Welt. Später übersiedelte sie mit ihren Eltern nach Belzig. 1889 heiratete sie in Berlin den Buchhalter Max Lemcke. Nach elf Jahren wurde die Ehe geschieden.[1]

1896 begann sie ihre Bühnenkarriere unter dem Namen Margarethe Köhler am Berliner Residenz-Theater. 1897 wechselte sie an das Neue Theater. Ab 1899 firmierte sie als Marga Köhler und trat in der Folgezeit an verschiedenen hauptstädtischen Bühnen auf. Zwischen 1905 und 1907 ist kein Festengagement nachweisbar. In den darauffolgenden Jahren waren das Kölner Residenztheater, das Theater in der Josefstadt in Wien sowie das Berliner Revuetheater „Folies Caprice“ Stationen ihres Wirkens. 1912 kehrte sie nach 16 Jahren an das Residenz-Theater zurück und verblieb dort bis während des Ersten Weltkriegs.

Nachdem Marga Köhler bereits 1912 die Titelrolle in Rudolf del Zopps Stummfilm-Melodram Die Dame in Schwarz übernommen hatte, konzentrierte sie sich ab 1915 überwiegend auf die Filmschauspielerei und avancierte bald zur „bekannteste[n] Mütterdarstellerin Deutschlands“[2]. 1919 steigerte sie sich auf über 20 Produktionen. Oft handelte es sich dabei um Dramen, bei denen Richard Eichberg Regie führte. Zuletzt spielte Marga Köhler vermehrt in Komödien von Ernst Lubitsch.

Bereits 1911 hatte sie sich mit einer Gruppe von Berufskollegen nach Valparaíso eingeschifft.[3] Zehn Jahre später befand sich Marga Köhler erneut auf einer Tournee durch Südamerika, in deren Rahmen sie unter anderem in Buenos Aires auftrat. In den letzten Tagen ihres Aufenthalts zog sie sich eine Erkältung zu[4] und verstarb gegen Ende des Jahres 1921 auf der Rückreise nach Europa. „Ihr Leichnam wurde unter grossen Feierlichkeiten ins Meer versenkt“[2].

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin IV a, Nr. 137/1889 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig).
  2. a b Filmwelt-Telegramme. In: Die Filmwelt. Jahrgang 3, Wien 1921, Heft 24, S. 14.
  3. Staatsarchiv Hamburg, Hamburger Passagierlisten, 373-7 I, VIII A 1, Bd. 241, S. 2791 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig).
  4. Die Vergessenen. In: Das Kino-Journal. Jahrgang 18, Wien 1926, Heft 843, S. 4.