Marga Schiml

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Marga Schiml

Marga Schiml (* 29. November 1945 in Weiden, Oberpfalz) ist eine deutsche Opernsängerin (Mezzosopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie studierte an der Musikhochschule München bei Professor Hanno Blaschke Gesang. Während ihrer Studienzeit erhielt sie ein Stipendium der Deutschen Grammophon Gesellschaft. Ihr erstes Engagement führte die Künstlerin nach Basel, von wo sie zum Opernhaus Zürich wechselte. In der Folge erhielt sie ein weiteres Engagement am Nationaltheater München, doch offenbar gab es Differenzen mit dem damaligen Intendanten Günther Rennert, die wohl zu Marga Schimls Entscheidung führten, freischaffend zu arbeiten.

Danach trat Marga Schiml an bedeutenden europäischen Opernhäusern auf, z. B. an der Staatsoper Wien, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, der Mailänder Scala, den Festspielhäusern Salzburg sowie Bayreuth. An der Scala sang sie die Dorabella in Wolfgang Amadeus Mozarts Così fan tutte unter Dirigent Karl Böhm. Marga Schiml war zudem Festspielgast, beim „Maggio Musicale Florenz“ oder bei den Bayreuther Festspielen, zu deren Ensemble sie mehr als 10 Jahre zählte. Ebenfalls sang sie die Fricka (Rheingold, Walküre) in Turin, die Olga (Eugen Onegin) in Bonn, die Magdalena in Die Meistersinger von Nürnberg in Bonn, Hamburg, Barcelona und Bayreuth und die Annina im Rosenkavalier beim Maggia Musicale Florenz.

Bedeutende Dirigenten arbeiteten mit Marga Schiml. Sie sang unter Herbert von Karajan den Cherubino, unter Rafael Kubelík in Pelléas et Mélisande, unter Wolfgang Sawallisch in Figaros Hochzeit sowie die Die Zauberflöte, unter Ferdinand Leitner in Salome.

Marga Schiml war zudem als Konzertinterpretin tätig. Sie sang unter Karajan Beethovens 9. Sinfonie, unter Sawallisch Beethovens Missa solemnis, unter Karl Richter Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium und die h-moll-Messe, sowie unter Seiji Ozawa Gustav Mahlers 2., 3. und 8. Sinfonie, ebenfalls unter Gustav Kuhn, und unter der Leitung von Otmar Suitner den Elias, mit Fabio Luisi die Kindertotenlieder. Auch mit Helmuth Rilling war sie als Sängerin tätig.

Marga Schiml nahm außerdem Schallplatten auf, unter anderem von Bruckner-Messen unter Eugen Jochum, von Carl Maria Webers Oberon und unter Rafael Kubelík, Mozarts Titus und unter Karl Böhm, Salomo von Georg Friedrich Händel (Eterna) sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen.[1]

Der Alten Musik und dem Liedgesang fühlt sich die Künstlerin besonders verbunden. Ihr Repertoire reicht von Monteverdi, Gluck und Purcell über Mozart, Rossini, Bizet, Verdi, Wagner und Strauss bis zu Strawinsky, Schönberg, Hindemith, Kalabis und Schnebel (Uraufführung der Dahlemer Messe).

Neben ihrer Konzerttätigkeit war Marga Schiml seit 1987 Professorin für Gesang an der Musikhochschule in Karlsruhe. Im Februar 1999 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seit Ende 2011 ist Marga Schiml im Ruhestand und schult junge Sängerinnen und Sänger.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36, Beethoven, Berlin : Dt. Schallplatten, 1982
  • Salomo, Händel, Hamburg : Edel Classics, c 2009
  • Die Symphonien, Beethoven, Hamburg : Edel Classics, c 2008
  • Oberon, Weber, Berlin : Universal Music, 2006
  • Christmas oratorio, Bach, Holzgerlingen : Hänssler, 2001
  • Der fliegende Holländer, Wagner, Unterhaching : Naxos Deutschland, 1997
  • Das Paradies und die Peri, Schumann, Hamburg : BMG Ariola, 1997

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GND 132613123