Margarete Sorg-Rose
Margarete Sorg-Rose (* 11. April 1960 in Remscheid) ist eine deutsche Komponistin und Autorin.
Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Margarete Sorg-Rose erhielt als Fünfjährige ihren ersten Klavierunterricht und wuchs im Kinderchor und in der Kurrende des Bachchores Mainz, geleitet von Diethard Hellmann, auf. Nach dem Abitur am altsprachlichen Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz mit den fachlichen Schwerpunkten "Altgriechisch" und "Latein" 1979 studierte sie in Mainz und Tübingen Musikwissenschaft und Klassische Philologie (Altgriechisch und Latein) und betrieb in Tübingen ihre musikpraktische Ausbildung als Mitglied des Kammerchores Camerata vocalis und des Akademischen Orchesters des Collegium musicum der Eberhard Karls Universität (geleitet von Universitätsmusikdirektor Alexander Sumski) weiter. 1983 folgte in Mainz das Studium der Klavierpädagogik und Chorleitung (Staatsexamen Chorleitung 1985) sowie Komposition bei Volker David Kirchner. Sie nahm aktiv an verschiedenen Sommerkursen teil (Internationale Bachakademie Stuttgart und "Musikalische Phänomenologie" bei Sergiu Celibidache), bildete sich in Orchesterleitung fort und war als Korrepetitorin beim Bachchor Mainz tätig. Als Autorin präsentierte sie sich mit musikjournalistischen Beiträgen für die Wuppertaler Bühnen, den Musikverlag Schott Music, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF Mainz) und wurde für ihre Mitherausgeberschaft einer umfassenden Kunst-Dokumentation ausgezeichnet. Sie vervollständigte ihr Studium der Komposition in der Meisterklasse von Hans Werner Henze an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und schloss dort 1994 mit dem "Diplom für Komposition" ab. Seit 1993 ist die Komponistin freischaffend tätig.[1][2]
Ihre Werke sind seit 1983 auch im Rahmen nationaler und internationaler Musikfestivals (u. a. Cantiere Internazionale d’Arte) und Komponistenprojekte vertreten[3][4] vertreten sowie durch Rundfunkportraits (Westdeutscher Rundfunk, Südwestrundfunk und Tschechischer Rundfunk) präsentiert, mehrfach ausgezeichnet und erfahren Aufführungen in Europa und Mittelamerika.[5]
Ihre Orchester- und Chor-Kompositionen sind von den Dirigenten Mercedes Diaz Garcia, Michael Form und Kazuo Kanemaki uraufgeführt worden.[6][7][8][9] Das Schaffen der Komponistin, die nach eigener Aussage Musik als Menschen verbindendes Verständigungsmittel betrachtet,[10][1] umfasst Chor- und Orchesterwerke, Kammermusik, Lied/Vokalmusik, mit Konzentration auf Orchesterwerke, speziell Sinfonik, wobei sie als bekennende Philhellenin Sinfonien und Chorwerke vorrangig mit Themen der altgriechischen Weltliteratur (zum Beispiel Homer und Sappho) verbindet.[11] Ihre Werkreihe "Griechische Welten"[11] zielt nach eigener Aussage dabei darauf ab, auf die Aktualität altgriechischer Autoren hinzuweisen und über den Weg der Musik deren Aussagen in die heutige Zeit zu transportieren.[11]
Sorg-Roses Werke werden bei den Verlagen Universal Edition, Schott Music, edition49/Edition Tonger und Furore Verlag verlegt.[12]
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Komponistin über ihre Musik:
"Ich betrachte Musik als Verständigungsmittel und möchte daher durch meine eigene expressive Musik mit Menschen kommunizieren und sie miteinander verbinden. Sie strebt danach, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung herzustellen, ist von der Tradition beeinflusst und basiert daher auf traditionellen musikalischen Formen - im Rückblick vorwärts schauend, um Authentizität bemüht, die 'Essenz' aus meinem Inneren heraushörend und mich an eigenen Normen und Werten orientierend, wobei ich der Orchestermusik und Sinfonik besondere Aufmerksamkeit zuwende. Die zu komponierenden Töne gelangen über sinnliche Eindrücke in mein Bewusstsein, aber auch über den Weg einer spirituellen inneren Einkehr."[13]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1993: „Johann-Wenzel-Stamitz-Förderpreis“ für Komposition (Ostdeutscher Musikpreis)
- 1994: Kompositionsauftrag des Landes Rheinland-Pfalz
- 1995: Finalistin im internationalen Kompositionswettbewerb für Kammermusik „Junge Komponisten in Leipzig“
- 1993/1995: Kompositionsaufträge der „Stiftung Villa Musica“
- 1996: Finalistin im Kompositionswettbewerb für Orchesterwerke der Altenburg-Theater GmbH Gera
- 1996: Auftragskomposition der Mozart-Gesellschaft Kurpfalz e. V.
- 1996: „Art-Gedok-Nadel 1996“ für Verdienste um Kunst und Kultur
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Corrente für Klavier solo
- 25 Plus Piano Solo – Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Klaviermusik aus aller Welt von 27 Komponistinnen. Interpreten: Markus Wenz, Piano. Doppel-CD. Erscheinungsjahr: 2005. Editionsnr.: fue 7015 SAL 7015
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Angela Fensch, Adelheid Krause-Pichler: Komponistinnen im Portrait. GEDOK Brandenburg, Rangsdorf 2001, ISBN 3-934532-03-9.
- Antje Olivier: Komponistinnen – eine Bestandsaufnahme. 2. Auflage. Tokkata, Wuppertal 1994, ISBN 3-9801603-1-9.
- Antje Olivier, Sevgi Braun: Komponistinnen aus 800 Jahren. Sequentia, Kamen 1996, ISBN 3-931984-00-1.
- Roswitha Sperber: Komponistinnen in Deutschland. Inter Nationes, Bonn 1996, DNB 948560967.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Homepage: https://margaretesorg-rose.com
- Margarete Sorg-Rose Werkliste
- Universal Edition/Verlagspräsentation: https://www.universaledition.com/sorg-rose
- Literatur von und über Margarete Sorg-Rose im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literatur und Notenausgaben von Margarete Sorg-Rose im LBZ-Katalog
- Hörbeispiele und Videos (YouTube)
- Alumni-Interview der Eberhard Karls Universität Tübingen
- Präsentation Furore Verlag https://furore-verlag.de/komponistin/margarete-sorg-rose /
- Präsentation Verlag Schott Music https://www.schott-music.com/de/person/margarete-sorg-rose
- Präsentation im Verlag edition49/Edition Tonger: Margarete Sorg-Rose Kammermusik
- "Auszeichnungen an den hochbegabten Nachwuchs" https://www.mozart-kurpfalz.com/auszeichnungen
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Margarete Sorg-Rose. Universal Edition, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose - CV. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Susanne Wosnitzka: Deutsch-georgisches Komponistinnenprojekt. In: Archiv Frau und Musik. 15. Mai 2015, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Eter Bukhrashvili plays Svanidze, Pomorin, Kobaladze, Sorg-Rose, Görsch (Tbilisi/Georgia 2014) auf YouTube, 2. Juni 2023, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Kanal von Margarete Sorg-Rose auf YouTube, abgerufen am 11. Oktober 2025 (deutsch).
- ↑ Margarete Sorg-Rose, 2nd Symphony "Sappho's Dream" (Sinfonia Sapphica) auf YouTube, 12. September 2022, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose, 3. Sinfonie "Idyllion" für Blockflöte und Streichorchester auf YouTube, 20. Juni 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose, "Intermezzo - Gedanken über ein Thema von Franz Schubert" für Orchester auf YouTube, 18. Juni 2024, abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Johannes-Brahms-Chor Hamburg. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose - About. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ a b c Margarete Sorg-Rose - Werkreihe. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose - Medien. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Margarete Sorg-Rose - About. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sorg-Rose, Margarete |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Komponistin, Dirigentin, Musikhistorikerin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1960 |
| GEBURTSORT | Remscheid |