Margarete von Oertzen

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Margarete von Oertzen, geb. von Plüskow, Pseudonyme M.v.O., Margarete Fünfgeld (* 14. Oktober 1854 in Kowalz, heute Ortsteil von Thelkow; † 8. März 1934 in Rostock) war eine deutsche Schriftstellerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie stammte aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht von Plüskow und war die Tochter des Rittergutsbesitzers und Landrats Josias von Plüskow und seiner Frau, einer geborenen von Schack.

1873 heiratete sie den Leutnant Friedrich von Oertzen (1848–1936), einen Sohn von Ludwig Georg von Oertzen auf Woltow. Sie war von der Erweckungsbewegung geprägt und gründete eine Sonntagsschule. Selbst kinderlos, nahm sie Gertrud von Williesen und Ulla von der Lühe (1880–1963) als Pflegetöchter auf. In Berlin machte sie die Bekanntschaft von Pfarrer Eduard Kuhlo, dem Vater von Johannes Kuhlo, und unterstützte ihn; in Hamburg unterstützte sie die Stadtmission ihres Cousins Jasper von Oertzen. Sie war vielfältig christlich engagiert, verteilte Traktate und schrieb für Sonntagsblätter. 1899 unternahm sie eine Reise nach Ägypten und ins Heilige Land. 1902 nahm sie an der Frauen-Gebetsbund-Konferenz teil und war ab 1915 Vorsitzende des von Hedwig von Redern gegründeten Deutschen Frauen-Missions-Gebetsbundes.

Margarete von Oertzen verfasste eine Fülle[1] erbaulicher und zu ihrer Zeit erfolgreicher Kinder- und Jugendbücher, die zum Teil bis in die Gegenwart wieder aufgelegt wurden, aber auch Traktate für Erwachsene. Unter dem Kürzel M.v.O. gab sie Spiele zur Bibel wie etwa ein Biblisches Spruchquartettspiel für Kinder und Jugendliche heraus, die über die Buchhandlung Friedrich Bahn in Schwerin und später über den Johannis-Verlag in Lahr vertrieben wurden.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deines Bruders Blut. Frankfurt a. M.: Deutscher Hülfsbund f. christl. Liebeswerk im Orient, [1908], 20. Aufl.
  • Gottes liebes Kind: Erzählung für Jung und Alt. 8. Aufl. Schwerin i. M. : Bahn 1912
  • Euch geschehe nach euren Glauben! Schwerin i. M.: Bahn, 1913, 3. Aufl.
  • Kommet her zu mir alle - 100 Traktate für Erwachsene. Schwerin i. Meckl.: Bahn, o. J. [um 1914]
  • Gnade muss es sein, Gnade ganz allein. Schwerin i. M.: Bahn 1915
  • Gottes Führung. Schwerin i/M. : Bahn 1917
  • Die stille Hanne und andere Geschichten. Schwerin i. M.: Bahn 1918, 6. Aufl.
  • Mein Leben: eine Selbstbiographie. Lahr-Dinglingen (Baden): St. Johannis-Druckerei [1934], 4. Auflage 1950

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oertzen, Margarete von, in: Gudrun Wedel: Autobiographien von Frauen: ein Lexikon. Köln, Weimar: Böhlau 2010, ISBN 9783412205850, S. 623

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet 142 Publikationen von ihr
  2. Siehe Sigrid Nagy: Bibel - Feste - Spiele. In: Christa Pieske (Hrsg.): Arbeitskreis Bild Druck Papier: Tagungsband Chemnitz 1997, Münster etc.: Waxmann 1999, ISBN 9783893257515, S. 31-44, hier S. 39