Margina (Timiș)

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Margina
Marschina
Marzsina
Wappen von Margina (Timiș)
Margina (Timiș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Timiș
Koordinaten: 45° 51′ N, 22° 16′ OKoordinaten: 45° 51′ 28″ N, 22° 15′ 54″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 132,85 km²
Einwohner: 2.294 (2013)
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahl: 307260
Telefonvorwahl: (+40) 02 56
Kfz-Kennzeichen: TM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Margina, Breazova, Bulza, Coșevița, Coșteiu de Sus, Groși, Nemeșești, Sintești, Zorani
Bürgermeister: Ionel Costa (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 1
loc. Margina, jud. Timiș, RO-307260
Website:
Lage von Margina im Kreis Timiș
Margina auf der Josephinischen Landaufnahme (1769–1772)

Margina (deutsch: Marschina, ungarisch: Marzsina) ist eine Gemeinde im Kreis Timiș, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zur Gemeinde Margina gehören auch die Dörfer Breazova, Bulza, Coșevița, Coșteiu de Sus, Groși, Nemeșești, Sintești und Zorani.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margina liegt im Osten des Kreises Timiș, an der Nationalstraße DN68A, in 8 Kilometer Entfernung von Făget, 40 Kilometer von Lugoj, 100 Kilometer von der Kreishauptstadt Timișoara und 62 Kilometer von Deva. Margina befindet sich am Fluss Bega und an der Eisenbahnstrecke Lugoj–Ilia–Deva.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sintești Zorani Nemeșești
Făget Nachbargemeinden Coșevița
Bătești Breazova Coșava

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margina wurde 1365 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörte der Ort abwechselnd zu den Distrikten Timiș und Hunedoara. 1439 gab es hier eine Burg, die 1551 von János Török zerstört, aber 1554 wieder aufgebaut wurde. 1658 fiel Margina an die Osmanen.

Zur Zeit der Josephinischen Landaufnahme von 1717, hieß der Ort Marschina. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Margina Teil des Temescher Banats. Während der Habsburger Kolonisation wurden hier Deutsche und Ungarn angesiedelt, als Beamte und als Arbeiter der Essigfabrik.

Am 4. Juni 1920 wurde das Banat infolge des Vertrags von Trianon dreigeteilt. Der größte, östliche Teil, zu dem auch Margina gehört, fiel an das Königreich Rumänien.

In der Zwischenkriegszeit waren die Essig- und Holzindustrie bedeutende Wirtschaftsfaktoren. Nach der Revolution von 1989 brach die Industrie zusammen, was zu einer Abwanderung in die Großstädte des Banats und ins Ausland zur Folge hatte.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Margina:

Volkszählung[2] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 4045 4015 12 13 5
1910 4305 4115 102 57 31
1930 4240 3936 132 75 97
1977 2987 2904 44 27 12
2002 2356 2188 35 7 126

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Margina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. kia.hu, (PDF; 982 kB) E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Timiș laut Volkszählungen von 1880 - 2002