Margit L. McCorkle

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Margit L. (Emily) McCorkle, geb. Lundstrom (* 28. März 1942 in Madison (Tennessee)) ist eine US-amerikanische Musikwissenschaftlerin und Pianistin, die sich insbesondere mit Werkverzeichnissen von Robert Schumann und Johannes Brahms große Verdienste erwarb. Sie lebt in Vancouver.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In den USA geboren, übersiedelte Margit L. McCorkle 1972 mit ihrem Ehemann Donald M. McCorkle, Professor und Leiter des Music Department der University of British Columbia, nach Vancouver. Sie begann ihre Berufsausbildung als Konzertpianistin und Cembalistin und erweiterte diese durch ein Ph.D.-Studium der Musikwissenschaft und Musikbibliographie an der University of Maryland. Dort hatten die McCorkles gemeinsame Quellenstudien zur Musik von Johannes Brahms unternommen, die sie danach in Vancouver fortsetzten (1966–1978).

Nach dem Tod ihres Ehemannes im Jahre 1978 begann sie mit der Vorbereitung und Erstellung eines grundlegenden wissenschaftlichen Thematischen Verzeichnisses sämtlicher Werke von Johannes Brahms unter der Schirmherrschaft der University of British Columbia, Faculty of Arts. Dieses umfangreiche Projekt wurde durch namhafte Forschungsmittel der Social Sciences & Humanities Research Council of Canada gefördert und führte schließlich zur Veröffentlichung des Werkverzeichnisses durch den G. Henle Verlag in München im Jahre 1984. Zwei Jahre später (1986) wurde ihr „in Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um die deutsche Musikliteratur“ von der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Im Jahre 1989 wurde McCorkle dazu ermutigt, auch ein grundlegendes wissenschaftliches Verzeichnis aller Werke Robert Schumanns in Angriff zu nehmen, diesmal unter der Schirmherrschaft der Robert Schumann Gesellschaft /Forschungsstelle in Düsseldorf und Zwickau, das von der Peter-Klöckner-Stiftung, Duisburg, gefördert wurde. Bereits 2003 konnte dieses große Projekt als eine gemeinsame Publikation der Verlage G. Henle, München, und Schott Music International, Mainz, im Druck erscheinen. McCorkle wurde dafür in 2007 mit der Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau (als Co-Preisträgerin) geehrt. Man hat verschiedentlich darauf hingewiesen, dass Margit L. McCorkle bis heute die einzige unter den Musikwissenschaftlern und -Bibliographen ist, die als ihr Lebenswerk der internationalen Musikwelt zwei grundlegende und monumentale Werkverzeichnisse großer klassischer Komponisten - nämlich Brahms und Schumann – vorgelegt hat.

Zu ihrer Bibliographie sind schon seit 1973 weitere Monographien, Artikel und wissenschaftliche Beiträge zu zählen, zu denen sie von internationalen Konferenzen oder für Publikationen im Zusammenhang mit Brahms oder Schumann aufgefordert wurde. Daneben war sie mit redaktionellen und editorischen Arbeiten zur Veröffentlichung von Musikwerken bzw. Facsimiles von Musikhandschriften von Brahms und Schumann betraut. Ihre gegenwärtigen wissenschaftlichen Aktivitäten gelten der englischen Übersetzung von deutschsprachigen wissenschaftlichen Beiträgen zu laufenden textkritischen Gesamtausgaben der Werke von Robert Schumann und Carl Maria von Weber (Schott Music International). Für jeden der beiden Komponisten hat sie jeweils mehr als ein Dutzend Bände bearbeitet. Ferner ist sie als Fachübersetzerin für die Musikverlage G. Henle (München) und Breitkopf & Härtel (Wiesbaden) tätig.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Brahms. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis. Henle, München 1984, ISBN 3-87328-041-8.
  • Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis. Henle/ Schott, München/ Mainz 2003, ISBN 3-87328-110-4.

Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Donald McCorkle: Five Fundamental Obstacles in Brahms Source Research. In: Acta Musicologica. Band 48, 1976, S. 253ff.
  • Die erhaltenen Quellen der Werke von Johannes Brahms. Autographe – Abschriften – Korrekturabzüge. In: Martin Bente (Hrsg.): Musik, Edition, Interpretation. Gedenkschrift Günter Henle. Henle, München 1980, ISBN 3-87328-032-9, S. 338–354.
  • Die „Hanslick“-Walzer Opus 39. In: Susanne Antonicek, Otto Biba (Hrsg.): Kongressbericht, Brahms-Kongress Wien 1983. Schneider, Tutzing 1988, S. 379–386.
  • The Role of Trial Performances for Brahms's Orchestral and Large Choral Works: Sources and Circumstances. In: George S. Bozarth (Hrsg.): Brahms Studies I. Oxford 1990, S. 295–330.
  • Von Brahms zu Schumann oder Reflexionen über das Erstellen von Werkverzeichnissen. In: Ute Bär (Hrsg.): Robert Schumann und die französische Romantik. Bericht über das 5. Internationale Schumann-Symposium der Robert-Schumann-Gesellschaft am 9. und 10. Juli 1994 in Düsseldorf. Schott, Mainz 1997, ISBN 3-7957-0335-2, S. 265–274.
  • When Did Schumann Find Time to Compose? – Some Biographical Observations from a Bibliographical Project. In: Schumanniana nova. Festschrift Gerd Nauhaus zum 60. Geburtstag. Studio-Verlag, Sinzig 2002, S. 487–498.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]