Mariä Geburt

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Skulptur der Geburt Mariens (Detail), Augsburg um 1520

Das Fest Mariä Geburt wird im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche, der orthodoxen Kirchen und der anglikanischen Kirche am 8. September gefeiert. Es erinnert an die Geburt Mariens, der Mutter Jesu Christi.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fest entwickelte sich Ende des 5. Jahrhunderts aus dem Weihefest der heutigen St.-Anna-Kirche in Jerusalem, einer Basilika, die an der Stelle errichtet ist, die von alters her Geburtsort Mariens angesehen wird. Im 7. Jahrhundert wurde das Fest der Geburt der Gottesgebärerin in der Ost- und der Westkirche gefeiert. Das Fest der Geburt Mariens bestimmte später die Festlegung des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria auf den 8. Dezember, neun Monate vor dem 8. September.

Verehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Patrozinium der Geburt der Gottesmutter sind weltweit zahlreiche Kirchen und Klöster geweiht (siehe auch Mariä-Geburt-Kirche).

In den Tiroler Orten Nassereith und Obsteig wird am Sonntag nach Maria Geburt ein Hochamt mit anschließender Prozession gefeiert. Im rheinland-pfälzischen Neuleiningen findet hingegen am Sonntag vor Mariä Geburt ein Hochamt mit Lichterprozession durch das erleuchtete Burgdorf statt. Am folgenden Dienstag wird ein Wallfahrtsgottesdienst mit anschließender Andacht in der Wallfahrtskirche St. Nikolaus gefeiert.

Ikonographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der christlichen Ikonographie ist die Geburt Mariens ein häufiges Motiv als Einzeldarstellung, vor allem aber als Teil von Zyklen zum Marienleben, zum Leben der hl. Anna, der Mutter Mariens, oder zur Kindheits- und Jugendgeschichte Jesu. Gemälde und Skulpturen der Geburt Mariens enthalten oft genreartige Elemente, die Aufschluss über Geburtshilfe und Gebräuche rund um Geburt und Wochenbett der jeweiligen Entstehungszeit der Kunstwerke geben können.

Meisterwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lostag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Volksmund wird Mariä Geburt mit dem Herbstbeginn in Verbindung gebracht: „Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt“[1] oder „Marie Geburt sin de Nüete guet“ [2]. Im Volksmund wird das Fest Mariä Geburt auch „kleiner Frauentag“ genannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geburt Mariä. In: Lexikon der Kunst. Band 2. E. A. Seemann, Leipzig 2004, S. 675

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mariä Geburt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.brauchtum.de/de/herbst/mariae-geburt.html
  2. https://www.landwirtschaftskammer.de/presse/archiv/2004/aa-2004-35-03.htm