Pfarrkirche Ebbs

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Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Ebbs

Die römisch-katholische Pfarrkirche Ebbs steht in der Gemeinde Ebbs im Bezirk Kufstein in Tirol. Sie ist dem Fest Mariä Himmelfahrt geweiht und gehört zum Dekanat Kufstein in der Erzdiözese Salzburg. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.[1] Die Kirche wird auch „Ebbser Dom“ genannt.

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche wurde von 1748 bis 1756 von Abraham Millauer errichtet; hierbei wurde die 1163 von Erzbischof Eberhard I. von Salzburg geweihte romanische Vorgängerkirche vollständig abgebrochen.[2] Bei dieser Kirche handelt es sich um einen spätbarocken Kirchenbau. Die von außen schmucklos wirkende Kirche ist von innen prachtvoll geschmückt und verziert. Besonders erwähnenswert ist das Prunkstück, das Gnadenbild der Mutter Gottes. Dieses befindet sich im Hochaltar und stammt von Josef Martin Lengauer. Die handgeschnitzte Madonna, welche ein Kind trägt, stammt wohl noch aus dem Vorgängerbau der jetzigen Kirche. In der Kirche gibt es auch noch Deckengemälde von Josef Adam Mölk. Weiterhin auch Fresken, welche aus dem Leben der Mutter Gottes erzählen. Über dem Hochaltar zeigen sich die Geburt von Maria und im Langhaus die Vermählung und die Himmelfahrt.

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Geläute besteht aus fünf Glocken, welche in den Tönen b° d' f' g' b' gestimmt sind. Die große Glocke wurde 2006 wegen eines Sprunges von Rudolf Perner ersetzt. Die anderen Glocken wurden von der Glockengießerei Pfundner gegossen (Glocke 2 im Jahr 1950, die anderen 1949). Das Geläute wurde später saniert. Dazu wurde bei der größten Glocke kein Klöppelfänger mehr angebracht, was bei Tiroler Geläuten eher selten ist. Bei der zweitgrößten Glocke wurde der Klöppelfänger ebenfalls entfernt. Beide werden niedriger geläutet; auch das ist in Tirol selten, da hier die meisten Glocken Klöppelfänger haben und hoch geläutet werden (der Schwungwinkel wird erhöht). Nur die drei kleineren Glocken besitzen noch Klöppelfänger und werden hoch geläutet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfarrkirche Ebbs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 26. Juni 2015 (PDF).
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. XXI (Einleitung) und S. 166–167, Nr. 596* (mit Text der Weiheurkunde und weiterer Literatur).

Koordinaten: 47° 37′ 48,4″ N, 12° 12′ 53,4″ O