Mari Laukkanen

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Mari Laukkanen Biathlon
Mari Laukkanen in Hochfilzen 2010 (Training)
Verband FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 9. November 1987
Geburtsort Eno, Finnland
Karriere
Verein Kontiolahden Urheilijat
Enon Kisa-Pojat
Trainer Tomi Kuutti
Aufnahme in den
Nationalkader
2001
Debüt im Weltcup 2007
Weltcupsiege 2 Einzelsiege
Status aktiv
Medaillenspiegel
JEM-Medaillen (Biathlon) 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen (Langlauf) 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
NFM-Medaillen (Biathlon) 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SWM-Medaillen (Biathlon) 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
0Gold0 2006 Langdorf Verfolgung
FIS.svg Skilanglauf-JuniorenweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 2007 Tarvis Staffel
0Bronze0 2008 Mals Sprint klassisch
0Silber0 2009 Praz de Lys-Sommand Sprint klassisch
0Gold0 2010 Hinterzarten Sprint Freistil
Logo des Finnischen Skiverbandes Finnische Meisterschaften
0Silber0 2011 Kontiolahti Sprint
0Gold0 2011 Kontiolahti Massenstart
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 2016 Otepää Mixed-Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 26. (2016/17)
Einzelweltcup 9. (2016/17)
Sprintweltcup 15. (2014/15)
Verfolgungsweltcup 27. (2016/17)
Massenstartweltcup 24. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 1 0 1
Verfolgung 1 0 0
letzte Änderung: 18. März 2017

Mari Laukkanen (* 9. November 1987 in Eno) ist eine finnische Biathletin und Skilangläuferin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mari Laukkanen, Studentin aus Eno, betreibt seit 1999 Biathlon und gehört seit 2001 zum Nationalkader Finnlands. Die finnische Junioren-Biathletin der Saison 2005/06 wird von Tomi Kuutti trainiert und startet im Biathlon für den Kontiolahden Urheilijat (Kontiolahti Sport Club) sowie im Skilanglauf für Enon Kisa-Pojat.

Sie lebt mit ihrem Verlobten, der Techniker bei der österreichischen Biathlonmannschaft ist, in Thalgau im salzburgischen Flachgau. Sie ist dort Mitglied in der Sport Union Nordic Thalgau, für die sie unter anderem auch bei skate the ring am Salzburgring an den Start geht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biathlon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 nahm Mari Laukkanen in ihrer finnischen Heimat, in Kontiolahti, erstmals an einer Junioren-Weltmeisterschaft teil. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie als Viertplatzierte mit der Staffel, im Einzel, dem Sprint und der Verfolgung kam sie auf Platzierungen zwischen 20 und 22. Ein Jahr später in Presque Isle konnte sie als Vierte in der Verfolgung nach Rang 13 im Sprint ihr bestes Einzelergebnis bei einer Junioren-WM erreichen. Bei der Junioren-Europameisterschaft desselben Jahres kurz darauf in Langdorf gewann sie in dieser Wettkampfform die Goldmedaille und wurde zudem Fünfte im Einzel und Achte im Sprint. 2007 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Martell erreichte sie in den Einzelrennen Ergebnisse zwischen Platz Elf und 13, mit der Staffel wurde sie Fünfte. Anschließend durfte Laukkanen erstmals bei einer Biathlon-WM antreten. In Antholz konnte sich die Finnin als 43. für das Verfolgungsrennen qualifizieren, in diesem Wettkampf wurde sie jedoch als überrundete Athletin nicht gewertet. Mit der Damen-Staffel wurde Laukkanen zudem 12., in der Mixed-Staffel 16.

Regelmäßige Einsätze im Weltcup (2007 bis 2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laukkanen während der WM 2008

Im Sommer trat Laukkanen bei den Skiroller-Wettbewerben der Weltmeisterschaft im Sommerbiathlon an und verpasste sowohl im Sprint, als auch in der Verfolgung als Viertplatzierte zweimal nur knapp Edelmetall. Seit der Saison 2007/08 gehört die Finnin zum Kader ihres Landes für den Biathlon-Weltcup. Sie gab ihr Debüt in Kontiolahti und wurde dort 79. im Sprintrennen. Letztmals nahm sie in Ruhpolding an einer Junioren-WM teil. Auch beim vierten Mal verpasste die Athletin als Fünfte der Verfolgung nur knapp eine Medaille. Ihren internationalen Durchbruch konnte Laukkanen bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2008 in Östersund feiern. Als 34. im Sprint und 33. der Verfolgung verpasste sie nur knapp den Gewinn erster Weltcuppunkte. Im Einzel erreichte sie Rang 47, mit der Mixed-Staffel wurde sie Zehnte und mit der Damen-Staffel 15. Der erstmalige Gewinn von Weltcuppunkten gelang der Finnin beim Weltcupfinale am Holmenkollen in Oslo, wo sie im Sprint den 26. Rang erreichte. Mari Laukkanen nahm an den Olympischen Winterspielen 2010 teil. Ihr bestes Resultat war der 43. Platz im Einzel. Ihren Durchbruch im Weltcup hatte Laukkanen in der Saison 2011/12. Dreimal platzierte sie sich unter den besten 20, am Holmenkollen in Oslo erreichte sie mit einem 14. Rang in einem Verfolgungsrennen nach einem 20. Platz im Sprint. Im Biathlon-Weltcup 2012/2013 erreichte sie im Sprint in Ruhpolding am 11. Januar 2013 ihr erstes Top-10-Ergebnis im Weltcup.

Erste Podiumsplatzierung im Weltcup (2013 bis 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2013/2014 zeigte sich Mari Laukkanen von Anfang an sehr laufstark. In mehreren Rennen erreichte sie Laufzeiten unter den besten zehn in der Loipe, durch Schwächen am Schießstand lagen ihre Ergebnisse jedoch oft außerhalb der Punkteränge. Nach einem 9. Platz im Sprint in Pokljuka überraschte Laukkanen im heimischen Kontiolahti mit einem 3. Platz im Sprint. Mit der achtbesten Laufzeit und ohne Schießfehler erreichte sie hinter ihrer Teamkameradin Kaisa Mäkäräinen und der ebenfalls fehlerfreien Russin Olga Saizewa ihre erste Podiumsplatzierung im Weltcup.

In der Folgesaison konnte sie jedoch nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen. Lediglich in den Sprintrennen in Oberhof und Ruhpolding erreichte sie jeweils den fünften Platz und damit die einzigen Top-10-Platzierungen in diesem Winter. Bei der Heim-WM in Kontiolahti war ein 16. Platz im Sprint ihr bestes Einzelergebnis der Veranstaltung, für den Massenstart konnte sie sich nicht platzieren. Die Saison beendete sie auf Gesamtrang 36.

Erkrankung und erste Siege im Weltcup (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf die Saison 2015/16 bereitete sie sich verstärkt mit der österreichischen Damenmannschaft in Hochfilzen vor. Sie versuchte zudem, ihre Schießleistungen am Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif zu verbessern. Während des Winters hatte sie immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zwei Rennen beendete sie nicht und bei zwei weiteren musste sie kurzfristig den Start absagen. Sie verfehlte mehrmals die Qualifikation für ein Verfolgungsrennen und erreichte in keinem Rennen die Top-10. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2016 im norwegischen Oslo absolvierte sie die Mixedstaffel, den Sprint und das Verfolgungsrennen. Krankheitsbedingt verzichtete sie auf einen Start bei den weiteren Rennen und reiste vorzeitig aus Oslo ab. Um den Ursachen für ihre körperlichen Probleme auf den Grund zu gehen und um wieder vollständig gesund zu werden, beendete sie zu diesem Zeitpunkt auch die Saison vorzeitig. Wie bei vielen anderen Biathleten auch wurde bei Laukkanen Pfeiffer-Drüsenfieber diagnostiziert.

Mari Laukkanen entschied sich dagegen, ihre Karriere vorzeitig zu beenden. In der Vorbereitung auf die Saison 2016/17 trainierte sie erneut viel mit der österreichischen Mannschaft und arbeitete weiter an ihren Fähigkeiten am Schießstand. Sie nahm an den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften im estnischen Otepää teil und gewann gemeinsam mit Kaisa Mäkäräinen, Tuomas Grönman und Olli Hiidensalo die Mixedstaffel.

Vor allem läuferisch konnte sie einen großen Schritt nach vorne machen, mit einer Ausnahme lag ihre Laufzeit immer innerhalb der zehn Besten eines Rennens, im letzten Rennen der Saison, dem Massenstart in Oslo, setzte sie zudem die Laufbestzeit. Die Wettkämpfe in Ruhpolding ließ sie aus, um sich für eine Teilnahme an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 im finnischen Lahti zu qualifizieren. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen verfehlte sie im Einzelwettkampf um einen Rang die Bronzemedaille, es war ihr erstes Top-10-Ergebnis in dieser Disziplin. Während des Weltcups in Pyeongchang befand sie sich in Lahti, im Langlaufsprint konnte sie sich knapp nicht für das Finale qualifizieren. Als Achte war sie jedoch mit Abstand die beste finnische Athletin in diesem Wettkampf. Zurück im Weltcup schoss sie beim Sprint in Oslo das erste Mal seit ihrem Podiumserfolg 2014 in Kontiolahti wieder fehlerfrei und gewann ihr erstes Weltcuprennen. Sie ging als Führende in die Verfolgung und gewann mit nur einem Schießfehler auch dieses Rennen. Es war erst das zweite Mal, dass Laukkanen in einem Rennen mit vier Schießeinlagen nur eine Scheibe nicht traf. Das erste Mal war im Februar 2012, ebenfalls in einem Verfolgungsrennen in Oslo. Ihren zweiten Sieg widmete sie ihrem Schießtrainer und engen Vertrauten Asko Nuutinen. Dieser erlitt eine Woche zuvor während des Weltcups in Kontiolahti einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er in der Nacht zuvor verstorben war. Die finnische Mannschaft trug deshalb an diesem Tag Trauerflor.

Langlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Biathlon betreibt Laukkanen auch Skilanglauf und nimmt seit 2005 immer wieder in Wettbewerben, meist unterklassigen Rennserien wie dem Scandinavian Cup teil. 2007 nahm sie in Tarvisio an ihrer ersten Junioren-WM teil und belegte über 5-Kilometer-Freistil Platz elf. Ein Jahr später gab sie in Lahti bei einem Freistil-Sprint ihr Debüt im Skilanglauf-Weltcup und lief auf den 23. Platz. Bei den finnischen Meisterschaften 2009 in Jämijärvi gewann sie im Freistil-Sprint die Bronzemedaille und wurde Fünfte über 15-Kilometer-Klassisch. Am 26. Januar 2010 konnte sie bei den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften im Sprint die Goldmedaille gewinnen Während der Biathlon-Weltcupsaison 2013/2014 startete sie bei mehreren Sprintrennen im Langlaufweltcup, ihr bestes Ergebnis war ein 14. Platz im finnischen Lahti. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 startete sie ebenfalls im Sprint und erreichte den 15. Platz. Im Sommer 2015 und 2016 nahm sie an „skate the ring“ am Salzburgring teil und gewann beide Male die Skirollerwertung über 30 km. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti verstärkte Laukkanen erneut die finnische Damenmannschaft und konnte sich im Halbfinale des Damensprints nur knapp nicht für das Finale qualifizieren. Am Ende belegte sie den 8. Rang und war damit beste Finnin im Bewerb.

Leistungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20110316 Mari Laukkanen (FIN) 2.jpg
Laufleistung Mari Laukkanen (Weltcup exkl. Staffelrennen), Quelle: IBU Datacenter
Laufleistung Mari Laukkanen (Weltcup exkl. Staffelrennen), Quelle: IBU Datacenter

In ihren ersten Jahren im Biathlon-Weltcup gehörte Mari Laukkanen zu den schlechteren Langläuferinnen im Feld. Ähnlich wie bei ihrer Mannschaftskollegin Kaisa Mäkäräinen erarbeitete sie sich ihre heutige Laufstärke nach und nach im Laufe der Zeit.

Ihre ersten beiden Laufzeiten innerhalb der besten zehn Athletinnen eines Rennens hatte sie beim Sprint und dem Verfolgungsrennen in der Saison 2010/11 am Holmenkollen in Oslo. Im folgenden Winter erreichte sie erneut zwei Top-10-Laufzeiten, in den restlichen Rennen lag ihre Leistung in dieser Teildisziplin fast ausschließlich ausserhalb der besten Zwanzig.

Ab der Saison 2013/14 konnte sie ihre Laufleistung deutlich steigern. Sechs Top-10-Laufzeiten sowie mit zwei Ausnahmen alle Ergebnisse innerhalb der 30 Schnellsten eines Rennens belegen diese Entwicklung. Im Weltcup 2014/15 erreichte sie im Verfolgungsrennen in Hochfilzen mit der dritten Laufzeit ihre bis dahin beste Leistung. Sieben weitere Top-10-Zeiten stehen in diesem Winter zu Buche und mit einer Ausnahme beendete sie alle Rennen innerhalb der zwanzig Schnellsten Läuferinnen.

Der Winter 2015/16 brachte jedoch einen Rückschlag in dieser Entwicklung. Von Anfang an konnte Laukkanen nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Wegen körperlicher Probleme beendete sie zwei Rennen vorzeitig und bei zwei weiteren ging sie nicht an den Start. Nach dem Verfolgungsrennen bei der WM 2016 in Oslo beendete sie sowohl die Titelkämpfe als auch ihre Saison vorzeitig, um ihren körperlichen Problemen auf den Grund zu gehen. Bei ihr wurde kurze Zeit später Pfeiffer-Drüsenfieber festgestellt.

Mari Laukkanen konnte sich jedoch überdurchschnittlich schnell von dieser Erkrankung erholen und erreichte im ersten Rennen der neuen Saison die viertbeste Laufzeit. Mit einer Ausnahme beendete sie alle Rennen des Winters unter den schnellsten zehn Läuferinnen und hatte damit eine ähnlich gute Quote wie Kaisa Mäkäräinen. Im letzten Rennen der Saison, dem Massenstart am Holmenkollen in Oslo, setzte sie zum ersten Mal in ihrer Karriere die Laufbestzeit. In diesem Winter ging sie zudem bei ihren Heimweltmeisterschaften in Lahti an den Start. Im Sprint verfehlte sie nur knapp die Qualifikation für das Finale, am Ende wurde sie mit einem achten Platz beste Finnin in diesem Wettkampf. Für die Staffel wurde sie nicht aufgestellt.

Schießen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018-01-06 IBU Biathlon World Cup Oberhof 2018 - Pursuit Women 5.jpg
Schießleistung Mari Laukkanen (Weltcuprennen inkl. Staffeln), Quelle: IBU Datacenter
Schießleistung Mari Laukkanen (Weltcuprennen inkl. Staffeln), Quelle: IBU Datacenter

In ihrer ersten Saison im Weltcup nahm Mari Laukkanen nur an den Biathlon-Weltmeisterschaften 2007 in Antholz teil. Sie lief das Sprintrennen und wurde im anschließenden Verfolgungsrennen überrundet. Außerdem bestritt sie beide Staffelrennen bei den Titelkämpfen. Mit nur drei gewerteten Rennen hat die Statistik für dieses Jahr wenig Aussagekraft. Ihre Gesamttrefferleistung bewegte sich mit knapp 76 % jedoch in etwa in einem Bereich, wo sie auch in späteren Jahren zu finden war. Ein ähnliches Bild ergibt sich in den Jahren 2007/08 sowie 2008/09. Laukkanen bestritt in dieser Zeit weniger als die Hälfte aller Rennen und ihre Trefferleistung schwankte stark. 2007/08 lag diese bei 82 % und 2008/09 bei unter 63 %, was im Durchschnitt mit gut 72 % jedoch wieder ihre damalige Leistungsfähigkeit widerspiegelte.

Ab dem Biathlon-Weltcup 2009/10 nahm Laukkanen regelmäßig an Weltcuprennen teil, ab dieser Zeit lassen sich auch ihre Trefferquoten besser vergleichen. In diesem Winter lag ihre Trefferquote bei knapp 72 %, ihr schlechtestes Ergebnis hatte sie beim Sprint in Oberhof, wo sie die Hälfte aller Scheiben nicht traf und am Ende den 53. Platz belegte. In den nächsten beiden Jahren bewegte sich ihre Quote bei 70 % bis 73 %.

Im Winter 2012/13 schoss sie beim Sprint in Ruhpolding das erste Mal in ihrer Karriere in einem Weltcuprennen fehlerfrei, am Ende belegte sie den 10. Platz und erreichte damit auch das erste Top-10-Ergebnis im Weltcup. Andere Rennen verliefen nicht so erfolgreich, beim Verfolgungsrennen am Holmenkollen musste sie neun Strafrunden laufen.

Mari Laukkanen erreichte in der Saison 2013/14 ihre erste Podiumsplatzierung beim Heimweltcup in Kontiolahti als sie nach fehlerfreiem Schießen Dritte hinter ihrer Mannschaftskameradin Kaisa Mäkäräinen und Olga Saizewa wurde. In zwei weiteren Sprintrennen verfehlte sie nur eine Scheibe, in dieser Saison fiel ihre Gesamttrefferquote jedoch erstmals auf unter 70 %. Die Ursache dafür waren mehrere Rennen mit vier Schießeinlagen, in denen sie viele Fehler schoss. Beim Auftaktrennen des Winters, dem Einzelwettkampf im schwedischen Östersund, traf sie mehr als die Hälfte der Scheiben nicht. Ein ähnliches Bild zeigt sich im 2014/15, als sie weiterhin immer wieder gute Schießergebnisse in den Sprintrennen hatte, in Wettkämpfen mit vier Schießeinlagen jedoch sieben, acht oder gar zehn Scheiben nicht traf.

Erst zum Winter 2015/16 verbesserten sich Laukkanens Trefferleistungen. In der Vorbereitung auf diese Saison hatte sie am Universitäts- und Landessportzentrum Salzburg/Rif ihr Schießen mittels Lasertechnik analysieren lassen und arbeitete weiter daran, ihre Trefferquote zu verbessern. Trotz vieler Schießfehler zeigt ihre Quote, insbesondere im stehenden Anschlag, dass diese Maßnahmen erfolgreich waren. Obwohl sie die Saison wegen einer Erkrankung mit Pfeiffer-Drüsenfieber vorzeitig beenden musste, stand am Ende eine durchschnittliche Trefferleistung von knap 77 % zu Buche. Ihre Erkrankung konnte Laukkanen schnell überwinden und nach einer normalen Vorbereitung bereits wieder an den ersten Wettkämpfen der 2016/17 teilnehmen. Beim Einzelrennen in Östersund traf sie jedoch erneut nur die Hälfte aller Scheiben. Beim Einzelrennen in Antholz waren es nur noch drei Fehler, damit sicherte sie sich zum ersten Mal in ihrer Karriere Weltcuppunkte in dieser Disziplin. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2017 verfehlte sie mit nur einem Fehler im Einzel als Vierte das Podium knapp. Es war ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin und auch das erste Mal in ihrer Karriere, dass sie in einem Rennen mit vier Schießeinlagen nur einen Fehler schoss. Beim letzten Weltcup der Saison am Holmenkollen in Oslo überraschte Laukkanen mit einem Sieg im Sprint, nachdem sie fehlerfrei geschossen hatte. Sie ging als erste ins Verfolgungsrennen, verfehlte erneut nur eine Scheibe und gewann auch dieses Rennen. Sie widmete diesen Sieg Asko Nuutinen, der lange Zeit der Schießtrainer der finnischen Mannschaft und ein enger Vertrauter von ihr war. Nuutinen erlitt eine Woche zuvor beim Weltcup in Kontiolahti einen Herzinfarkt und war in der Nacht zuvor an den Folgen verstorben. Mit diesen beiden Siegen qualifizierte sich Laukkanen auch für das letzte Rennen der Saison. Im Massenstart schoss sie liegend zwei Fehler, wurde mit der besten Laufzeit jedoch noch Sechste.

Statistiken (Biathlon)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1 2
2. Platz  
3. Platz 1 1
Top 10 1 6 2 1 11 21
Punkteränge 2 36 25 8 49 120
Starts 22 77 47 8 50 204
Stand: Saisonende 2016/17

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 17. Mär. 2017 NorwegenNorwegen Oslo Sprint
2. 18. Mär. 2017 NorwegenNorwegen Oslo Verfolgung

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem

Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2007/08 - - 61. 5 - - - - 73. 5
2009/10 - - 78. 9 67. 9 - - 83. 18
2010/11 - - 56. 33 51. 28 - - 57. 61
2011/12 - - 32. 106 33. 59 36. 30 36. 195
2012/13 - - 47. 54 - - 39. 16 57. 70
2013/14 - - 21. 140 61. 21 - - 42. 161
2014/15 - - 15. 178 55. 21 42. 14 36. 213
2015/16 - - 56. 34 58. 22 42. 21 62. 77
2016/17 9. 73 30. 99 27. 124 24. 64 26. 360
2017/18 31. 23 35. 82 40. 56 44. 14 37. 175

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixed-Staffel
Jahr Ort
2007 ItalienItalien Antholz - 43. LAP - 12. 16.
2008 SchwedenSchweden Östersund 34. 33. 47. - 15. 10.
2009 Korea SudSüdkorea Pyeongchang - 55. 47. - 15. 6.
2010 RusslandRussland Chanty-M. (Mixedstaffel-WM) 18.
2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk 41. 29. LAP - 10. 9.
2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding 60. 15. 25. 27. LAP (18.) 16.
2013 TschechienTschechien Nové Město 63. 60. 46. - LAP (21.) 18.
2015 FinnlandFinnland Kontiolahti 65. 16. 30. - 17. 9.
2016 NorwegenNorwegen Oslo - 52. 45. - - 18.
2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen 4. 57. DNS - 15. 10.

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2010 Olympische Winterspiele | KanadaKanada Vancouver 36. DNS DNS
Olympische Winterspiele 2014 Olympische Winterspiele | RusslandRussland Sotschi 68. 43.
Olympische Winterspiele 2018 Olympische Winterspiele | Korea SudSüdkorea Pyeongchang 64. 42. 15.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mari Laukkanen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien