Maria-Magdalenen-Kloster (Akkon)

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Zisterzienserinnenkloster St. Maria Magdalena
Lage IsraelIsrael Israel
Koordinaten: 32° 56′ N, 35° 4′ OKoordinaten: 32° 55′ 35″ N, 35° 4′ 22″ O
Patrozinium Heilige Maria Magdalena
Gründungsjahr vor 1222
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1291
Primarabtei Kloster Cîteaux

Tochterklöster

Maria-Magdalenen-Kloster (Tripoli), Maria-Magdalenen-Kloster (Nikosia)

Das Maria-Magdalenen-Kloster war ein Kloster der Zisterzienserinnen in Akkon im heutigen Staat Israel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung des Maria-Magdalenen-Klosters zu Akkon stammt aus dem Jahr 1222, als die Äbtissin Maria und ihr Konvent zustimmten, ihr Haus in Nikosia als eigene Abtei mit Äbtissin zu errichten. Die Errichtung erfolgte auf Wunsch des Erzbischofs von Nikosia, Eustorge de Montaigu, und des Abtes der Zisterzienserabtei Balamand. Die erste Äbtissin des neuen Konventes in Nikosia sollte in Akkon gewählt werden, später stand dem neuen Konvent selber die Äbtissinnenwahl zu. Das Maria-Magdalenen-Kloster unterstand der Aufsicht des Bischofs von Akkon.

1223 erklärte Papst Honorius III eine Übereinkunft des Klosters mit dem Kloster St. Maria von Percheio in Konstantinopel für nichtig, in der das Marienkloster sich dem Konvent in Akkon unterstellt hatte. Stattdessen wurde die Entscheidung des Abtes von Citeaux bestätigt, wonach beide Klöster Citeaux unterstellt wurden. 1238 verlangte der Abt von Balamand die Aufsicht über ein Tochterkloster von Akkon in Tripoli. Das Generalkapitel des Zisterzienserordens entschied jedoch 1239, Akkon und dessen Töchterklöster in Nikosia und Tripolis direkt Citeaux zu unterstellen. Das Maria-Magdalenen-Kloster ist mit dem Fall Akkons 1291 untergegangen.

Bauten und Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen einer Urkunde vom 25. Dezember 1225, in der die Äbtissin mehrere Häuser und einen Platz südlich der Klosterkirche St. Maria Magdalena vermietete, lässt sich die Lage des Klosters in der Stadt bestimmen. Es befand sich im Stadtteil Montmusard zwischen zwei Parallelstraßen, wovon eine zur Kirche St. Giles führte, unmittelbar nördlich der inneren Stadtmauer. Siehe Karte in Pringle, Seite 16. Über die Klosterbauten selber ist nichts bekannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nickiphoros I. Tsougarakis: The Western Religious Orders in Medieval Greece. Leeds 2008, S. 91, (Leeds, University of Leeds, Ph. D. These, 2008).
  • Denys Pringle: The Churches of the Crusader Kingdom of Jerusalem. A Corpus. Band 4: The Cities of Acre and Tyre. With Addenda and Corrigenda to Volumes I – III. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 2009, ISBN 978-0-521-85148-0, S. 147 f.