Haslau-Maria Ellend

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Haslau-Maria Ellend
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haslau-Maria Ellend
Haslau-Maria Ellend (Österreich)
Haslau-Maria Ellend
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Bruck an der Leitha
Kfz-Kennzeichen: BL
Hauptort: Haslau an der Donau
Fläche: 24,81 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 16° 41′ OKoordinaten: 48° 6′ 0″ N, 16° 41′ 0″ O
Höhe: 186 m ü. A.
Einwohner: 2.004 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 2402
Vorwahl: 02232
Gemeindekennziffer: 3 07 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wiener Straße 11
2402 Haslau-Maria Ellend
Website: www.haslau-mariaellend.gv.at
Politik
Bürgermeister: Jürgen Preselmaier (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
12
7
12 
Insgesamt 19 Sitze
Lage der Gemeinde Haslau-Maria Ellend im Bezirk Bruck an der Leitha
Au am LeithabergeBad Deutsch-AltenburgBergBruck an der LeithaEbergassingEnzersdorf an der FischaEnzersdorf an der FischaFischamendGöttlesbrunn-ArbesthalGötzendorf an der LeithaGramatneusiedlHainburg an der DonauHaslau-Maria EllendHimbergHof am LeithabergeHöfleinHundsheimKlein-NeusiedlLanzendorfLeopoldsdorfMannersdorf am LeithagebirgeMaria-LanzendorfMoosbrunnPetronell-CarnuntumPrellenkirchenRauchenwarthRohrauScharndorfSchwadorfSchwechatSommereinTrautmannsdorf an der LeithaWolfsthalZwölfaxingLage der Gemeinde Haslau-Maria Ellend im Bezirk Bruck an der Leitha (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das Gemeindeamt von Haslau-Maria Ellend
Das Gemeindeamt von Haslau-Maria Ellend
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haslau-Maria Ellend ist eine Gemeinde mit 2004 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Sie entstand 1969 durch den Zusammenschluss der Kommunen Maria Ellend und Haslau an der Donau.[1] Maria Ellend ist ein alter Marien-Wallfahrtsort mit einer Lourdesgrotte, direkt an der Pressburger Straße B 9.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haslau-Maria Ellend liegt an der Donau im Industrieviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 24,83 km². 42,01 % der Fläche sind bewaldet.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohner Stand 1. Januar 2018[2]):

  • Haslau an der Donau (974)
  • Maria Ellend (1030)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Sage aus dem 14. Jahrhundert berichtet über die Entstehung des Ortsnamens: Spielende Kinder entdeckten an den Ufern der Donau eine Marienstatue, die scheinbar gegen den Strom zu schwimmen schien. Die Stelle wurde „Maria Anlandt“ benannt, daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit „Maria Alland“ und schließlich „Maria Ellend“.

Im Altertum war das Gebiet Teil der römischen Provinz Pannonien. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich um 1080 unter dem Namen „Haselawa“[1], vom 12. bis 14. Jahrhundert wird der Ort durch das Rittergeschlecht von Haslau bestimmt und damit auch Standort einer Burg. In dieser Zeit ist der Ort ein Lehen von Orth an der Donau, beziehungsweise Petronell. Nach den Türkenkriegen 1529 und 1683 war der Ort stark entvölkert und wurde in der Folge von Kroaten besiedelt, weshalb landläufig der Ortsname Kroatisch-Haslau verwendet wurde.

Im 18. Jahrhundert kam es zu einem Erdrutsch, bei dem die nördliche Zeile des ehemaligen Straßendorfes abstürzte.

1770–1772 wird die Wallfahrtskirche durch Franz Josef Gabriel von Abensperg und Traun erbaut und der Ort seither Maria Ellend genannt. 1906–1914 erfolgt die Erbauung der Wallfahrtsanlage und Lourdesgrotte gegenüber der Wallfahrtskirche. Für einen Anstieg der Wallfahrer sorgte die Eröffnung der Bahnstation im selben Jahr. 1929 wird die Pfarre Maria Ellend durch die Missionare der Heiligen Familie übernommen.

Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie 1918 strebte die Bevölkerung den ursprünglichen Ortsnamen Haslau an.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Haslau/Maria Ellend Opfer von einigen Bombenangriffen und 1945 von der Roten Armee besetzt.

1969 wurden die beiden Orte schließlich zu einer Gemeinde zusammengelegt.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1312 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1089 Einwohner, 1981 993 und im Jahr 1971 1025 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat mit 19 Mitgliedern erhielt bei der Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 folgende Verteilung: 12 ÖVP, 7 SPÖ.

Bürgermeister
  • 1924–1938 Johann Zeyer
  • 1945–? Johann Zeyer (ÖVP)
  • 1993–2009 Helmut Fritz (SPÖ)[3]
  • 2009–2015 Elisabeth Scherz (SPÖ)
  • seit 2015 Jürgen Preselmaier (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarr- und Wallfahrtskirche Unsere Liebe Frau in Maria Ellend
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Haslau-Maria Ellend
  • in Maria Ellend:
    • Wallfahrtskirche Unserer lieben Frau: 1770 errichtet, 1910 Anbringung des Mosaikbildes „Muttergottes an der Straße“ auf der Portalfassade der Kirche
    • Lourdesgrotte: befindet sich gegenüber der Wallfahrtskirche
    • Maria Ellender Donauauen: Teil der Nationalpark Donau-Auen

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 50, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 36. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 605. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,56 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 20.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haslau-Maria Ellend – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Gemeinde Haslau-Maria Ellend: Geschichte von Haslau/Maria Ellend. In: www.haslau-mariaellend.gv.at. Abgerufen am 12. Juli 2018.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  3. Gemeinde Haslau/Maria Ellend: Eine Ära geht zu Ende. Abgerufen im 22. November 2017.