Maria Purtsa

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Maria Purtsa
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 18. August 1995 (27 Jahre)
Geburtsort DresdenDeutschland
Beruf Studentin (Psychologie) auf Master
Karriere
Disziplin Dreisprung
Bestleistung Halle: 13,67 m; Freiluft: 14,11 m
Verein LAC Erdgas Chemnitz, vorm.: Dresdner SC 1898,
erster Verein: TSV Cossebaude
Trainer Harry Marusch, vorm.: Claudia Marx,
erste Trainer: Peter Belger und Enrico de Schultz
Status aktiv
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Deutsche Hallenmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Deutsche Hochschulmeisterschaft 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche Hochschulhallenmeisterschaft 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Deutsche U23-Meisterschaften 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
Bronze 2019 Berlin 13,24 m
Gold 2020 Braunschweig 13,65 m
Bronze 2021 Braunschweig 14,11 m
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
Bronze 2019 Leipzig 13,46 m
Bronze 2021 Dortmund 13,67 m
Deutsche Hochschulmeisterschaften
Bronze 2017 Kassel 13,23 m
Silber 2019 Köln 12,68 m
Deutsche Hochschulhallenmeisterschaft
Silber 2016 Frankfurt-Kalbach 12,10 m
Deutsche U23-Meisterschaften
Silber 2016 BO-Wattenscheid 12,80 m
Silber 2017 Leverkusen 13,24 m
letzte Änderung: 6. Juni 2021

Maria Purtsa (* 18. August 1995 in Dresden,[1] Sachsen) ist eine deutsche Leichtathletin, die sich auf den Dreisprung spezialisiert hat.

Berufsweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wunsch Psychologie zu studieren reifte bei Purtsa schon vor dem Abitur durch die Lektüre des Buches Komm, ich erzähl dir eine Geschichte von Jorge Bucay.[1] 2018 machte sie den Bachelorabschluss, schreibt an der TU Chemnitz an ihrer Masterarbeit und möchte nach erfolgreichem Abschluss eine Therapeutenausbildung beginnen.[1][2]

Sportliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Purtsa betrieb schon in der Kindheit viel Sport, ging zum Tennis oder Turnen[2] und fand seit ihrem sechsten Lebensjahr durch ihren Bruder motiviert zur Leichtathletik, wo ihr Sprungtalent schon ihrem Grundschuldirektor auffiel.[1] Bis Purtsa sechzehn Jahre alt war konkurrierte sie beim Mehrkampf und konnte dann parallel zum Mehrkampf- mit dem Dreisprungtraining beginnen. Speziell in dieser Disziplin ist für sie die Mischung aus Schnelligkeit, Technik, Sprungkraft und Schnellkraft faszinierend und reizvoll.[1] Bis 2019 kam Purtsa regelmäßig unter die Top 10 oder aufs Podium, konnte aber keinen Titelgewinn verzeichnen.

2016 holte Purtsa Silber bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften und wurde Deutsche U23-Vizemeisterin.

2017 belegte sie bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den Bronzerang und wurde erneut Deutsche U23-Vizemeisterin.

2018 konnte Purtsa in der Hallensaison während ihres Auslandsstipendiums in Cincinnati im Bundesstaat Ohio noch ein paar Top 10-Platzierungen belegen. Anhaltende Rückenprobleme und Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit bescherten ihr aber ein sportlich verlorenes Jahr.[2]

2019 holte sie dann jeweils Bronze bei den Deutschen Hallenmeisterschaften sowie den Deutschen Meisterschaften und wurde Deutsche Hochschulvizemeisterin.

2020 begann Purtsa in der Hallensaison mit einem 5. Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und konnte in der wegen der COVID-19-Pandemie verspätet gestarteten Freiluftsaison Deutsche Meisterin werden. Ihre Siegweite lag nur zwei Zentimeter unter ihrer einen Monat zuvor aufgestellten Bestweite von 13,67 m.

2021 steigerte Purtsa ihre Hallenbestleistung auf ebenfalls 13,67 m, womit sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften wiederum Bronze holte. Den 3. Platz holte sie auch bei den Deutschen Meisterschaften als sie erstmals in ihrer sportlichen Karriere über die 14-Meter-Marke auf 14,11 m sprang. Damit hatte Purtsa die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio erfüllt und war gleichweit gesprungen wie Kristin Gierisch. Den Unterschied zwischen Silber und Bronze machten die zweitweitesten Sprünge aus, in denen Gierisch 13,98 m und Purtsa 13,85 m aufzuweisen hatten.[3]

Vereinszugehörigkeiten und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Purtsa startet seit 2015 für den LAC Erdgas Chemnitz, wo sie bei Harry Marusch trainiert. Zuvor war sie seit 2010 beim Dresdner SC 1898 bei Claudia Marx. In ihrem ersten Verein, dem TSV Cossebaude, waren Peter Belger und Enrico de Schultz ihre Trainer.[2]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Mutter ist Bulgarin, der Vater Grieche.[4]

Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 20. Februar 2021)

Halle
  • Dreisprung: 13,67 m (Dortmund, 20. Februar 2021)
Freiluft
Leistungsentwicklung
Jahr Halle Freiluft
2011 11,58 m (+0,4 m/s)
2012 12,08 m 11,89 m (−0,3 m/s)
2013 11,80 m 12,22 m (−1,6 m/s)
2014 11,94 m 12,70 m (+0,6 m/s)
2015 12,66 m (+1,3 m/s)
2016 12,87 m 12,85 m (−0,4 m/s)
2017 12,72 m 13,30 m (−0,3 m/s)
2018 12,22 m 11,96 m (−1,1 m/s)
2019 13,46 m 13,43 m (+1,6 m/s)
2020 13,32 m 13,67 m (+0,4 m/s)
2021 13,67 m 14,11 m (+0,2 m/s)[5]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

national
international
  • 2018: 6. Platz Lexington Kentucky Invitational
  • 2018: 2. Platz Columbus Buckeye Open
  • 2018: 6. Platz The American Indoor Championships Birmingham

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e : Hoch hinaus neben dem Studium, Uni aktuell – Menschen, auf: tu-chemnitz.de, vom 30. April 2019, abgerufen 7. Dezember 2020
  2. a b c d Jan-Henner Reitze: Maria Purtsa – Energiegeladen, emotional und ein bisschen eigenwillig, Neue Meister, auf: leichtathletik.de, vom 24. November 2020, abgerufen 25. November 2020
  3. : DM Tag 1: Freudentränen, Olympianormen und ein packender Dreikampf im Dreisprung, Braunschweig, auf: leichtathletik.de, vom 5. Juni 2021, abgerufen 6. Juni 2021
  4. Philip Häfner: Maria Purtsa: Springen als pure Lebensfreude, DM 2020, auf: leichtathletik.de, vom 9. August 2020, abgerufen 9. August 2020
  5. Stand: 5. Juni 2021