Marianne Kneuer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Marianne Kneuer (* 1964 in Bonn) ist eine deutsche Journalistin und Politikwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kneuer studierte Hispanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Universidad Complutense de Madrid. Nach dem Magister Artium 1989 wurde sie 1991 zum Dr. phil. (Dissertation: Literatur und Philosophie. Ihr Verhältnis bei Ernesto Sábato) promoviert.

Sie war als Journalistin tätig u.a. für Die Politische Meinung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Von 1994 bis 1999 war sie Referentin im Planungsstab von Bundespräsident Roman Herzog.

Von 2001 bis 2004 war sie Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 2005 habilitierte sie sich in Politikwissenschaften an der Katholischen Universität Eichstätt mit der Arbeit Demokratisierung durch die EU. Süd- und Ostmitteleuropa im Vergleich. Danach vertrat sie Professuren an der Universität Erfurt, der Fernuniversität in Hagen und der Technischen Universität Darmstadt. Seit 2011 ist sie Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Hildesheim.

Sie ist Mitglied verschiedener Vereinigungen u.a. der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) und der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP). Von 2011 bis 2013 war sie Vorsitzende der DGfP. Sie ist als Mitherausgeberin von Buchreihen tätig und auch Mitherausgeberin der Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft (ZfVP). Seit 2014 ist sie Vorstandsmitglied der International Political Science Association (IPSA), seit 2016 First Vice President der IPSA.

Kneuer ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur und Philosophie. Ihr Verhältnis bei Ernesto Sábato (= Hispanistische Studien. Band 22). Lang, Frankfurt am Main u.a. 1991, ISBN 3-631-43978-4.
  • Demokratisierung durch die EU. Süd- und Ostmitteleuropa im Vergleich. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-15077-2.
  • Soziale Medien in Protestbewegungen. Neue Wege für Diskurs, Organisation und Empörung? (mit Saskia Richter), Frankfurt am Main, New York 2015, ISBN 978-3-593-50300-4

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mit Gero Erdmann: Externe Faktoren der Demokratisierung, Nomos, Baden-Baden 2009, 2. Aufl. 2014, ISBN 978-3-8487-1372-1.
  • Mit Irene Gerlach, Eckhard Jesse, Nikolaus Werz: Politikwissenschaft in Deutschland (= Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Band 27). Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-6229-6.
  • Mit Gero Erdmann: Regression of democracy? (= Zeitschrift für vergleichende Politikwissenschaft. Special issue 1). VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-18216-2.
  • Mit Andrea Schapper, Andrea Fleschenberg dos Ramos Pinéu: Globale Normen zwischen Anspruch und Wirklichkeit (= Staatlichkeit und Governance in Transformation. Band 6). Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0054-7.
  • Das Internet. Bereicherung oder Stressfaktor für die Demokratie? (= Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Band 31). Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8487-0531-3.
  • Standortbestimmung Deutschlands: Innere Verfasstheit und internationale Verantwortung, (= Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Band 32). Nomos, Baden-Baden 2015, ISBN 978-3-8487-1196-3.
  • Handbuch für Vergleichende Politikwissenschaft (mit Hans-Joachim Lauth und Gert Pickel), Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-02337-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]