Marianne Vos

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Marianne Vos Straßenradsport
Marianne Vos (2015)
Marianne Vos (2015)
Zur Person
Geburtsdatum 13. Mai 1987
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straßen, Bahn, Cross
Körpergröße 168 cm
Renngewicht 58 kg
Zum Team
Aktuelles Team WM3 Pro Cycling
Funktion Fahrerin
Wichtigste Erfolge

Olympic rings with white rims.svg Olympische Spiele

Punktefahren 2008
Straßenrennen 2012

Jersey rainbow.svg UCI-Straßenweltmeisterschaften

Straßenrennen 2006, 2012, 2013

Jersey rainbow.svg UCI-Bahnweltmeisterschaften

Punktefahren 2008
Scratch 2011

Jersey rainbow.svg UCI-Crossweltmeisterschaften

2006, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014

Union-Cycliste-Internationale-Logo.svg UCI-Straßen-Weltcup

2007, 2009, 2010, 2012, 2013
Infobox zuletzt aktualisiert: 29. Oktober 2016
Vos mit Gold bei der Bahn-WM 2011
Marianne Vos gewinnt das Rennen bei der Straßen-WM in Florenz (2013)
Marianne Vos bei einem Querfeldeinrennen (2007)

Marianne Vos (* 13. Mai 1987 in ’s-Hertogenbosch) ist eine niederländische Radrennfahrerin. Sie ist zweifache Olympiasiegerin und zwölfmalige Weltmeisterin.

Radsportkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2001 ist Marianne Vos im Leistungsradsport aktiv. 2002 wurde sie niederländische Jugend-Meisterin im Straßenrennen, fuhr zu dieser Zeit allerdings hauptsächlich Querfeldeinrennen. 2004 wurde sie bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Verona Juniorinnen-Weltmeisterin im Straßenrennen.

2006 wechselte Vos in die Elite-Klasse der Frauen; seitdem fährt sie immer im selben Team, das seit 2012 den Namen Rabobank Women Cycling Team trägt. Zu Beginn des Jahres 2006 wurde sie Europa- und Weltmeisterin im Cross vor der Deutschen Hanka Kupfernagel. Auf der Straße gewann sie die niederländische Straßen-Radmeisterschaft, und im Oktober wurde sie Weltmeisterin im Straßenrennen in Salzburg.

Bis 2013 errang Marianne Vos insgesamt zwölf Weltmeister-Titel auf Bahn, Straße und im Querfeldeinrennen, dazu 16 nationale Titel (inklusive zwei Titeln auf dem Mountainbike) sowie zwei europäische Titel. Zweimal errang sie olympische Goldmedaillen, 2008 im Punktefahren und 2012 im Straßenrennen. Fünfmal gewann sie den Rad-Weltcup der Frauen und dreimal den Giro d’Italia Femminile. Zudem siegte sie bei rund 30 relevanten Straßenrennen. Als sie bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2013 ihren Titel zum zweiten Mal verteidigte, taufte eine englische Zeitung sie Flying Dutchwoman: „She rode out with the No 1 on her back and rode home with her position as the greatest female cyclist underlined […].“ (dt.= „Sie fuhr mit der Nummer 1 auf ihrem Rücken hinaus und kam zurück, nachdem sie ihre Position als größter weiblicher Radrennfahrer betont hatte […].“) [1]

2015 musste Marianne Vos eine längere Rennpause einlegen, um mehrere Verletzungen auszukurieren.[2] Im Juli 2015 wurde bekannt, dass sie in dieser Saison keine Straßenrennen und auch nicht die Straßen-Weltmeisterschaften bestreiten werde, so dass ihr Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gefährdet war.[3] Im März 2016 nahm Vos den Rennbetrieb wieder auf.[4]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2006 und 2013 wurde Marianne Vos siebenmal als niederländische Radsportlerin des Jahres ausgezeichnet.[5] 2008, 2009 und 2013 wurde sie zudem in den Niederlanden Sportlerin des Jahres.[6] 2013 erhielt sie ebenfalls den internationalen Velo Award als Radsportlerin des Jahres.[7]

Marianne Vos wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt.

Bei einer Auflistung der besten hundert Sportler der Niederlande rangierte Marianne Vos im Dezember 2013 auf Platz 15.[8]

Im Februar 2010 gab der Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde Aalburg bekannt, dass dort ein 29,5 Kilometer langer Fahrradweg nach ihr Marianne Vos fietsroute benannt wird.[9]

Nach Meinung eines niederländischen Kolumnisten war Vos schon 2011 nicht nur die „beste Radsportlerin der Geschichte“, die Leontien Zijlaard-van Moorsel und Jeannie Longo überflügelt habe, sondern auch die beste Sportlerin, die die Niederlande jemals hervorgebracht hätten.[10]

Im September 2017 wurde Marianne Vos in die Athletenkommission der UCI gewählt.[11]

Erfolge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

  • MaillotHolanda.svg Niederländische Cross-Meisterin

2016

2017

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marianne Vos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robin Scott-Elliott: World Road Championships: Flying Dutchwoman Marianne Vos defends her title in style. The Independent, 29. September 2013, abgerufen am 24. Dezember 2013 (englisch).
  2. Marianne Vos legt Pause ein. rad-net.de, 25. März 2013, abgerufen am 2. Juni 2015.
  3. Marianne Vos beendet Saison 2015. rad-net.de, 25. März 2013, abgerufen am 21. Juli 2015.
  4. Vos nach zehn Monaten Pause erstmals wieder im Renngeschehen. rad-net.de, 9. März 2016, abgerufen am 12. März 2016.
  5. Mollema und Vos erneut niederländische Radsportler des Jahres. radsport-news.com, 25. November 2013, abgerufen am 26. November 2013.
  6. Marianne Vos voor derde keer sportvrouw van het jaar. ad.nl, 17. Dezember 2013, abgerufen am 25. Dezember 2013 (niederländisch).
  7. Matthew Beaudin: Velo Awards: International Woman of the Year, Marianne Vos. 23. Dezember 2013, abgerufen am 25. Dezember 2013 (englisch).
  8. De top 100 Nederlandse grootste en beste sporters. detop100.nl/, 17. Dezember 2013, abgerufen am 25. Dezember 2013 (niederländisch).
  9. Fietsroutes.web-log.nl abgerufen am 27. Januar 2012
  10. Frank Heinen: Toch kampioen. HP/De Tijd, 28. September 2011, abgerufen am 25. Dezember 2013 (niederländisch).
  11. Vos and Eisel elected onto the UCI Athletes' Commission. In: uci.ch. 24. September 2017, abgerufen am 1. Oktober 2017.