Marianne Wex

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Marianne Wex (* 1937 in Hamburg) ist eine deutsche Künstlerin und Autorin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wex studierte bildende Künste an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und in Mexiko-Stadt.

Zwischen 1963 bis 1980 war Wex als Dozentin in Hamburg tä̱tig. Ihr Interesse am Feminismus, den Massenmedien, der Soziologie und der Heilung bestimmen die Form ihrer Kunstwerke, die Zeichen, Symbole und Farben in verschiedenen Medien wie Malerei, Fotografie, Typographie und Kalligraphie konzeptuell aufgreifen.

In den 1970er Jahren begann Wex sich auf die, wie sie bemerkt, unbewussten "weiblichen" und "männlichen" Körpersprachen zu fokussieren. Ihre Forschung kulminierte in dem Kunstwerk: Let’s Take Back Our Space:: „Weibliche und männliche Körpersprache als Ergebnis von patriarchalen Strukturen“, 1977. Wex lebte zwischen 1972 und 1977 in Hamburg. In dieser Zeit entstanden mehr als 5000 Fotografien von Frauen und Männern, die meisten davon in den Straßen von Hamburg und Umgebung. Diese Bilder spiegelten ihre Beobachtung einer sehr unterschiedlichen Körpersprache zwischen den beiden Geschlechtern wieder. Wex‘s eigene Fotografien wurden mit Bildern aus Massenmedien wie Anzeigen, Filmen, Boulevardmagazinen und Zeitungen ergänzt. Außerdem untersuchte und fotografierte sie Skulpturen aus dem Jahr 2000 v. Chr. und fand heraus, dass idealisierte Körperhaltungen und Körperformen der beiden Geschlechter heute in der Gegenwart weitaus divergenter auftreten als in der Vergangenheit. Wex nahm diese historischen Beispiele in ihre Arbeit mit auf. Das daraus resultierende Kunstwerk umfasst über 200 Tafeln, auf denen die Fotografien in verschiedenen Kategorien angeordnet sind. Seither wird das Kunstwerk weltweit ausgestellt und gilt als wegweisendes Werk der feministischen Kunst. Die daraus resultierende Publikation über das Kunstwerk wurde in die Englische und Französische Sprache übersetzt und das Projekt dient immer noch als wichtiges Vorbild in der Frauen- und Geschlechterforschung. Der FrauenMediaTurm dokumentiert das Werk in seiner Chronik der Neuen Frauenbewegung.

Nach ihrer Diagnose[1] in den 1980er Jahren wandte sich Wex von der Kunst ab um durch Neuseeland, Indien, Japan und Kanada zu reisen, wo sie Interesse an der Selbstheilung entwickelte. Wex reiste dann nach London um unter Lily Cornford zu studieren. Danach begann Wex selbst Frauen in der Selbstheilung zu unterrichten. Sie setzt diese Praxis heute fort und beschäftigt sich zuletzt mit den Problemen und Möglichkeiten der Parthenogenese.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Ausstellung Tanya Leighton Gallery, Berlin.
  • 2017: Ausstellung im Archiv, Zürich, Schweiz. 
  • 2017: Ausstellung in der Zachęta - National Gallery of Art, Polen, Warschau
  • 2016: Ausstellung Adam Art Gallery, Victoria University, Wellington NeuSeeland
  • 2015: Ausstellung "Wir nehmen uns Raum" im Frauengesundheitszentrum Sirona e.V., Wiesbaden[3]
  • 2014: Ausstellung im Autocenter Space for Contemporary Art, Berlin.[4]
  • 2014: Ausstellung in der Gasworks Gallery, London.[5]
  • 2013: Ausstellung La Gallerie, Noisy-le-Sec, Paris.   
  • 2013: Ausstellung in der Presentation House Gallery, Vancouver, Kanada[6]
  • 2012: Ausstellung in der Yale Union, Portland, USA[7]
  • 2009: Ausstellung in der Focal Point Gallery, London.[8]2012: Ausstellung, Badischer Kunstverein, Karlsruhe[9][10][11]
  • 1982: Ausstellung im Institute of Contemporary Arts, London.
  • 1979: Ausstellung im Bonner Kunstverein.[12]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsch in 6 einzelnen Kapiteln: Schrift/Kalligrafie in der Geschichte der Schrift in Bildern und Anwendungen. Herausgeber Walter Schulz KG, HFL Hamburg,1967.
  • "Weibliche" und "männliche" Körpersprache als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse. Eigenverlag, 1979, DNB 810112299.
  • Let's Take Back Our Space: Female and Male Body Language as a Result of Patriarchal Structures. Frauenliteratur Verlag, 1984, ISBN 3-923173-00-8.
  • Parthenogenese Heute. Von der Urkraft der Frau aus sich selbst heraus zu gebären, ohne Beteiligung eines zweiten Geschlechtes. Verlag Anke Schäfer, Wiesbaden, 1992.
  • Langage «féminin» et «masculin» du corps: reflet de l'ordre patriarcal. Verlag Academia-Erasme, 1993, ISBN 2-87209-284-6.
  • Parthenogenese heute. Von der Urkraft der Frau aus sich selbst heraus zu gebären, ohne Beteiligung eines zweiten Geschlechtes’. 2. überarbeitete Auflage (3.-8.Tausend) ‚edition frauenmuseum wiesbaden’,1996. ISBN 3-9805380-0-1 [1]
  • Menschliche Parthenogenese In: Lachesis, Fachzeitschrift des Berufsverbandes für Heilpraktikerinnen. 2002.
  • Parthenogenesi Oggi. 4. Überarbeitete Auflage, Verlag Vega, Edizioni Lilaurora, Morano, Sovicille, 2003. ISBN 88-88-508-01-5 [2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demircan, Saim. "Marianne Wex". Frieze. Archived from the original on 8 October 2014. Retrieved 12 October 2014.
  2. Marianne Wex | Die selbstheilenden Kräfte in sich erkennen. Abgerufen am 24. Mai 2018 (deutsch).
  3. Programm, Frauengesundheitszentrum Sirona
  4. Monopol Magazin10/2014
  5. Programm, Gasworks
  6. Vancouver Sun
  7. Programm, Yale Union
  8. focalpoint.org
  9. Missy Magazin, 07/2012.
  10. Review, frieze.com
  11. Programm, Badischer Kunstverein
  12. Archiv, Bonner Kunstverein
  13. Ausstellungskatalog (Eigenverlag), amazon