Maribo

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Dänemark Maribo
Wappen von Maribo
Maribo (Dänemark)
Maribo
Maribo
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Sjælland
Kommune
(seit 2007):
Lolland
Koordinaten: 54° 47′ N, 11° 30′ OKoordinaten: 54° 47′ N, 11° 30′ O
Gegründet: um 1400
Einwohner:
(2018[1])
5.807
Fläche: 154 km²
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4930
Website: www.maribo.dk
Klosterkirche von Maribo
Klosterkirche von Maribo
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Maribo ist ein dänischer Ort am Maribosee auf der Insel Lolland in der Region Sjælland. Maribo ist Verwaltungssitz der Lolland Kommune, die nach der Kommunalreform 2007 aus den bestehenden Kommunen Højreby, Holeby, Maribo, Nakskov, Ravnsborg, Rudbjerg und Rødby gebildet wurde. Der Ort hat 5807 Einwohner (Stand 1. Januar 2018[1]) auf einer Fläche von 154 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maribo entstand um ein Birgittenkloster herum, das um 1416 von Erik von Pommern als Tochtergründung des Mutterklosters Vadstena in Schweden gegründet wurde. Der Dom wurde an Stelle einer früheren Holzkirche seit etwa 1410 errichtet, 1470 fertiggestellt und diente seit dem 16. Jahrhundert als Pfarrkirche. Die Klostergebäude wurden im 17. und 18. Jahrhundert abgerissen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar am Seeufer befindet sich die ehemalige Klosterkirche, die 1803 Bischofskirche des Bistums für Lolland und Falster wurde. Die dreischiffige Hallenkirche mit großem Satteldach hat entgegen den Bauvorschriften Birgittas für Vadstena ein verbreitertes Mittelschiff; wahrscheinlich war zunächst geplant, die Kirche als Basilika zu errichten.

Etwa sieben Kilometer nördlich des Stadtzentrums befindet sich der Hafenort Bandholm. Von Maribo nach Bandholm verkehrt im Sommerhalbjahr eine Museumseisenbahn. Zur Maribo Kommune gehörten auch die Inseln Askø und Lilleø. Sie sind von Bandholm aus per Fähre zu erreichen. An Bandholm angrenzend liegt der Safaripark Knuthenborg, mit einer Fläche von knapp 6 km² der größte Safaripark Skandinaviens.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Maribo verbrachte Leonora Christina Ulfeldt die letzten 13 Jahre ihres Lebens. Kaj Munk (1898–1944) der Pfarrer, Schriftsteller und Widerstandskämpfer war, ist in Maribo geboren.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Maribo vorbei führt die Autobahn E 47 von Rødbyhavn nach Kopenhagen. Die Landesstraße 9 führt von der Autobahn Richtung Westen nach Tårs bei Nakskov. Von dort verkehrt eine Fähre zur Nachbarinsel Langeland.

An das Schienennetz ist Maribo über die private Lollandsbanen angeschlossen. Diese betreibt die Strecke von Nakskov über Maribo nach Nykøbing auf Falster. Auf einer Nebenstrecke nach Bandholm verkehrt in den Sommermonaten die Museumsbahn Maribo–Bandholm.

Rund um Maribo existiert ein relativ dichtes Netz von Buslinien. Dazu gehören auch Überlandlinien, die Maribo zum Beispiel mit Odense auf Fünen verbinden.

Runenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sædingestein ist ein Runenstein der im Jahre 1859 in Nebbelunde entdeckt wurde. Er befindet sich im Lolland-Falster Stiftsmuseum in Maribo.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostsee-Meteorit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Januar 2009 explodierte über der Insel Lolland der sogenannte Ostsee-Meteorit. Bruchstücke des Meteoriten wurden später in der Nähe von Maribo gefunden und tragen daher offiziell den Namen des Ortes.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Maribo stammt auch die gleichnamige Käsesorte, ein Käse mit trockener, gelblicher Rinde, reiskorngroßen Löchern und leicht säuerlichem Geschmack.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BY1: Folketal 1. januar efter byområde, alder og køn (dänisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maribo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien