Marie-Luise Angerer

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Marie-Luise Angerer (* 15. März 1958 in Bregenz[1]) ist eine österreichische Medien- und Kulturwissenschaftlerin. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für Medientheorie/Medienwissenschaft im Studiengang Europäische Medienwissenschaft am Institut für Künste und Medien der Universität Potsdam.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Publizistik und Kommunikationsforschung, Kunstgeschichte, Romanistik und Philosophie in Wien war sie von 1993 bis 1994 Assistentin am Publizistik-Institut in Salzburg. Unter anderem lehrte sie als Vertretungsprofessorin in Bochum, als Gastprofessorin in Berlin an der Hochschule der Künste, in Zürich und in Ljubljana. Sie war Fakultätsmitglied des „Program of Gender and Culture“ in Budapest und Lehrbeauftragte in Wien, Salzburg und Innsbruck. Forschungsaufenthalte führten sie nach Australien, England, in die USA und nach Kanada.

Von 2000 bis 2015 war sie Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften an der Kunsthochschule für Medien in Köln und unterhielt dort von 2007 bis 2009 das Rektorinnenamt. Im Oktober 2015 trat Marie-Luise Angerer die Professur für Medientheorie/Medienwissenschaft an der Universität Potsdam an.[2]

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Medientechnologien und Körpertheorien, Wissenskonfigurationen und künstlerische Praxen, posthumane Zukunftsphantasmen, das affektive Dispositiv, Affekt und Medienzeit.

Sie ist Mitglied des Universitätsrates der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz in der Funktionsperiode 2018 bis 2023,[3][4] seit 2018 Sprecherin des Graduiertenkollegs »Sensing: Das Wissen Sensibler Medien« (gefördert durch die VolkswagenStiftung) und seit 2016 geschäftsführende Direktorin des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autorin:

  • Body Options: Körper, Spuren, Medien, Bilder. Turia + Kant, Wien 1999; 2. Auflage 2000
  • Vom Begehren nach dem Affekt. diaphanes, Zürich/Berlin 2007
  • Desire After Affect. Rowman & Littlefield International, London 2014
  • Affektökologie: Intensive Milieus und zufällige Begegnungen, meson press Lüneburg 2017.
  • Ecology of Affect: Intensive Milieus and Contingent Encounters, meson press, Lüneburg 2017.

Als Herausgeberin:

  • mit Johanna Dorer: Gender und Medien: Theoretische Ansätze, empirische Befunde und Praxis der Massenkommunikation: Ein Textbuch zur Einführung. Braumüller, Wien 1994
  • Auf glattem Parkett: Feministinnen in Institutionen. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1991
  • The Body of Gender: Körper, Geschlechter, Identitäten. Passagen, Wien 1995
  • mit Henry P. Krips: Der andere Schauplatz: Psychoanalyse - Kultur - Medien. Turia + Kant, Wien 2001
  • Future Bodies. Zur Visualisierung von Körpern in Science und Fiction. Springer, Wien/New York 2002
  • Gender Goes Life. Die Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies. transcript, Bielefeld 2008
  • mit Yvonne Hardt, Anna-Carolin Weber: Choreographie - Medien - Gender. diaphanes, Zürich 2013
  • mit Bernd Bösel, Michaela Ott: Timing of Affect. Epistemologies, Aesthetics, Politics. diaphanes, Zürich 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Ruiss: Literarisches Leben in Österreich. Ein Handbuch. Interessengemeinschaft Österreichischer Autoren, Wien 1997, S. 604.
  2. S. Rymarowicz: Medienwissenschaft: Universität Potsdam - Philosophische Fakultät - Institut Künste und Medien. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.uni-potsdam.de. Archiviert vom Original am 10. April 2016; abgerufen am 25. April 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-potsdam.de
  3. derStandard.at: Uni-Räte sind jetzt fast komplett. Artikel vom 30. April 2018, abgerufen am 2. Mai 2018.
  4. Universitätsrat der Kunstuni Linz. Abgerufen am 2. Mai 2018.