Mariele Millowitsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mariele Millowitsch auf der Berlinale 2009

Marie-Luise „Mariele“ Millowitsch (* 23. November 1955 in Köln) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariele Millowitsch entstammt einer deutschen Schauspielerfamilie. Sie wurde als viertes und jüngstes Kind des Kölner Volksschauspielers Willy Millowitsch und seiner Frau Gerda geboren. Ihre Tante, die Volksschauspielerin Lucy Millowitsch, leitete das familieneigene Theater viele Jahre lang zusammen mit ihrem Vater. Ihre Großtante war die Schauspielerin und Sängerin Cordy Millowitsch. Der Großvater Peter Wilhelm Millowitsch war ebenfalls Schauspieler und Theaterleiter. Er erwarb 1936 das Theater an der Aachener Straße in Köln. Der Bruder Peter ist ebenfalls als Schauspieler tätig und leitet das Familientheater seit 1998. Bedingt durch den Beruf ihrer Eltern stand auch sie genau wie ihre Geschwister bereits früh auf der Bühne und übernahm neben ihrer Schulausbildung zahlreiche Rollen am Millowitsch-Theater.

Nach dem Abitur studierte sie zunächst Veterinärmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, 1983 nahm sie kurz vor Ende ihres Studiums ein Angebot von Kay Lorentz an, am Düsseldorfer Kom(m)ödchen zu spielen. Von dort wechselte sie später zurück an das Millowitsch-Theater. Ende der 80er Jahre entschied sie sich, ihr Studium wieder aufzunehmen, und promovierte 1991 mit ihrer Abschlussarbeit zum Thema Experimentelle und klinische Untersuchungen zur perkutanen, partiellen Diskektomie (PPD) beim Hund (verfügbar über die Deutsche Nationalbibliothek). Sie übte ihren Beruf dennoch nicht aus, sondern kehrte nach der Promotion endgültig zur Schauspielerei zurück.

Neben der Arbeit am Theater erhielt sie bald auch kleine Rollen in Fernsehserien. Mitte der 1990er wurde sie in Deutschland einem breiten Publikum bekannt, als sie ab 1995 in der ZDF-Serie girl friends – Freundschaft mit Herz die Rolle der Marie Malek spielte. Diese Hauptrolle an der Seite von Walter Sittler verkörperte sie bis 2004. Das Schauspielerduo war ab 1997 parallel in der Comedyserie Nikola bei RTL zu sehen. Millowitsch spielte auch in internationalen Produktionen wie der französischen Serie Julie Lescaut mit. Nach dem Ende von Nikola im Jahr 2005 übernahm die Schauspielerin erneut eine Serienhauptrolle. In der deutschen Version von Family Law verkörperte sie in 16 Episoden die Familienanwältin Hanna Lorenz.

2008 kehrte sie zum ZDF zurück und spielt seitdem dort die Kölner Kommissarin Marie Brand in der gleichnamigen Krimireihe.[1] Die FAZ hielt die neue Filmreihe zwar für „nicht innovativ“, aber „gut geschrieben, gut gespielt und gut gemacht“.[2]

Mariele Millowitsch ist Mitglied bei Ärzte ohne Grenzen und Schirmherrin der Patientinnentage des Brustzentrums Holweide. Sie lebte mit ihrem Lebensgefährten in Köln. Das Paar trennte sich im Dezember 2009 nach acht Jahren Beziehung.[3]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1991: Pizza Colonia
  • 1992: Wunderjahre
  • 2004: Männer wie wir
  • 2011: Ausreichend (Kurzfilm)

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965: Drei kölsche Jungen (Aufzeichnung aus dem Millowitsch-Theater)
  • 1973: Liebe mit 50
  • 1975: Die Stadt im Tal
  • 1975: Probezeit
  • 1975: Rauschgift
  • 1978: Tatort – Der Feinkosthändler
  • 1983: Die Sache Mensch
  • 1984: Das Glücksmädel
  • 1984: Das Liebesverbot
  • 1984: Adel verpflichtet zu nichts
  • 1984: Die spanische Fliege
  • 1986: Tatort – Schwarzes Wochenende
  • 1987: Minipli
  • 1987: Das Mädchen aus dem Fahrstuhl
  • 1987: Die vertagte Hochzeitsnacht
  • 1989: Brausepulver – Berta und die Stürmer
  • 1990: Der Medienfreak
  • 1996: Das Traumschiff – Sydney
  • 1998: Wiedersehen in Palma
  • 1999: Meine beste Feindin
  • 2000: Ich kaufe mir einen Mann
  • 2000: Zwei vom Blitz getroffen
  • 2002: Die Stimmen
  • 2003: Lottoschein ins Glück
  • 2004: Untreu
  • 2005: Damals warst Du still
  • 2005: Das geheime Leben meiner Freundin
  • 2008: Mein Gott, Anna!
  • 2008: Das Traumschiff – Rio de Janeiro
  • 2008: Das Traumschiff – Vietnam
  • 2009: Mein Mann, seine Geliebte und ich
  • 2009: Heute keine Entlassung
  • 2010: Scheidung für Fortgeschrittene
  • 2011: Die Trödelqueen – Gelegenheit macht Liebe
  • 2012: Idiotentest
  • 2012: Schlaflos in Schwabing
  • 2013: Der große Schwindel
  • 2014: Zwei mitten im Leben
  • 2014: Lost & Found – Liebe im Gepäck (ORF)
  • 2015: Eine Handvoll Briefe (Im ORF Lost & Found)

Fernsehserien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Feindt und Klaus Bassiner: Marie kann zaubern. In: ZDF.de. Zweites Deutsches Fernsehen. Abgerufen am 30. Dezember 2008.
  2. Heike Hupertz: Ihr Name ist Marie Brand / Mariele Millowitsch als Kommissarin im ZDF. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Dezember 2008, S. 38.
  3. Mariele Millowitsch: Trennung von ihrem … www.bild.de › Unterhaltung