Marielle Thompson

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Marielle Thompson Freestyle-Skiing
Nation KanadaKanada Kanada
Geburtstag 15. Juni 1992 (27 Jahre)
Geburtsort North Vancouver
Größe 178 cm
Gewicht 75 kg
Karriere
Disziplin Skicross
Verein Whistler Mountain Ski Club
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Gold0 Sotschi 2014 Skicross
FIS Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften
0Silber0 Voss 2013 Skicross
0Gold0 Park City 2019 Skicross
Junioren-WMVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Gold0 Chiesa in V. 2013 Skicross
Platzierungen im Freestyle-Skiing-Weltcup
 Debüt im Weltcup 18. Dezember 2010
 Weltcupsiege 21
 Gesamtweltcup 3. (2011/12)
 Skicross-Weltcup 1. (2011/12, 2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skicross 21 11 4
letzte Änderung: 20. März 2019

Marielle Thompson (* 15. Juni 1992 in North Vancouver, British Columbia) ist eine kanadische Freestyle-Skierin. Sie ist auf die Disziplin Skicross spezialisiert. Zu ihren größten Erfolgen gehören der dreimalige Gewinn der Weltcup-Disziplinenwertung, der Olympiasieg im Jahr 2014 und der Weltmeistertitel im Jahr 2019. Ihr jüngerer Bruder Broderick Thompson ist alpiner Skirennläufer.[1]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn ihrer Sportkarriere versuchte sich Thompson als alpine Skirennläuferin, doch sie bestritt lediglich einige FIS-Rennen zu Beginn des Jahres 2008; bestes Ergebnis war ein 24. Platz. Daraufhin wechselte sie zum Skicross. 2010 fand sie durch den Sieg in der Gesamtwertung des Nor-Am-Cups und den zweiten Platz bei den kanadischen Meisterschaften Aufnahme in der Nationalmannschaft. Ihr Debüt im Weltcup hatte sie am 18. Dezember 2010: In Innichen fuhr sie auf den 21. Platz und gewann sogleich die ersten Weltcuppunkte. Das beste Ergebnis in ihrer Premierensaison war ein 7. Platz, bei den Weltmeisterschaften 2011 in Deer Valley fuhr sie auf den 15. Platz. Zum Saisonabschluss wurde sie kanadische Meisterin.

Am 17. Dezember 2011 gelang Thompson mit Platz 3 in Innichen die erste Weltcup-Podestplatzierung, den ersten Weltcupsieg feierte sie am 3. Februar 2012 in Blue Mountain. Mit insgesamt sechs Podestplätzen, darunter zwei weiteren Siegen in Branäs und Grindelwald, entschied sie die Skicross-Weltcupwertung der Saison 2011/12 für sich. Thompson konnte zu Beginn der Saison 2012/13 zunächst nicht an die Leistungen des Vorwinters anknüpfen. Erst im Februar gelang ihr in Sotschi wieder ein Podestplatz. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Voss gewann sie die Silbermedaille, bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 in Chiesa in Valmalenco die Goldmedaille.

Im Winter 2013/14 stand Thompson sechsmal auf dem Podest eines Weltcuprennens, davon dreimal als Siegerin (in Nakiska, Val Thorens und La Plagne). Die Disziplinenwertung entschied sie im letzten Rennen der Saison knapp für sich, als sie noch an der Schweizerin Fanny Smith vorbeizog. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann sie die Goldmedaille, vor Kelsey Serwa und Anna Holmlund. In der ersten Hälfte der Saison 2014/15 war Thompson weiterhin überlegen. Sie gewann in Nakiska und zweimal in Val Thorens. Bei den Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg wurde sie lediglich Achte; sie hatte sich während des Rennens eine Knieverletzung zugezogen und musste die Saison vorzeitig beenden. Im Winter 2015/16 gewann sie vier Weltcuprennen im Montafon, am Watles sowie in Nakiska und Idre. Zusammen mit zwei zweiten Plätzen reichte dies für den zweiten Rang in der Disziplinenwertung.

Thompson dominierte die Saison 2016/17 fast nach Belieben. Sie gewann sieben Weltcuprennen in Val Thorens und Arosa, im Montafon und am Watles sowie in Idre, Sunny Valley und Blue Mountain. Mit großem Vorsprung entschied sie zum dritten Mal die Disziplinenwertung für sich. Hingegen reichte es bei den Weltmeisterschaften 2017 in der Sierra Nevada nur zu Platz 5. Im Trainingslager in Saas-Fee stürzte sie schwer und zog sich dabei einen Kreuzbandriss sowie einen Innenbandriss zu.[2] Rechtzeitig zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang war sie wieder fit.[3] Dort stellte sie in der Qualifikation die Bestzeit auf, schied aber in der ersten Runde aus.

Bei den Freestyle-Skiing-Weltmeisterschaften 2019 in Park City gewann Thompson die Goldmedaille.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Skicross
Platz Punkte Platz Punkte
2010/11 50. 17 16. 192
2011/12 3. 59 1. 590
2012/13 36. 30 7. 302
2013/14 4. 69 1. 755
2014/15 34. 27,27 8. 300
2015/16 6. 61,42 2. 737
2016/17 3. 74,23 1. 965
2018/19 8. 59,64 3. 656

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thompson errang im Weltcup bisher 36 Podestplätze, davon 21 Siege:

Nr. Datum Ort Land
1 3. Februar 2012 Blue Mountain Kanada
2 3. März 2012 Branäs Schweden
3 10. März 2012 Grindelwald Schweiz
4 7. Dezember 2013 Nakiska Kanada
5 17. Januar 2014 Val Thorens Frankreich
6 23. März 2014 La Plagne Frankreich
7 6. Dezember 2014 Nakiska Kanada
8 9. Januar 2015 Val Thorens Frankreich
9 10. Januar 2015 Val Thorens Frankreich
10 5. Dezember 2015 Montafon Österreich
11 17. Januar 2016 Watles Italien
12 23. Januar 2016 Nakiska Kanada
13 14. Februar 2016 Idre Schweden
14 9. Dezember 2016 Val Thorens Frankreich
15 13. Dezember 2016 Arosa Schweiz
16 17. Dezember 2016 Montafon Österreich
17 15. Januar 2017 Watles Italien
18 12. Februar 2017 Idre Schweden
19 25. Februar 2017 Sunny Valley Russland
20 5. März 2017 Blue Mountain Kanada
21 17. März 2019 Veysonnaz Schweiz

Nor-Am Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saison 2009/10: 1. Skicross-Disziplinenwertung
  • 11 Podestplätze, davon 9 Siege

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chiesa in Valmalenco 2013: 1. Skicross

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winter-X-Games 2012: 5. Skicross
  • 1 Podestplatz im Europacup
  • 3 Podestplätze im South American Cup, davon 1 Sieg
  • 4 kanadische Meistertitel (2011, 2012, 2014, 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christina Newberry: Golden Girl. skicanada.org, 2018, abgerufen am 13. Mai 2018 (englisch).
  2. Olympia-Saison für Olympiasiegerin Thompson wohl vorbei. Aargauer Zeitung, 21. Oktober 2017, abgerufen am 29. Januar 2018.
  3. Marielle Thompson aiming for second ski cross gold — four months after having knee surgery. Toronto Star, 21. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.