Marieluise Beck

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Marieluise Beck 2009

Marieluise Beck (* 25. Juni 1952 in Bramsche) ist eine deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie ist Mitglied des Bundestags und Sprecherin für Osteuropapolitik ihrer Partei. Sie war von 2002 bis 2005 parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von 1998 bis 2005 Ausländerbeauftragte der Bundesregierung. Seit 17. Februar 2006 ist sie mit ihrem langjährigen Lebensgefährten, dem ebenfalls Grünen-Politiker und seit 2001 Leiter der Heinrich Böll Stiftung, Ralf Fücks verheiratet, mit dem sie zwei Töchter hat.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1970 in Osnabrück absolvierte Beck ein Lehramtsstudium für Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde in Bielefeld und Heidelberg. Danach war sie als Realschullehrerin an der Konrad-Adenauer-Realschule in Pforzheim sowie an der Gesamtschule Bremen-Mitte tätig.

Beck hieß während ihrer ersten Ehe und noch bis Ende der achtziger Jahre Marieluise Beck-Oberdorf.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während ihres Studiums in Bielefeld engagierte sich Beck im Sozialistischen Hochschulbund (SHB). Seit 1980 ist sie Mitglied der Partei Die Grünen. Vom 8./9. November 1980 bis zum 26./27. Juni 1982 war sie Vorsitzende der Grünen in Baden-Württemberg und blieb danach bis zur Bundestagswahl am 6. März 1983 als Beisitzerin Mitglied des baden-württembergischen Landesvorstandes [1].

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983 wurde Beck über eine Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt und war damit Mitglied der ersten Grünen-Fraktion im Bundestag, deren Sprecherin sie von 1983 bis 1984 war. 1985 legte sie wegen des damals bei den Grünen noch herrschenden Rotationsprinzips ihr Mandat nieder, zog aber nach der Bundestagswahl 1987 wiederum in den Bundestag ein, dem sie dann bis 1990 angehörte. Von 1991 bis 1994 war sie Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Seit 1994 ist sie erneut Mitglied des Bundestages.

Sie ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union des Deutschen Bundestags. Beck ist Vorsitzende der Parlamentariergruppe Bosnien und Herzegowina des Deutschen Bundestags.

Beck war bei der Bundestagswahl 1983 über die Landesliste Baden-Württemberg und danach stets über die Landesliste Bremen in den Bundestag eingezogen. Ihr Heimatwahlkreis ist Bremen I.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Ehrenbürgerin der bosnischen Stadt Lukavac
  • 1996: Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
  • 2008: Regine-Hildebrandt-Preis für Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut
  • 2011: Solidaritätspreis für Belarus
  • 2016: Ramer Award for Courage in the Defense of Democracy [5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marieluise Beck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historie von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg. S. 12–14, abgerufen am 24. August 2015.
  2. Internetseite des Bremer Hilfsvereins Brücke der Hoffnung e.V. Abgerufen am 27. Juli 2016.
  3. Internetseite des Bremer Landesverbands der Europa-Union. Abgerufen am 27. Juli 2016.
  4. Internetseite des Bremer Vereins Independent Afghan Women Association e.V. Abgerufen am 27. Juli 2016.
  5. Pressemitteilung des American Jewish Committee. Abgerufen am 27. Juli 2016.