Marija Wassiljewna Abakumowa

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Marija Wassiljewna Abakumowa Leichtathletik

Mariya Abakumova Daegu 2011.jpg
Marija Abakumowa bei den Weltmeisterschaften 2011

Nation RusslandRussland Russland
Geburtstag 15. Januar 1986
Geburtsort Stawropol
Größe 179 cm
Gewicht 78 kg
Karriere
Disziplin Speerwurf
Bestleistung 71,99 m
Verein ZSKA Moskau
Trainer Alexander Sinitzin
Status aktiv
Medaillenspiegel
Medaillen WM 1 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Weltmeisterschaften
0Bronze0 2009 Berlin 66,06 m
0Gold0 2011 Daegu 71,99 m
0Bronze0 2013 Moskau 65,09 m
letzte Änderung: 2. September 2013

Marija Wassiljewna Abakumowa (russisch Мария Васильевна Абакумова, engl. Transkription Mariya Abakumova; * 15. Januar 1986 in Stawropol) ist eine russische Speerwerferin, die 2011 Weltmeisterin wurde.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abakumowa feierte ihren ersten internationalen Erfolg als Vierte bei den Juniorenweltmeisterschaften 2003 in Sherbrooke. 2007 steigerte sie ihre Bestweite gegenüber der Vorsaison um mehr als vier Meter auf 64,28 m. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka wurde sie Siebte mit 61,43 m.

Kurz vor den Olympischen Spielen 2008 brach sie am 2. August in Irkutsk mit 67,25 m den acht Jahre alten russischen Rekord von Tatjana Schikolenko. Im Finale des olympischen Wettkampfs in Peking warf sie 70,78 Meter. Nur Osleidys Menéndez war jemals zuvor ein weiterer Wurf gelungen. Erst im letzten Durchgang wurde Abakumowa noch von der Tschechin Barbora Špotáková überholt, die mit 71,42 m bis auf 28 Zentimeter an die Weltrekordweite von Menéndez herankam und Abakumowa auf den Silberrang verdrängte. Wegen erwiesenen Dopings wurde Abakumowa 2016 nachträglich disqualifiziert und die Silbermedaille wurde Christina Obergföll zuerkannt.[1]

Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu gewann Abakumowa die Goldmedaille. Mit ihrer Siegerweite von 71,99 m stellte sie einen neuen National- und Weltmeisterschaftsrekord auf und schob sie sich in der ewigen Bestenliste auf Rang 2.

Zu den Olympischen Spielen 2012 in London reiste sie nicht als Favoritin an, und tatsächlich gewann Titelverteidigerin Barbora Špotáková. Abakumowa selbst blieb mit 59,34 m im Finale sowohl weit hinter ihrer Saisonbestleistung als auch hinter ihrer Qualifikationsweite zurück und kam nur auf den zehnten Platz.

Ins Jahr 2013 startete sie gut, warf schon im März 69,34 m und unterstrich damit ihre Ambitionen auf eine Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften, ihre Dauerkonkurrentin Špotáková machte zudem gerade eine Babypause. Nach einigen Niederlagen gegen Christina Obergföll bei diversen Diamond League Meetings, gewann sie im Juli bei der Sommer-Universiade in Kasan die Goldmedaille. In Moskau gelang es ihr nicht ihren Titel zu verteidigen, mit 65,09 m holte sie nur die Bronzemedaille. Zum Saisonabschluss steigerte sie sich hingegen noch einmal. So gewann sie große Meetings in Stockholm und Zürich mit jeweils über 68 Metern, ehe sie beim ISTAF in Berlin mit 70,53 m die 70-Meter-Marke knackte und ihre eigene alte Weltjahresbestleistung übertraf.

2016 wurde Maria Abakumowa im Rahmen olympischer Doping-Nachtests für die Olympischen Spiele 2008 des Dopings überführt. Damit verlor sie ihre Silbermedaille an Christina Obergföll.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marija Abakumowa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peking-Zweite Abakumowa gedopt - Obergföll erhält Olympia-Silber 2008 Münstersche Zeitung, 14. September 2016
  2. Tschitscherowa muss Peking-Bronze zurückgeben