Marina Hegering

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Marina Hegering
Aufnahme aus dem Jahr 2022
Personalia
Geburtstag 17. April 1990
Geburtsort BocholtDeutschland
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Juniorinnen
Jahre Station
1995–2007 DJK SV Lowick 1930
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2011 FCR 2001 Duisburg 43 0(6)
2011–2017 Bayer 04 Leverkusen 49 0(5)
2017–2020 SGS Essen 54 0(5)
2020–2022 FC Bayern München 24 0(7)
2022 FC Bayern München II 2 0(1)
2022– VfL Wolfsburg 3 0(3)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2004–2005 Deutschland U15 7 0(1)
2005–2007 Deutschland U17 22 0(1)
2007–2009 Deutschland U19 11 0(1)
2008–2010 Deutschland U20 18 0(2)
2019– Deutschland 26 0(3)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 3. Dezember 2022

2 Stand: 31. Juli 2022

Marina Hegering (* 17. April 1990 in Bocholt), Spitzname Maschina, ist eine deutsche Fußballspielerin. Seit Juli 2022 steht sie beim VfL Wolfsburg unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marina Hegering begann ihre Karriere bei der DJK SV Lowick 1930, für den Verein sie zwölf Jahre spielte, zuletzt in der männlichen B-Jugend-Leistungsklasse. Mit 16 Jahren wechselte sie zum FCR 2001 Duisburg, für deren Bundesligamannschaft sie bis 2011 spielte. Am 19. August 2007 (1. Spieltag) gab sie beim 1:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV ihr Pflichtspieldebüt und erzielte am 6. April 2008 (14. Spieltag) beim 7:1-Sieg im Heimspiel gegen den TSV Crailsheim mit den Treffern zum 4:1 in der 57. und zum 6:1 in der 77. Minute ihre ersten Bundesligatore. In der Saison 2010/11, zwang eine hartnäckige Fersenverletzung sie dem Spielbetrieb fernzubleiben. Während ihrer Vereinszugehörigkeit gewann sie zweimal den DFB-Pokal und auch einmal den UEFA-Cup.

Zur Saison 2011/12 unterschrieb sie einen Zwei-Jahres-Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen.[1] Ihr erstes Bundesligaspiel für Bayer 04 Leverkusen bestritt sie nach ihrer überwundenen Fersenverletzung allerdings erst am 13. April 2013 (18. Spieltag) beim torlosen Unentschieden im Heimspiel gegen die SGS Essen,[2] zu dem Verein sie mit Saisonbeginn 2017/18 wechselte.[3] Mit ihrer Mannschaft erreichte sie am 4. Juli 2020 das Finale um den DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg und erzielte bei der 2:4-Niederlage im Elfmeterschießen mit dem Treffer zum 2:1 in der 18. Minute ihr erstes Tor in einem Finalspiel.

Zur Saison 2020/21 wurde sie vom FC Bayern München verpflichtet und erhielt einen bis zum 30. Juni 2022 datierten Vertrag. Mit 30 Jahren wird sie damit erstmals Profifußballerin.[4][5]

Zur Saison 2022/23 wechselt Marina Hegering vom FCB zum Ligarivalen VfL Wolfsburg. Sie erhielt einen Vertrag über vier Jahre bis 2026. Zwei Jahre wird sie für den VfL als Spielerin tätig sein, danach wechselt sie in das Trainerteam. Sie ist im Besitz einer B+-Trainerlizenz.[6]

Auswahl-/Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Marina Hegering in der U-13-Niederrheinauswahl zum Einsatz gekommen war und auch dem FVN-Länderpokal-Team U-15 angehörte, debütierte sie am 3. September 2004 als Nationalspielerin für die U-15-Nationalmannschaft, die das Test-Länderspiel gegen die Auswahl Kanadas mit 1:5 verlor. Am 2. September 2005 absolvierte sie beim torlosen Unentschieden gegen diese Landesauswahl ihren siebten und letzten Einsatz in dieser Altersklasse. Ihr einziges Länderspieltor für die U-15-Nationalmannschaft erzielte sie am 29. August 2005 beim 7:0-Sieg über die Auswahl Schottlands mit dem Treffer zum 6:0 in der 33. Minute.

Für die U-17-Nationalmannschaft bestritt sie im Zeitraum vom 12. Oktober 2005 bis 7. Juli 2007 22 Länderspiele und erzielte ein Tor. Für die U-19-Nationalmannschaft bestritt sie im Zeitraum vom 21. Oktober 2007 bis zum 19. Juli 2009 elf Länderspiele. Dabei nahm sie mit ihr an der vom 13. bis 25. Juli 2009 in Belarus ausgetragenen Europameisterschaft teil. Nach den drei Vorrundenspielen, in denen sie eingesetzt wurde, und dem dritten Platz in der Gruppe A war das Turnier für das deutsche Team beendet.

Für die U-20-Nationalmannschaft, für die sie 18 Mal spielte, nahm sie an zwei Weltmeisterschaften teil. Ihre erste fand vom 20. November bis zum 7. Dezember 2008 in Chile statt, die sie mit ihrer Mannschaft nach dem 5:3-Sieg über die Auswahl Frankreichs als Drittplatzierter abschloss. Ihre zweite fand vom 13. Juli bis zum 1. August 2010 im eigenen Land statt, aus der sie mit ihrer Mannschaft als Weltmeister hervorging.

Ihr Debüt für die A-Nationalmannschaft gab sie am 6. April 2019 in Solna beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen die Nationalmannschaft Schwedens. Für die WM 2019 wurde sie von der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in den Kader berufen.[7] Sie erreichte mit der Nationalmannschaft das Viertelfinale.

Für die EM 2022 in England wurde sie von Voss-Tecklenburg in den Kader berufen. Das deutsche Team erreichte das Finale, scheiterte aber an England und wurde Vize-Europameister. Hegering kam bei allen sechs Spielen zum Einsatz. Im Nachgang des Turniers wurde Hegering vom beobachtenden Trainerstab der UEFA in die „Elf des Turniers“ gewählt.[8]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft
FCR 2001 Duisburg
SGS Essen
FC Bayern München

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marina Hegering – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayer 04 Leverkusen verpflichtet Marina Hegering (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  2. Keine Tore bei Hegering-Comeback (Memento vom 22. Mai 2016 im Internet Archive)
  3. Marina Hegering wechselt zur SGS Essen (Memento vom 15. August 2018 im Internet Archive)
  4. FC Bayern Frauen verpflichten Marina Hegering. In: fcbayern.com. FC Bayern München, 24. April 2020, abgerufen am 25. April 2022.
  5. Bayern holt nächste Nationalspielerin: Auch Hegering kommt aus Essen. In: focus.de. SID, 24. April 2020, abgerufen am 26. April 2022.
  6. Zweigeteilter Vertrag bis 2026: Hegering wechselt nach Wolfsburg. In: kicker.de. 25. April 2022, abgerufen am 25. April 2022.
  7. Andreas Rüttenauer: Ich bin nicht total unerfahren. In: taz.de. Die Tageszeitung, 29. Juni 2016, abgerufen am 25. April 2022.
  8. Vier Titelheldinnen in der Turnier-Elf, srf.ch, 2. August 2022, abgerufen am 2. August 2022.
  9. Auszeichnung für Marina Hegering (Memento vom 22. Oktober 2010 im Internet Archive)