Marina Wandruszka

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Marina Wandruszka (* 1954 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marina Wandruszka ist die Tochter einer Italienerin und eines Österreichers, dem Historiker Adam Wandruszka[1], und wuchs dementsprechend zweisprachig (Italienisch und Deutsch) in Köln und Venedig auf. Bereits während ihrer Schulzeit hatte sie in der Domstadt eine Tanzausbildung absolviert, ehe sie am Max Reinhardt Seminar in ihrer Geburtsstadt ein Schauspielstudium begann. Unterrichtet wurde sie unter anderem von Susi Nicoletti und Otto Schenk.[2] Unter der Regie von Andrea Breth debütierte Wandruszka am Theater Bremen in der Rolle der Mizi Schlager in Arthur Schnitzlers Schauspiel Liebelei.[3] Nach einer weiteren Station am Oldenburgischen Staatstheater kam sie nach Hamburg und sang an der dortigen Staatsoper die Partie der Ida in Johann Strauß' Operette Die Fledermaus. Hier wurde Wandruszka von Jürgen Flimm an das Schauspielhaus Zürich engagiert[2] und spielte dort die Titelrolle in Gotthold Ephraim Lessings Komödie Minna von Barnhelm, nach eigenen Angaben ihre Lieblingsrolle.[4] 1985 folgte sie Flimm an das Hamburger Thalia Theater, dessen Ensemble sie seither angehört.[2]

Neben der Schauspielerei ist Marina Wandruszka auch als Regisseurin tätig. Ihre ersten Inszenierungen zeigte sie an der damaligen zweiten Spielstätte des Thalia Theaters, dem TiK – Theater in der Kunsthalle, das von 1972 bis 2000 existierte. Weitere Regiearbeiten waren unter anderem die Mozart-Oper Die Hochzeit des Figaro in Amsterdam sowie in Innsbruck Die Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán und Giuseppe Verdis Oper La traviata.[2]

Vor der Kamera hat Marina Wandruszka bislang nur sporadisch gearbeitet, ebenso wie für den Hörfunk.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Fellner, Doris A. Corradini (Hrsg.): Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon (= Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs. Bd. 99). Böhlau, Wien u. a. 2006, ISBN 3-205-77476-0, S. 438.
  2. a b c d Paul Barz: Monologe einsamer Menschen in Szene setzen, Welt am Sonntag vom 9. September 2007, abgerufen am 21. Mai 2016
  3. Biographie auf der Website des Thalia Theaters, abgerufen am 21. Mai 2016
  4. Armgard Seegers: "Die jungen Kollegen spielen wie die Teufel", Hamburger Abendblatt vom 18. Juli 2015, abgerufen am 21. Mai 2016