Marinefernmeldeschule

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Marinefernmeldeschule
— MFmS —
Wappen Marinefernmeldeschule

Internes Verbandsabzeichen
Aktiv 15. Juli 1956 bis 2002
Land Flagge von DeutschlandFlagge von Deutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Marine with lettering.svg Deutsche Marine
Standort Flensburg
Kommandeur
Letzter Kommandeur Kapitän zur See Helmut Erb

Die Marinefernmeldeschule wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der neu gegründeten Bundeswehr in Flensburg-Mürwik eingerichtet. Vorgänger der Schule war die Nachrichtenschule, von der sie die Gebäude übernahm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Juli 1956 wurden die Gebäude der ehemaligen Nachrichtenschule von der Marinefernmeldeschule übernommen. Sie war dem Marinefernmeldekommando/Kommando der Marineführungsdienste bzw. dem Admiral der Marineführungsdienste und ab 1. Oktober 1973 dem Amtschef des Marineamts unmittelbar unterstellt. An der Marinefernmeldeschule fand die Fachausbildung für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften statt. Sie umfasste Bedienung und Wartung von Fernmeldegerät und Ausbildung in Fernmeldeverfahren, Schlüsseldienst sowie Schiffs- und Flugzeugerkennungsdienst.

Am 1. Januar 1973 wurde das Marineausbildungsbataillon 1 in Eckernförde-Carlshöhe nach seiner Auflösung zum 31. Dezember 1972 zur „Lehrgruppe Grundausbildung“ der Marinefernmeldeschule umgegliedert. Die Grundausbildung umfasste die Verwendungsreihen Fernmeldebetrieb (21) und -aufklärung (22), Signalbetrieb (27), Sprechfunkaufklärung (29) und Datenverarbeitungsbetriebsdienst (66).

Im September 2002 wurde die Fernmeldeschule geschlossen,[1] nachdem der Standort in Eckernförde bereits 2001 aufgegeben worden war.[2] Die Ausbildung wurde zu einem Teil an die Marinetechnikschule in Parow und zum anderen Teil an die Marineoperationsschule in Bremerhaven verlagert und integriert.[3][4][5] Kurz nach der Schließung der Fernmeldeschule bezog die Schule für Strategische Aufklärung der Bundeswehr das Gelände. Ein aufgestellter Bootsmast auf einem der Gebäude erinnert weiterhin an die ehemalige Präsenz der Marine.

Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekanntester ehemaliger Schüler der Fernmeldeschule ist Mike Krüger, der 1973 bei den Fernmeldern des Flottenkommandos in Meierwik seine Grundausbildung ableistete und anschließend zur Spezialgrundausbildung an die Schule in Mürwik kam. In der Freizeit musizierte er dort zusammen mit seinen fünf Stubenkameraden, von denen drei ebenfalls Gitarre spielten konnten. Im Anschluss leistete er zusammen mit seinen Stubenkameraden den restlichen Wehrdienst als Funker des Marinefliegergeschwader 1 in Jagel ab, wo er beispielsweise das Lied Ich bin Bundeswehrsoldat, ein toller Typ schrieb.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marinefernmeldeschule – Kategorie ohne Dateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BM 20 – Marineschulen. (Nicht mehr online verfügbar.) Bundesarchiv-Militärarchiv, archiviert vom Original am 13. Januar 2015; abgerufen am 13. Januar 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/startext.net-build.de
  2. Carlshöhe – gestern & heute, abgerufen am 9. Juli 2016.
  3. Marinefernmeldeschule, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  4. Tradition der Marinetechnikschule, aufgerufen am: 16. August 2016
  5. Schule für Strategische Aufklärung der Bundeswehr: Chronik der Kaserne. (PDF;334 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Streitkräftebasis. Bundeswehr, archiviert vom Original am 16. September 2016; abgerufen am 15. August 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kommando.streitkraeftebasis.de
  6. Mike Krüger mit Till Hoheneder: Mein Gott, Walther – Das Leben ist oft Plan B. Piper, München 2015, ISBN 978-3-492-05695-3 (Kap. „Nüchtern betrachtet, war es besoffen besser“).
  7. Colla Schmitz: Supernase beim Bund. (PDF; 2,88 MB) In: aktuell. Bundeswehr, 18. Januar 2016, S. 12, abgerufen am 10. August 2016.

Koordinaten: 54° 48′ 37,9″ N, 9° 27′ 28,7″ O