Marinestützpunkt Heppenser Groden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
DeutschlandFlag of Germany (state).svg Marinestützpunkt Heppenser Groden
Blick über einen Teil des Marinestützpunkts mit den Schleusen der Vierten Einfahrt (links), Fregatten und Hilfsschiffen der deutschen Marine

Blick über einen Teil des Marinestützpunkts mit den Schleusen der Vierten Einfahrt (links), Fregatten und Hilfsschiffen der deutschen Marine

Land Deutschland
Gemeinde Wilhelmshaven
Koordinaten: 53° 32′ N, 8° 9′ OKoordinaten: 53° 32′ 3″ N, 8° 9′ 18″ O
Erbaut 1956
Stationierte Einheiten
siehe Dienststellen
Marinestützpunkt Heppenser Groden (Niedersachsen)
Marinestützpunkt Heppenser Groden

Lage der Marinestützpunkt Heppenser Groden in Niedersachsen

Der Marinestützpunkt Heppenser Groden der Deutschen Marine befindet sich in der Küstenstadt Wilhelmshaven in Niedersachsen. Er ist Leitstützpunkt und zugleich größter Stützpunkt der Deutschen Marine und einer der größten Marinestützpunkte Westeuropas.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der deutschen Wiederbewaffnung und dem Aufbau der Bundesmarine wurde Wilhelmshaven 1956 wieder Marinehafen. Am 2. Januar 1956 begannen die ersten Freiwilligen der neuen Bundesmarine der Bundeswehr ihren Dienst in Wilhelmshaven. Am 6. Juni 1956 liefen die ersten Schiffe ein, von den USA zurückgegebene Minenräumboote der früheren Kriegsmarine. Das neue Verteidigungskonzept sah auch die Errichtung eines Marinearsenals zur Instandhaltung der neuen Schiffseinheiten vor. 1957 wurde mit den Planungen auf dem Gelände der ehemaligen Werft der Kriegsmarine begonnen.

Innerhalb von 15 Jahren entstand auf dem Trümmergelände einer der größten Arbeitgeber Wilhelmshavens. Parallel zum Aufbau des Marinearsenals wurde mit den Planungen zum Wiederaufbau der gesprengten 4. Einfahrt begonnen. In den Wiederaufbau wurde die Neuanlage eines von den Gezeiten unabhängigen Vorhafens einschließlich des Marinestützpunkts einbezogen. 1956 begannen die ersten Vorarbeiten. Am 4. Oktober 1964 nahm die neue 4. Einfahrt ihren Betrieb auf. Der im Vorhafen errichtete Marinestützpunkt auf dem Heppenser Groden wurde am 9. August 1968 eingeweiht.[1]

Hafeneinfahrt und diverse Stabs-, Unterkunfts- und Lagergebäude

Seit 2011 gehören die Anlagen des Stützpunkts der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, gleichzeitig ist die Bundeswehr zum Mieter geworden. Die anstehende grundsätzliche Sanierung der Kajen, Schwimmbrücken und Schleusenanlagen des Vorhafens soll von 2013 bis 2018 in der Zuständigkeit des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Wilhelmshaven erfolgen.[2]

Dienststellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marinestützpunkt Heppenser Groden beheimatet zahlreiche Dienststellen und Teile der Bundeswehr sowie anderer Behörden.

Wohnschiff Wische des Marinestützpunktkommandos Wilhelmshaven

Marine

Streitkräftebasis

Personal

ZSanDstBw

Bundeswehrverwaltung

Weitere Behörden

Ansässige Unternehmen

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EGV Berlin (A 1411)

Im Marinestützpunkt Heppenser Groden sind die Fregatten der Klassen 122, 123, 124, der zukünftigen 125, verschiedene Versorgungsschiffe (u. a. die Einsatzgruppenversorger der Klasse 702) und andere Hilfsschiffe (z. B. diverse Schlepper und das Ölauffangschiff Eversand) beheimatet.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marine in Wilhelmshaven präsentiert sich der Öffentlichkeit alljährlich im Rahmen der "Offenen Mittwochnachmittage" im August sowie dem alljährlichen Wochenende an der Jade, während dessen sich auch zahlreiche Marinen befreundeter Staaten darstellen und Schiffsbesichtigungen ermöglichen. Überdies ist sie Veranstalter, Mitveranstalter und Unterstützer zahlreicher Sportwettkämpfe, u. a. des bw-beachen 2007 und des Wilhelmshavener Gorch-Fock-Marathons.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Koop, Erich Mulitze: Die Marine in Wilhelmshaven – eine Bildchronik zur deutschen Marinegeschichte von 1853 bis heute. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1997, Seite 56ff.
  2. Stützpunkt-Sanierung in bewährter Hand. In: Wilhelmshavener Zeitung vom 14. März 2012, S. 5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marinestützpunkt Heppenser Groden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien