Marion Ackermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Marion Ackermann (* 1965 in Göttingen) ist eine deutsche Kunsthistorikerin. Von 2003 bis August 2009 war sie Leiterin des Kunstmuseums Stuttgart. Zwischen September 2009 und Oktober 2016 leitete sie die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Seit November 2016 ist sie Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marion Ackermann wuchs in Ankara auf, ihre Eltern hatten Lektorenstellen an der dortigen Universität inne. Nach dem Abitur studierte sie in Kassel, Göttingen, Wien und München Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik. 1995 wurde sie an der Georg-August-Universität in Göttingen über die autobiografischen und theoretischen Texte Wassily Kandinskys promoviert.[2] Später lehrte sie an der Kunstakademie München, an der Universität Augsburg sowie an der Fachhochschule für Fotodesign München.

Von 1995 bis 2003 war sie an der Städtischen Galerie im Münchner Lenbachhaus und betreute dort vornehmlich die graphische Sammlung. Unter anderem kuratierte sie dort die Ausstellungen: Paula Modersohn-Becker (1997), Rosemarie Trockel (2000), SchattenRisse (2001), Leggerezza (zehn italienische Künstler) (2001), Katharina Grosse (2002) und Unwirklichkeit üben (2003, mit Lovis Corinth, Max Slevogt, Mark Wallinger) sowie die Ausstellungsreihe Dialoge zur Zeichnung (mit Ulrich Meister, Alexander Roob, Nanne Meyer, Maria Lindberg, Julian Opie, Matt Mullican, Bethan Huws und Malthe Spohr).

Gemeinsam mit dem Goethe-Institut, deren Mitgliederversammlung sie heute angehört, entwickelte Ackermann im Jahr 1996 eine CD-ROM über den Blauen Reiter, die mit dem European MultiMedia Award ausgezeichnet wurde.

Mit der Übernahme des Direktorats im Kunstmuseum Stuttgart wurde sie mit 38 Jahren die jüngste Museumsleiterin eines großen Hauses in Deutschland. Hier kuratierte sie unter anderem die Eröffnungsausstellung Angekommen. Die Sammlung im eigenen Haus (2005), Leuchtende Bauten: Architektur der Nacht und Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen (beide 2006). Sie zeigte die erste umfassende Ausstellung mit Arbeiten von Christian Jankowski (2008/2009).

Im September 2009 übernahm Marion Ackermann als Direktorin die Leitung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Im Wirrwarr um die Wiederbesetzung der Stelle des zum Jahresende in den Ruhestand getretenen Alfred Pacquement, Direktor des Musée national d’art moderne (MNAM) beim Centre Georges Pompidou, schied Marion Ackermann, obwohl mit drei weiteren Kandidaten (darunter Max Hollein) in der engeren Wahl, einem Artikel von Le Monde vom 16. November 2013 zufolge aus.

Am 24. November 2014 wurde der (bis 2016 befristete) Vertrag der Kunsthistorikerin vorzeitig um sieben Jahre verlängert.[3] Im April 2016 wurde bekannt, dass sie diesen Vertrag nicht erfüllen wird und zum 1. November 2016 als Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden für acht Jahre verpflichtet wurde. Sie wird mit ihrer Familie nach Dresden ziehen.

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marion Ackermann: Farbige Wände – Zur Gestaltung des Ausstellungsraumes von 1880 – 1930. Herausgegeben von der Städtischen Galerie im Lenbachaus und Kunstbau München. 152 Seiten, 101 Abb. Edition Minerva 2003. ISBN 978-3-932353-79-6
  • Marion Ackermann (Hrsg.): Piktogramme – Die Einsamkeit der Zeichen mit einer Einführung von Marion Ackermann und Pirkko Rathgeber, Deutscher Kunstverlag München Berlin 2006, ISBN 978-3-422-06674-8
  • Marion Ackermann: SchattenRisse. Silhouetten und Cutouts, hrsg. von Helmut Friedel. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2001, ISBN 3-7757-1021-3

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Chefin für Kunstsammlungen Dresden. In: Sächsische Zeitung. 20. April 2016 (online [abgerufen am 21. April 2016]).
  2. Thema der Dissertation: „Rückblicke“ – Kandinskys Autobiographie im Kontext seiner frühen Schriften.
  3. Pressemitteilung des NRW-Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Abgerufen am 27. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]