Maristen-Schulbrüder

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Maristen-Schulbruder Dr. Heinrich Stein, Schulleiter aus der Diözese Speyer um 1930 in Brasilien

Die Maristen-Schulbrüder (Fratres Maristae a Scholis, Ordenskürzel: FMS) sind eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft mit annähernd 4.300 Mitgliedern in 78 Ländern.

Ziel des Ordens ist die Bildung und Unterrichtung Jugendlicher in allen Formen der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Der Einsatz für Randgruppen und Arme tritt zunehmend in den Mittelpunkt der Arbeit.

Heute betreibt der Orden weltweit 870 Schulen, besonders in Afrika (Schwerpunkt Kenia). Seit 2009 ist Frater Emili Turú Rofes, der den ab 2001 amtierenden Seán Dominic Sammon ablöste, der Generalsuperior des Ordens.

Der Orden wurde am 2. Januar 1817 von dem französischen Priester Marcellin Champagnat[1] in La Valla-en-Gier (Loire, Frankreich) gegründet. Außer den Schulbrüdern gehören zur Familie der Maristen die Maristenschwestern, die Maristenpatres, die Maristenmissionsschwestern und die Maristenlaien. 1914 gründeten die Maristen-Brüder ihre erste Niederlassung Deutschlands in Recklinghausen.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland unterhalten die Maristen Schulen vor allem im süddeutschen Raum, in Cham (Oberpfalz), Furth (Niederbayern) und Mindelheim (Landkreis Unterallgäu). Letztere Schule, das sogenannte Maristenkolleg, ist eine der größten Schulen der Maristen weltweit. Sie besteht aus einem Gymnasium mit drei sowie einer Realschule mit zwei Zweigen. Auch in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) wird eine Realschule unterhalten. Das Maristen-Gymnasium Furth wurde 2006 von der Schulstiftung der Diözese Regensburg übernommen. Seit 2002 gibt es eine internationale Kommunität in Dessau (Sachsen-Anhalt), die sich um Menschen am Rande der Gesellschaft (Häftlinge, Immigranten, Krankenhauspatienten) sowie um örtliche Jugendarbeit kümmert. Der deutsche Hauptsitz ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Furth bei Landshut und trägt seit 2003 den Namen „Institut der Maristenbrüder FMS Deutschlands der Provinz Europa-Zentral-West“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marist Brothers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marist Brothers – Who we are, champagnat.org, abgefragt am 1. Januar 2012 (englisch)