Mariza (Sängerin)

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Mariza auf dem ZMF 2015
Mariza auf dem ZMF 2015
Mariza im Jahr 2004

Marisa dos Reis Nunes (* 16. Dezember 1973 in Lourenço Marques, Mosambik) ist der Geburtsname der portugiesischen Fado-Sängerin Mariza. Sie gehört zu den weltweit erfolgreichsten Künstlerinnen dieser Musikrichtung.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marizas Vater ist Portugiese, ihre Mutter kommt aus Mosambik. Der Song Transparente steht als Andenken an ihre afrikanische Großmutter.

Die Familie zog 1976, als Mariza drei Jahre alt war, von der ehemaligen portugiesischen Kolonie Mosambik nach Portugal. Dort wuchs sie in Arouca auf und sang mit fünf Jahren für die Nachbarn und im Restaurant ihres Vaters Fados (deren Texte sie sich mit Hilfe von Cartoons merken konnte, die der Vater für sie zeichnete). Als Mariza die Kindheit hinter sich ließ, hatte sie ihre Auftritte mit brasilianischer Musik, Gospel, Jazz und Soul. Nur ab und zu gab es einen Fado in ihrem Programm. Dem portugiesischen Schauspieler Raul Solnado gefiel der Gesang so gut, dass er Mariza zu einem Konzert in Kanada einlud. Dort entdeckte sie den Fado für sich neu.

In Portugal wurde Mariza bei zwei Galas zu Ehren der berühmten Fado-Sängerin Amália Rodrigues bekannt. Sie wurde zur Besten Fadostimme des Jahres 2000 gekürt.

2003 erhielt sie für ihr Album Fado em mim den BBC Radio 3 Awards for World Music in der Sparte Beste Europäische Künstlerin der Weltmusik. Im Jahr 2007 wurde ihr Album Concerto em Lisboa für den Latin Grammy in der Kategorie Bestes Folk Album nominiert. 2007 trat sie in Fados, einem Musik- und Tanzfilm des spanischen Regisseurs Carlos Saura auf.

Auf ihrem 2008 erschienenen Album Terra arbeitete sie u. a. mit Dominic Miller, Chucho Valdés und Tito Paris zusammen.

Im Mai 2018 trat Mariza mit dem Lied Barco Negro nach Ana Moura im Eröffnungsprogramm beim Finale des Eurovision Song Contests in Lissabon auf.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fado em mim (2001)
  • Fado Curvo (2003)
  • Transparente (2005)
  • Concerto em Lisboa (2006)
  • Terra (2008)
  • Fado Tradicional (2010)
  • Best of Mariza (2014)
  • Mundo (2015)
  • Mariza (2018)

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mariza Live in London (2004)
  • Concerto em Lisboa (2006)
  • Terra em Concerto (2009)

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
PortugalPortugal PT SpanienSpanien ES
2003 Fado em mim
4
SechsfachplatinSechsfachplatin

(120 Wo.)
300!
Fado curvo
2
SechsfachplatinSechsfachplatin

(101 Wo.)
300!
2005 Transparente
1
VierfachplatinVierfachplatin

(74 Wo.)
44
(7 Wo.)
2006 Concerto em Lisboa
1
FünffachplatinFünffachplatin

(201 Wo.)
300!
2008 Terra
1
VierfachplatinVierfachplatin

(114 Wo.)
64
(3 Wo.)
2010 Fado tradicional
2
PlatinPlatin

(43 Wo.)
300!
2014 Best Of Mariza
1
DreifachplatinDreifachplatin

(… Wo.)
300!
2015 Mundo
1
DoppelplatinDoppelplatin

(135 Wo.)
69
(6 Wo.)
2018 Mariza
1
PlatinPlatin

(… Wo.)
72
(1 Wo.)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Charts[2] Anmerkungen
PortugalPortugal PT
2015 Melhor de mim
48
(20 Wo.)
2018 Quem de dera
64
(12 Wo.)

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Concerto em Lisboa (PT: 4-fach-Platin)
  • 2009: Terra em Concerto (PT: Platin)
  • 2004: Mariza Live in London (PT: Platin)

Dokumentarfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Simon Broughton: Mariza and the Story of Fado, BBC und RTP, 2007

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.warnermusic.de/news/2018-05-14/mit-diesem-leidenschaftlichen-auftritt-eroeffnete-mariza-das-esc-finale-in-lissabon
  2. a b Chartquellen: PT ES
  3. Auszeichnungen für Musikverkäufe: PT1 PT2 PT3 PT4 PT5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mariza (Sängerin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien