Marjana Haponenko

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Marjana Haponenko, 2019
Autograph

Marjana Mychajliwna Haponenko (ukrainisch Мар'яна Михайлівна Гапоненко Marjana Mychajliwna Haponenko; * 6. September 1981 in Odessa, Ukrainische SSR) ist eine ukrainische Schriftstellerin, die seit 1996 in deutscher Sprache schreibt.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marjana Haponenko verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Odessa. Nach dem Schulabschluss studierte sie an der Universität Odessa Germanistik und begann Gedichte zu schreiben und zu veröffentlichen.

In Deutschland wurde sie zunächst von Erik Martin, dem Herausgeber der Literaturzeitschrift Muschelhaufen, gefördert und einem größeren Leserkreis mit Gedichten bekannt. Haponenkos Gedichte wurden ins Englische, Französische, Italienische, Polnische, Rumänische und Türkische übersetzt.

2000 debütierte sie mit dem Gedichtband Wie tränenlose Ritter.

2001 gehörte sie zu den Kandidaten um den Titel Autor des Jahres der Zeitschrift Deutsche Sprachwelt.[1]

2010 erschien der erste Roman, Annuschka Blume, beim Residenz Verlag. 2012 erschien bei Suhrkamp der auch ins Englische und Französische übersetzte Roman Wer ist Martha? die Geschichte zweier alten Männer, die ihre letzten Tage in einem noblen Wiener Hotel verbringen und dort auf den Tod warten.[2][3]

Nach jeweils dreijährigen Aufenthalten in Krakau und Dublin lebt Marjana Gaponenko, die Mitglied des Autorenforums Der Goldene Fisch[4] ist, in Wien und Mainz.

Einzeltitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthologien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theo Breuer (Hrsg.): NordWestSüdOst. Gedichte von Zeitgenossen. Edition YE, Sistig/Eifel 2003.
  • Daniela Egger (Hrsg.): Austern im Schnee und andere Sommergeschichten. Eine literarische Landkarte von Lech und Zürs. Bucher, Hohenems 2008.
  • Shafiq Naz (Hrsg.): Der deutsche Lyrikkalender. alhambra publishing, Bertem 2009.
  • Christoph Buchwald, Uljana Wolf (Hrsg.): Jahrbuch der Lyrik. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009.
  • Axel Kutsch (Hrsg.): Versnetze. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008–2010.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marjana Haponenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marjana Gaponenko „Autorin des Jahres“ 2001. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Deutsche Sprachwelt. Abgerufen am 28. Oktober 2016.
  2. Marjana Gaponenko Wer ist Martha?. Rezensionsnotizen aus der Neuen Zürcher Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Perlentaucher. Abgerufen am 28. Oktober 2016.
  3. Tiefer schweigen. In: Der Spiegel. Nr. 33 vom 13. August 2012, S. 116.
  4. der-goldene-fisch.de (Memento vom 1. Oktober 2015 im Internet Archive)
  5. Laudatio von Alexander Glück. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  6. Stiftung Künstlerdorf Schöppingen: Stipendiatinnen/en 2001. (Memento vom 26. Februar 2014 im Internet Archive)
  7. Marjana-Gaponenko-erhaelt-Chamisso-Preis. In: Hamburger Abendblatt. 15. Januar 2013