Marjana Gaponenko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
2013 in Offenburg
Autograph

Marjana Michailowna Gaponenko (* 6. September 1981 in Odessa) ist eine ukrainische Schriftstellerin, die seit 1996 in deutscher Sprache schreibt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marjana Gaponenko verbrachte Kindheit und Jugend in Odessa. Nach dem Schulabschluss studierte sie Germanistik an der Universität Odessa und begann Gedichte zu schreiben und zu veröffentlichen. In Deutschland wurde sie zunächst von Erik Martin durch Veröffentlichungen in der Literaturzeitschrift Muschelhaufen gefördert und einem größeren Leserkreis bekannt. 2000 debütierte sie mit dem Gedichtband Wie tränenlose Ritter. 2001 gehörte sie zu den Kandidaten um den Titel „Autor des Jahres“ der Zeitschrift Deutsche Sprachwelt.[1] 2010 erschien der erste Roman, Annuschka Blume, beim Residenz Verlag. Gedichte wurden ins Englische, Französische, Italienische, Polnische, Rumänische und Türkische übersetzt. Sie ist Mitglied des Autorenforums Der Goldene Fisch.[2]

In ihrem Roman Wer ist Martha? (2012) verbringen zwei alte Männer ihre letzten Tage in einem noblen Wiener Hotel und warten auf den Tod. Der Roman erhielt positive Kritiken.[3][4]

Nach jeweils dreijährigen Aufenthalten in Krakau und Dublin lebt Marjana Gaponenko in Wien und Mainz.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzeltitel

In Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)

  • Theo Breuer (Hg.): NordWestSüdOst. Gedichte von Zeitgenossen, 2003.
  • Daniela Egger (Hg.): Austern im Schnee und andere Sommergeschichten. Eine literarische Landkarte von Lech und Zürs. 2008.
  • Shafiq Naz (Hg.): Der deutsche Lyrikkalender. Jeder Tag ein Gedicht, 2009.
  • Christoph Buchwald und Uljana Wolf (Hg.): Jahrbuch der Lyrik, 2009.
  • Axel Kutsch (Hg.): Versnetze, Versnetze_zwei, Versnetze_drei. Deutschsprachige Lyrik, 2008, 2009, 2010.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Berking: Kein unbeschriebenes Blatt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. April 2010
  • Friedhelm Schmitz: Perpetuum mobile. Warum nur? In: Muschelhaufen. Jahresschrift, Band 44, Viersen 2004, S. 194

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marjana Gaponenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marjana Gaponenko „Autorin des Jahres“ 2001, Deutsche Sprachwelt. Abgerufen am 28. Oktober 2016
  2. der-goldene-fisch.de
  3. Tiefer schweigen. In: Der Spiegel. Nr. 33 vom 13. August 2012, Seite 116
  4. Marjana Gaponenko Wer ist Martha?. Rezensionsnotizen aus der Neuen Zürcher Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Perlentaucher. Abgerufen am 28. Oktober 2016
  5. Laudatio von Alexander Glück
  6. http://www.stiftung-kuenstlerdorf.de/stip_history_01.html
  7. Marjana-Gaponenko-erhaelt-Chamisso-Preis. Hamburger Abendblatt.