Marjorie Bruce

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Marjorie Bruce (oder Margaret Bruce, * Dezember 1296; † 2. März 1316 im Paisley, Renfrewshire) war die einzige Tochter des schottischen Königs Robert I. und dessen erster Ehefrau Isabella von Mar, die kurz nach der Geburt starb. Ihre Großeltern väterlicherseits waren Robert Bruce, Earl of Carrick und Marjorie, Countess of Carrick.

1302 heiratete ihr Vater seine zweite Ehefrau Elizabeth de Burgh. Sie wurden am 27. März 1306 in Scone zum König und zur Königin von Schottland gekrönt, was eine Verletzung der Oberhoheit des englischen Königs Eduard I. darstellte. Im Juni des gleichen Jahres wurde Marjorie zusammen mit ihrer Stiefmutter und anderen Frauen des Hauses Bruce gefangen genommen. Drei ihrer Onkel wurden exekutiert und die Engländer hielten Marjorie ein Jahr lang in einem Käfig gefangen. Nachdem der neue englische König Eduard II. den Thron bestiegen hatte, lebte Marjorie während acht Jahren in einem Nonnenkloster.

Schließlich wurde sie 1314 freigelassen, entweder kurz vor oder kurz nach der Schlacht von Bannockburn. Walter Stewart, der Truchsess von Schottland, hatte sich in der Schlacht besonders hervorgetan und durfte als Belohnung um die Hand der erst 17-jährigen Marjorie anhalten. Zu ihrer Mitgift gehörte die Baronie Bathgate in West Lothian.

Zwei Jahre später ging sie in der Nähe von Paisley reiten, als sie schwanger war. Ihr Pferd scheute plötzlich und warf sie zu Boden. Sie erlebte eine Frühgeburt und der erste und einzige Sohn Robert II. kam mit einem Kaiserschnitt zur Welt. Ihre letzten Worte waren nachweislich: "He's a laddie, I ken he's a laddie; he will be King" (Ein Junge, ich weiß er ist ein Junge; er wird König sein). Wenige Stunden später starb sie.

Ihr Sohn folgte 1371 tatsächlich seinem kinderlosen Onkel David II. auf den schottischen Thron. Zu den Nachfahren von Marjorie Bruce gehören das Haus Stuart und indirekt alle weiteren britischen Monarchen.