Mark Brzezinski

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Mark Brzezinski

Mark Francis Brzezinski (* 7. April 1965) ist ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, Diplomat und Außenpolitikexperte. Er war Botschafter der Vereinigten Staaten in Schweden.

Er ist der Sohn des früheren Sicherheitsberaters Zbigniew Brzeziński und Enkel des polnischen Diplomaten Tadeusz Brzeziński. Mütterlicherseits hat er tschechische Wurzeln, seine Mutter Emilie Benes Brzezinski ist die Großnichte des früheren tschechischen Präsidenten Edvard Beneš. Seine Schwester ist Mika Brzezinski, Moderatorin des Programms Morning Joe und sein Bruder ist der Militärexperte Ian Brzezinski. Er ist auch Cousin des Autors Matthew Brzezinski.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brzezinski schloss das Studium im Dartmouth College mit einem Bachelor of Arts in Staatsrecht ab, erwarb den J.D. an der Rechtsfakultät der University of Virginia und besitzt auch einen Ph.D. in Politikwissenschaft von der University of Oxford. Er erhielt ein Stipendium der Fulbright-Stiftung, um den Verfassungsgerichtshof der Republik Polen zu studieren. Von 1996 bis 1999 war er Mitarbeiter bei Hogan & Hartson LLP in Washington, D.C.

Von 1999 bis 2001 arbeitete Brzezinski für die Regierung Clinton als Direktor für Russisch/Eurasische Angelegenheiten und Direktor für südeuropäische Angelegenheiten des National Security Council im Weißen Haus. In dieser Funktion war er auch Koordinator des Weißen Hauses für die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in dieser Region.

Er war von 1991 bis 2008 mit der Rechtsanwältin Carolyn M. Campbell in erster Ehe verheiratet.[1] in zweiter Ehe ist er seit 2008 mit Natalia Lopatniuk verheiratet, einer freien Schriftstellerin und Bloggerin bei der Huffington Post. Sie haben ein gemeinsames Kind, Aurora Emilie.[2][3]

Brzezinski war außenpolitischer Berater im Wahlkampfteam von Barack Obama[4] und wurde am 18. Oktober 2011 durch diesen als Nachfolger von Matthew Barzun zum Botschafter in Schweden ernannt.[5]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Effenberger von der Neuen Rheinischen Zeitung rechnet Mark Brzezinski zum „Familien-Clan“ der Brzezinskis, der die Geopolitik der USA schon unter Obamas Vorgängern wesentlich bestimmt habe. 2004 sei Mark einer der treibenden Kräfte hinter der Orangen Revolution in der Ukraine gewesen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Brzezinski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carolyn M. Campbell Is to Marry Mark Brzezinski, a Fellow Lawyer. In: The New York Times, 22. Dezember 1991. 
  2. Congratulations Natalia Lopatniuk & Mark Brzezinski. September 6, 2008.
  3. http://sweden.usembassy.gov/ambassador.html
  4. The Talent Primary. Newsweek.com. Abgerufen am 28. Juni 2014.
  5. Seven ambassadors confirmed by Senate. In: The Hill's Floor Action Blog, The Hill, 18. Oktober 2011. 
  6. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13590