Mark Joyce

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Mark Joyce
Mark Joyce
Geburtstag 11. August 1983
Nationalität EnglandEngland England
Profi seit 2006
Preisgeld 286.016 £[1]
Höchstes Break 143[1] (UK Championship 2010)
Century Breaks 71[1]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 31 (November 2014)[2]
Aktueller WRL-Platz 48 (Stand: 9. Oktober 2016)

Mark Joyce (* 11. August 1983 in Walsall, England) ist ein britischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon als Amateur konnte Joyce einige Erfolge feiern. So gewann er 2001 die U-19-Europameisterschaft und 2006 die Englische Amateurmeisterschaft. Ab 2003 nahm er an der Vorqualifikation der Snookerweltmeisterschaft teil und schaffte es bei der WM 2005 bis in die erste Qualifikationshauptrunde, wo er gegen den Profi Ben Woollaston antrat und verlor. Über die Challenge Tour versuchte er, sich für die Snooker Main Tour zu qualifizieren. Dabei kam er 2004 bei einem Turnier ins Halbfinale und erreichte in der nächsten Saison einmal das Viertelfinale, was aber zu wenig war. Beim Challenge-Tour-Nachfolger, der Pontin’s International Open Series 2005/06, gewann er eines der acht Turniere und erreichte noch ein Finale sowie ein Halbfinale. Die Gesamtwertung beendete er als Fünfter und durfte damit ab 2006 an den Main-Tour-Turnieren teilnehmen.

Seine erste Profisaison verlief passabel, dreimal erreichte er die Runde der letzten 64, darunter auch bei der Weltmeisterschaft. Am Saisonende belegte er Platz 73 und sicherte sich damit den Verbleib auf der Profitour. In der Folgesaison 2007/08 kletterte er in der Rangliste auf Platz 59. Beim Grand Prix überstand er alle Qualifikationsrunden und nahm zum ersten Mal an einer Endrunde teil. Bei der UK Championship kam er unter die letzten 48.

In der Snooker-Saison 2008/09 erreichte er beim Masters Qualifying Event das Finale und verlor gegen Judd Trump. Beim Shanghai Masters verpasste er ebenfalls um eine Runde die Teilnahme am Hauptturnier. Beim Grand Prix 2009 stand er im Jahr darauf erneut im Hauptturnier und kam erstmals unter die besten 32. Auch bei der WM 2010 scheiterte er erst in der letzten Qualifikationsrunde und erreichte damit sein bestes WM-Ergebnis. In der Saison 2010/11 gelang ihm dann der Vorstoß unter die Top 48, als er bei der UK Championship 2010 seinen bisher größten Erfolg feiern konnte. Nach den vier Erfolgen in der Qualifikation besiegte er im Turnier nacheinander Steve Davis, Ali Carter und dann Judd Trump. Seine Siegesserie beendete erst Ex-Weltmeister Mark Williams im Viertelfinale, in dem er mit 143 Punkten sein bisher höchstes Break in einem offiziellen Turnier erzielte. In der Weltrangliste verbesserte er sich damit auf Platz 42.

Nur kurze Zeit nach dem Turnier wurde Joyce in einen Wirtshausstreit verwickelt. Er erhielt einen Schlag gegen das Auge und brach sich bei einem Sturz den Ellbogen. Nach der Wiederherstellung des Arms litt er einige Zeit auch noch an Sehstörungen und fürchtete zeitweise um seine Karriere. Trotzdem spielte er weiter und erholte sich wieder.[3] Jedoch waren die Ergebnisse im Jahr 2011 durchwachsen. Das Achtelfinale des Paul Hunter Classic in Fürth war das beste Ergebnis in der Saison 2011/12 und er verlor erst einmal wieder an Boden. Erst im Jahr darauf konnte er die alte Position wieder herstellen. Bei der Players Tour Championship erreichte er zweimal das Viertelfinale (bei der Kay Suzanne Memorial Trophy und den Scottish Open) und schaffte es damit auch einmal in die PTC Grand Finals. Bei der UK Championship 2012 besiegte er Judd Trump, der damals Titelverteidiger und Weltranglistenerster war, und machte dabei aus einem 2:5-Rückstand einen 6:5-Sieg. Dadurch erreichte er bei diesem Turnier ebenso das Achtelfinale wie später in der Saison bei den World Open.

In der Saison 2013/14 erreichte er beim World Open zum zweiten Mal das Viertelfinale eines Weltranglistenturniers. Dazu stand er mehrmals unter den letzten 32 bei großen Turnieren und kletterte damit weiter in der Weltrangliste. Als er früh in derFolgesaison bei den Australian Goldfields Open das Achtelfinale erreicht hatte, stand er erstmals unter den Top 32 der Weltrangliste. Das konnte er im Saisonverlauf aber nicht bestätigen, so dass er wieder etwas zurückfiel. Zu Beginn der Saison 2015/16 konnte er den Achtelfinalerfolg bei den Australian Goldfields Open bestätigen. Beim German Masters nach dem Jahreswechsel gelang ihm sein dritter Viertelfinaleinzug und er unterlag nur knapp mit 4:5 dem späteren Finalisten Luca Brecel. Mit zwei weiteren Platzierungen unter den letzten 32 in diesem Jahr stieg er wieder bis auf Platz 41 und erreichte das zweitbeste Saisonabschlussergebnis seiner Karriere. Bei den Scottish_Open_2016 besiegte er in der ersten Runde den auf Platz eins gesetzten Stuart Bingham mit 4:3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Profil von Mark Joyce bei CueTracker (Stand: 14. November 2016)
  2. World Rankings. After The International Championship 2014. World Professional Billiards & Snooker Association, 3. November 2014, abgerufen am 18. Juli 2015 (PDF; 210 kB, englisch).
  3. Mark Joyce progress is eye-catching, Hector Nunns, Express, 4. Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Joyce – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien